Ehepaar Merz im Gespräch

Markus Merz, CEO der Psychiatrischen Klinik Wil, und Ehefrau Daniela, CEO der Dock-Gruppe, waren zu Gast in der Gesprächsreihe «Persönlich im Hof zu Wil».

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Daniela und Markus Merz standen Red und Antwort. (Bild: pd)

Daniela und Markus Merz standen Red und Antwort. (Bild: pd)

WIL. Daniela und Markus Merz kennen sich seit Kindheitstagen, der Bruder von Daniela war ein Freund von Markus. Aber die Liebe kam erst später. Beide sind in Herisau in einem guten Umfeld mit vielen anderen Kindern aufgewachsen. «Wir wohnten damals in einem Wohnblock. Mein Vater, der spätere Ständerat und Bundesrat, war beruflich viel unterwegs», so Markus Merz. «Mit meinen Geschwistern und den Kindern im Quartier konnten wir uns gut beschäftigen.» Mit Eishockey begann er mit fünf Jahren, überhaupt hatte der Eishockeysport bei der Familie Merz eine grosse Bedeutung.

Begegnungen mit Menschen

Daniela Merz erinnerte sich: «Schon in der Jugendzeit haben mich Begegnungen mit aller Art Menschen fasziniert.» Nicht zuletzt als frühere Primarlehrerin, Betriebswirtschafterin und Sozialvorsteherin der Gemeinde Herisau sowie als CEO der Dock Gruppe AG kennt Daniela Merz auch die Kehrseiten des Lebens. Die Dock Gruppe verfügt über neun Betriebe in sechs Kantonen und über 1400 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose. Im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle hat die Dock Gruppe den Kantonen Angebote zur Beschäftigung unterbreitet. Und auch die Klinik Wil, die in der fachspezifischen Behandlung umfassende Vorkehrungen getroffen hat, ist in Projekten involviert. Nach dem Besuch im Institut auf dem Rosenberg absolvierte Markus Merz eine KV-Lehre im Teppichgrosshandel, später folgte das vierjährige Studium an der HWV. 2010 wechselte er nach Wil ins Personalwesen der Klinik Wil und wurde dort am 1. Mai 2011 CEO.

Auf der Hundwiler Brücke

Die grosse Leidenschaft von Klinikdirektor Markus Merz ist die Fliegenfischerei, daneben ist er Präsident des Kantonalen Fischereivereins AR. Einmal wollte er die Situation beim Fluss Urnäsch beobachten, da kam ein Fahrzeuglenker langsam daher gefahren, der ihn beobachtete. Auf der Hundwiler Brücke schaute Merz über die Brüstung, als der Mann aus dem Auto ausstieg, ein Funkgerät in der Hand trug und sich ihm langsam näherte. «Geht es Ihnen gut», erkundigte sich der Mann, der sich als Polizist outete. «Ja, mir geht es gut. Ich beobachte einfach die Rahmenbedingungen am Fluss im Auftrag der kantonalen Fischereiaufsicht», sagte Merz. Jetzt wurde ihm bewusst, der Polizist, der ihn nicht kannte, hatte die Befürchtung, er könnte sich mit einem Sturz von der Brücke das Leben nehmen. (pd)