Ehre für einen «Rastlosen»: Der Prix Heiden geht an Max Frischknecht

Mit dem Prix Heiden will die Gemeinde Persönlichkeiten für ihr besonderes Engagement auszeichnen. Am Samstag wurde der mit 1000 Franken dotierte Preis erstmals verliehen. 

Nadine Küng
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Laudator Martin Engler, Gemeindepräsident Gallus Pfister und Prix-Heiden-Gewinner Max Frischkecht

Laudator Martin Engler, Gemeindepräsident Gallus Pfister und Prix-Heiden-Gewinner Max Frischkecht 

Bild: Nadine Küng

Eine Menschentraube bildete sich am Samstag zwischen den Ständen am Adventsmarkt in Heiden. Trotz der Kälte fanden sich viele Interessierte zur Verleihung des Prix Heiden bei der Bühne vor der Bibliothek ein. Am Samstagabend fand dort erstmals die Verleihung des Prix Heiden statt. Gemeindepräsident Gallus Pfister führte in die Verleihung ein. «Es gibt viele Heidler, die viel für das Dorf machen», sagte er. Diese würden es auch verdienen, dafür belohnt zu werden. Mit dem Prix Heiden will der Gemeinderat deshalb in Zukunft alljährlich Persönlichkeiten oder Institutionen für ihr besonderes Engagement auszeichnen.

Bemüht darum, das Dorf  zu repräsentieren

Der diesjährige Preisträger setzt sich in Heiden bereits seit 40 Jahren für das Wohl der Allgemeinheit ein. Unter grossem Applaus betrat Max Frischknecht die Bühne. Er erhielt den mit 1000 Franken dotierten Preis. Dazu wurde ihm eine kleine Marmorskulptur, geschaffen von Georg Benz, überreicht. Man war sich nicht ganz einig, ob sie nun für den Hirsch im Wappen von Heiden steht oder zwei Flügel als Symbol der Beflügelung des Preisträgers darstellt. Schlussendlich sei es ganz einfach der Prix Heiden.

Im Anschluss an die Preisübergabe hielt Martin Engler, Gemeinderat, die Laudatio. Der schon seit jeher äusserst vielseitig engagierte Max Frischknecht sei auch heute noch rastlos, habe einen vollen Terminplan, so Engler. Und jetzt sei er hier, der Mann, der so viel zu einem guten Zusammenleben im Dorf beigetragen habe und es noch immer tue. Den Fussball beispielsweise habe er erst als Spieler, später als Präsident unterstützt. Im Kantonsrat habe er die Meinung der Bürger vertreten, auch da wurde er Präsident, ebenso in der Verwaltung der Raiffeisenbank Heiden oder im Kurverein.

Zudem bemühe sich Frischknecht immer wieder darum, das Dorf nach aussen zu präsentieren. So übernahm er den Hauptteil der Organisation von verschiedenen Grossanlässen. Das Fest um das Etappenziel der «Tour de Suisse» in Heiden 2014 sei durch Frischknecht zu einem vollen Erfolg geworden, genauso wie die Ausstrahlung des «Donnschtig-Jass» 2018, sagt Engler. Im vergangenen Sommer präsentierte er das Dorf im SRF-Format «Mini Schwiiz, dini Schwiiz». Das alles sei erst ein Teil der Arbeit, die Frischknecht geleistet habe. Es wäre unmöglich gewesen, alle seine Tätigkeiten zu nennen. «Er ist ein Netzwerker, Freiwilligenarbeiter und unermüdlicher Organisator. Engagierter geht nicht», schliesst Engler die Laudatio ab.

Auch Frischknechts Frau Jaqueline, die laut Engler ihren Mann und damit gleichermassen auch das Dorf immer tatkräftig unterstützte, wurde verdankt. Danach gab Engler das Wort an Max Frischknecht weiter. Er bedankte sich für den Preis und das Vertrauen. Er sei überwältigt und freue sich natürlich. Der Friede zu Hause sei für ein derartiges Engagement aber von enormer Bedeutung, wofür er seiner Frau wiederum sehr dankbar sei. Ihr stehe mindestens die Hälfte des Preises zu. Abschliessend sprach er ein persönliches Anliegen an: «Vielleicht inspirieren meine Tätigkeiten ja andere Leute, Ähnliches zu machen.»