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Eichenbachbrücke im Vorderland eröffnet

Nach nur sieben Monaten Bauzeit wurde am Samstag die Eichenbachbrücke an der Verbindungsstrasse zwischen Walzenhausen und Wolfhalden ihrer Bestimmung übergeben.
Gerhard Huber
Als erstes Fahrzeug ratterte ein nostalgischer Traktor über die neue Eichenbachbrücke. (Bild: Peter Eggenberger)

Als erstes Fahrzeug ratterte ein nostalgischer Traktor über die neue Eichenbachbrücke. (Bild: Peter Eggenberger)

«Man merkt erst wie wichtig etwas ist, wenn es über längere Zeit fehlt.» Walzenhausens Gemeindepräsident Michael Litscher sprach den vielen Gästen, die aus den Gemeinden Walzenhausen und Wolfhalden gekommen waren, aus der Seele.

Denn während der gesamten Bauzeit der neuen Eichenbachbrücke war die Strassenverbindung zwischen den beiden Gemeinden gesperrt gewesen. «Ab kommendem Freitag, 17 Uhr, wird nach Abschluss der letzten Arbeiten die Strasse nach sieben Monaten wieder für den Verkehr freigegeben», ergänzte zum Abschluss seiner Festansprache Regierungsrat Dölf Biasotto.

Eine Brücke schafft immer eine Verbindung

Gemeindepräsident Gino Pauletti aus Wolfhalden wies in seiner Begrüssung darauf hin, dass eine Brücke immer verbindet, anstatt zu trennen. Und sie verbindet nicht nur Strassenabschnitte, sondern stellt auch in der Diskussion und in Verhandlungen ein verbindendes Element dar. So werden die beiden ausserrhodischen Nachbargemeinden durch die direkt auf der Gemeindegrenze liegende Eichenbachbrücke wieder verbundenen und künftig noch enger zusammenrücken und zusammenarbeiten.

Seit dem Jahr 1892 überspannte eine Stahlfachwerkbrücke den Eichenbach. Nach einer «kosmetischen» Erneuerung 1945, als das Bauwerk gereinigt, entrostet und neu gestrichen wurde, musste 1954 eine Gewichtsbeschränkung auf acht Tonnen erfolgen. Alten Zeitungsberichten zufolge wurde dieser Umstand damals von den Walzenhausenern als «unwürdiger und unhaltbarer Zustand für den Tourismus» verurteilt. Deshalb wurde schon 1956 eine Spannbetonbrücke für 104000 Franken erstellt. Diese Brücke musste jetzt ersetzt werden.

«Laut Kostenvoranschlag und Abrechnungsprognose wird die neue Brücke rund zwei Millionen Franken kosten, wobei der Kanton Appenzell Ausserrhoden die gesamten Kosten übernimmt. Gut investiert, so bin ich überzeugt», hielt Regierungsrat Dölf Biasotto in seiner Festansprache fest. Für die Erneuerung der Fahrbahntrassen, jeweils 200 Meter in jeder Richtung, wurden weitere 800000 Franken fällig, an denen sich die beiden Gemeinden mit kleinen Teilbeträgen beteiligten.

Den beiden Gemeindepräsidenten Gino Pauletti und Michael Litscher war es vergönnt, das rote Band zu durchschneiden. Die ersten Fahrzeuge, die «offiziell» die neue Eichenbachbrücke querten, waren Oldtimer aus den Sechziger- und Siebzigerjahren. Dann nahmen die aus beiden Gemeinden zahlreich erschienenen Bürger «ihre Brücke» in Besitz. Denn als kleiner Dank an die Bevölkerung, die die Totalsperre der Verbindungsstrasse und den Ausfall der öV-Linien zwischen ihren Gemeinden für viele Monate klaglos akzeptiert hatte, gab es eine Gratis-Festwirtschaft mit Gulaschsuppe und Bratwürsten, sodass noch lange über Brücken und Verbindungen geplaudert werden konnte.

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