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EHRUNG: «Musik gehört zu meinem Leben»

Für Klärli Schlegel wäre ein Leben ohne Musik und Gesang undenkbar. 50 Jahre aktiv im Kirchenchor, dazu regelmässig Klavier spielen und damit ihren Mitmenschen Freude bereiten, ist ihr wichtig.
Adi Lippuner
Klärli Schlegel singt seit jeher in der Stimmlage Alt. Sie war 17 Jahre Präsidentin des Evangelischen Kirchenchors Mittleres Toggenburg und ist bald 50 Jahre im Verein tätig. (Bild: Adi Lippuner)

Klärli Schlegel singt seit jeher in der Stimmlage Alt. Sie war 17 Jahre Präsidentin des Evangelischen Kirchenchors Mittleres Toggenburg und ist bald 50 Jahre im Verein tätig. (Bild: Adi Lippuner)

Adi Lippuner

redaktion@toggenburgmedien.ch

Frühlingsblumen vor der Haustüre und ein gemütliches Wohnzimmer passen zur Frohnatur von Klärli Schlegel. Seit das Ehepaar ihr Holzbaugeschäft an einen der Söhne übergeben hat, lassen es die beiden gemütlicher angehen. «Doch ohne Gesang und Musik wäre das Leben leer», so die vitale Seniorin.

Vor 50 Jahren, damals konnten Andreas und Klärli Schlegel den Holzbaubetrieb an der Wattwiler Rickenstrasse erwerben, singt sie im Kirchenchor mit. «Der damalige Präsident hatte einen Tipp erhalten, dass jemand zugezogen ist, der gerne singt, und so erhielt ich eine persönliche Einladung zum Mitsingen», blickt sie auf das Jahr 1967 zurück. Dann wird mit feinem Lächeln erklärt: «Wir sind vom Kanton Thurgau zugezogen, aber die Wurzeln meiner Vorfahren, der Familie Giger, sind in Nesslau.»

Aus Liebe zum Chor Aufgaben übernommen

Die aktive Geschäftsfrau und Mutter von vier Kindern stellte ihr Wissen und ihre Schaffenskraft auch für die Vorstandsarbeit im Evangelischen Kirchenchor Mittleres Toggenburg, wie dieser seit der Fusion der Kirchgemeinden heisst, zur Verfügung. «Klärli Schlegel blickt auf 27 Jahre Vorstandstätigkeit, davon 17 Jahre als Präsidentin zurück», ist von der heutigen Co-Präsidentin Klara Grams zu erfahren. Auf die Frage, wie sie dies alles «unter einen Hut» brachte, meint die Ehrenpräsidentin bescheiden: «Ich habe mich aus Liebe zum Chor engagiert. Wir hatten immer einen guten Zusammenhalt und ein harmonisches Miteinander und das ist mir auch heute noch wichtig.»

Klärli Schlegel singt seit jeher in der Stimmlage Alt. Zusammen mit ihrer Schwester frönte sie auch während längerer Zeit dem Jodelgesang und auch das Jodelchörli Alpenrösli durfte auf ihr Können zählen. Gerne blickt die Musikfreundin auch auf die Zeit zurück, als sie, zusammen mit ihren Söhnen als Familienkapelle Schlegelbuebe an verschiedenen Familienfesten und -anlässen auftrat. Heute spiele sie regelmässig Klavier im Altersheim Risi und dies sehr zur Freude der Bewohnerinnen und Bewohner. Als Besonderheit erwähnt die verdiente Sängerin, dass sie in ihrer bisherigen Aktivzeit im Kirchenchor nur gerade drei Dirigenten erlebt hat. «Armin Reich begann zur gleichen Zeit wie ich und ist 33 Jahre geblieben, dann übernahm Margret Herzog Ostendarp diese Aufgabe während elf Jahren und seither ist Heidi Bollhalder unsere Dirigentin.» Auf die Frage nach ihren Lieblingsliedern war zu erfahren: «Wir haben ein gemischtes Repertoire und das gefällt mir, aber die Kompositionen von Peter Roth lassen mein Herz schneller schlagen.» Auch die Weihnachtsoratorien und die Markus-Passion, welche unter der Leitung von Armin Reich aufgeführt wurden, seien besondere Erlebnisse gewesen.

Überraschende Ehrung und liebevoll vorbereitete Feier

Die Wertschätzung von Seiten der Vereinsleitung und der Sängerkameradinnen und -kameraden anlässlich der Ehrung zur 50-jährigen Zugehörigkeit zum Chor habe sie sehr gefreut. «Es war eine liebevoll vorbereitete Feier und auch die Gratulation von Hermann Stamm, Präsident des Schweizerischen Kirchenchorbundes, hat mich sehr gefreut.»

Ein Satz von Hermann Stamm bringt das Engagement der Sängerin auf den Punkt: «Ein halbes Jahrhundert Werke singen zum Lob Gottes und zur Freude der Zuhörenden verdient Anerkennung und Hochachtung». Freude und Engagement prägen auch nach fünf Jahrzehnten das Wirken von Klärli Schlegel. «Wir haben glücklicherweise bei unseren 29 Mitwirkenden gute Stimmen in allen Tonlagen, aber ein paar junge Sängerinnen und Sänger wären in unseren Reihen hoch willkommen.» Und auf die Frage, wie sie es schaffe, die anspruchsvollen Lieder zu lernen, lautet die Antwort: «Regelmässiger Probenbesuch ist wichtig, ich habe deshalb in den 50 Jahren nur gefehlt, wenn ich wirklich krank war.» Und die Auftritte, sei es an hohen kirchlichen Festtagen oder bei einem Ständchen im Altersheim oder dem Spital, sind ihr eine Freude.

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