Ehemalige jubilieren im Auboden

BRUNNADERN. Die Ausbildungsstätte Auboden feiert dieses Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Nach dem Jubiläumsapéro im April waren am Samstag am Ehemaligentag die früheren Lernenden zum Feiern eingeladen. Bei einem Rundgang konnten die geladenen Gäste einen Wandel feststellen.

Michael Hug
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Gesamtleiter Franz Schibli führt die Gäste durch die Abteilungen der fünf Berufsausbildungen des «Auboden». (Bild: Michael Hug)

Gesamtleiter Franz Schibli führt die Gäste durch die Abteilungen der fünf Berufsausbildungen des «Auboden». (Bild: Michael Hug)

«Das hatten wir früher nicht», erinnert sich eine Ehemalige. Sie ist heute über fünfzig Jahre alt und erinnert sich dennoch gut an ihre Lehre in den Siebzigern im Auboden: «Nein gleich drei Fernseher im Wohnheim hatten wir damals nicht.» Vieles hat sich geändert in den 50 Jahren, seit es die Ausbildungsstätte gibt. Die sichtbarste Veränderung betrifft die Auszubildenden selbst: Bei der Gründung waren nur Mädchen zur Ausbildung zugelassen. Seit 14 Jahren werden jedoch auch Jungs ausgebildet, sei es in der Küche, in der Gärtnerei oder im Hausdienst. Dem steten Wandel unterliegt auch eine Ausbildungsstätte wie der Auboden, die Leitung hatte den Ehemaligentag deshalb unter das Motto «Auboden im Wandel» gesetzt.

Auboden im Wandel

Da sich doch auch in und an den Gebäuden und Anlagen einiges geändert hatte in diesem halben Jahrhundert, lud Auboden-Gesamtleiter Franz Schibli am Samstag zu einem Rundgang ein. Im Wohnbereich, so Franz Schibli, werden heute 30 Plätze angeboten. Die Jugendlichen absolvieren eine Lehre in den Ausbildungsabteilungen und wohnen unter der Woche im Wohnheim. Ausgebildet werden Hauswirtschaftspraktiker, Gärtner (Fachrichtung Pflanzenproduktion), Floristen, Hauswartmitarbeiter und Küchenangestellte beziehungsweise Köche. Franz Schibli wies auch darauf hin, dass einige der Lernenden soeben die Lehrabschlussprüfung bestritten und dabei einige ganz ausgezeichnete Noten erarbeitet hatten. Doch im Auboden wird nicht nur gearbeitet, sondern auch gewohnt. Hier haben sich insbesondere die Freizeitangebote in den vergangenen Jahren stark geändert. Nebst sportlichen Einrichtungen, zum Beispiel ein Fitnessraum, wird sogar Yoga angeboten. Die Jugendlichen nähmen auch rege an Angeboten ausser Haus teil, zum Beispiel Kino oder Sprachkurse. Wobei, so Franz Schibli, der Ausgang auf zweimal pro Woche beschränkt ist. Am Wochenende und in den sechs Wochen Ferien ist im Übrigen niemand im Auboden, Jugendliche wie Ausbildnerinnen und Ausbildner verbringen die freien Tage zu Hause. Rund 1400 Jugendliche hätten in den 50 Jahren die Ausbildungsstätte Auboden durchlaufen, sagte Franz Schibli.

Spuren haben sich verlaufen

Für den Ehemaligentag hätte man gerne alle eingeladen, doch die Spuren vieler hätten sich verlaufen und so habe man nur rund die Hälfte auffinden können. Etwa 150 sind denn auch gekommen, Ehemalige aller Altersgruppen, solche, die zu den ersten Absolventen in den frühen Sechzigerjahren gehören und Jüngere, die eben erst ihre Ausbildung hier abgeschlossen hatten. Der Tag begann mit einem währschaften Brunch im beinahe aus den Nähten platzenden Speisesaal und endete mit ungezählten ausgetauschten Erinnerungen: «Hattest du noch beim Meier Sport?» «Nein, der war bei mir nicht mehr da, zum Glück.»

Beim nächsten Jubiläumsanlass vom 13. bis 15. September laden Lernende und Ausbildner der Hauswirtschaft zum herbstlichen Besenbeiz-Genuss mit Übernachtungsmöglichkeit ins Gast- und Ferienhaus Frohheim in Bächli. www.auboden.ch