Edgar Bischof tritt zurück

Die SVP AR verliert ihren Kantonalpräsidenten. Das hatte sich schon an der Nominationsveranstaltung im Juli abgezeichnet, als Edgar Bischof parteiintern David Zuberbühler als Nationalratskandidat unterlag.

Monika Egli
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Den Generationenwechsel will die SVP AR gestaffelt angehen. Kantonalpräsident Edgar Bischof und Kassier Albin Bolt legen ihre Ämter auf Ende Jahr nieder. «Es sind weitere Rücktritte zu erwarten», sagte Bischof. Auf dem Bild auch Co-Vizepräsidentin Inge Schmid. (Bild: eg)

Den Generationenwechsel will die SVP AR gestaffelt angehen. Kantonalpräsident Edgar Bischof und Kassier Albin Bolt legen ihre Ämter auf Ende Jahr nieder. «Es sind weitere Rücktritte zu erwarten», sagte Bischof. Auf dem Bild auch Co-Vizepräsidentin Inge Schmid. (Bild: eg)

SPEICHERSCHWENDI. «Mangelnder Rückhalt der Delegierten», «Die Erfahrung und Meinung des Präsidenten sind nicht mehr gefragt», «Es braucht neue, junge Köpfe auf die nächsten Wahlen hin»: Damit erklärte Edgar Bischof am Mittwoch den 70 Delegierten im «Bären»-Saal in Speicherschwendi, weshalb er auf Ende Jahr das Amt als Präsident niederlegt. Schon im Juli an der Nominationsveranstaltung, als er um drei Stimmen seinem Mitbewerber um die Nationalratskandidatur unterlag, hatte er von «Konsequenzen» gesprochen. Nach 15 Jahren, sechs davon als Vizepräsident, neun als Präsident, wird sich die SVP nun nach einem neuen «Kapitän» umsehen müssen. Bischof nannte auch schon Wunschnachfolger, nämlich «jemanden aus dem engen Umfeld von David Zuberbühler, beispielsweise Ralf Menet, Florian Hunziker, Christian Oertle, Renzo Andreani» – der geeignetste wäre in den Augen von Edgar Bischof aber Nationalrat David Zuberbühler selber. Zu dieser «Wunschliste» äusserte sich noch niemand persönlich, einzig aus der Versammlung wurde gemahnt, David Zuberbühler jetzt zuerst einmal sein Amt antreten und sich einleben zu lassen.

Bedauerlich, aber konsequent

Die Rücktrittsankündigung hatte Edgar Bischof bewusst auf die Zeit nach den Wahlen gelegt: «Während des Wahlkampfs hätte dies der Partei und David Zuberbühler geschadet.» Sein insgesamt faires Verhalten wurde denn auch mehr als einmal gelobt, sowohl von David Zuberbühler wie auch von Inge Schmid, die mit Michael Fuhrer zusammen das Vizepräsidium innehat. Ohne bereits einer Ehrung vorgreifen zu wollen, erinnerte Inge Schmid daran, dass Edgar Bischof «sehr, sehr viel» für die Partei geleistet habe. Man bedaure seinen Rücktritt; dieser sei aber so konsequent, wie Edgar Bischof all die Jahre für die SVP gehandelt habe.

Den Schwung ausnützen

«Nach der Wahl ist vor der Wahl»: Das hörte man am Mittwoch mehr als einmal. Es wurde auch öfters der «Schwung der Jungen» erwähnt, den die Partei dank David Zuberbühlers Wahl nun spüre und ausnützen sollte. Auch der Generationenwechsel wurde verschiedentlich angesprochen, denn man will auf die nächsten Gesamterneuerungswahlen hin mit einer starken, schlagkräftigen Partei bereitstehen. «Es dauert nur drei Jahre, bis der Wahlkampf wieder beginnt», sagte Edgar Bischof, und es zeichne sich ab, dass dannzumal sowohl die FDP als auch die SP einen Angriff auf das Nationalratsmandat unternehmen werden. Die Sektionen haben nun die Möglichkeit, Kandidaten für das Präsidentenamt vorzuschlagen, der Lenkungsausschuss wird sich intensiv mit der Nachfolge befassen und voraussichtlich an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung Wahlvorschläge unterbreiten.

«Weitere folgen»

Nebst Edgar Bischof legt auch Albin Bolt das Amt als Kassier auf Ende Jahr nieder. Nach zehn Jahren spüre er ebenfalls das Drängen der Jungen. Edgar Bischof würdigte Albin Bolts tadellose Kassenführung und sprach davon, dass die Erneuerung des Vorstands gestaffelt vonstatten gehen würde. «Es werden weitere Rücktritte folgen.»

Daneben stand die DV ganz im Zeichen der Freude über die Wahl von David Zuberbühler, der noch einmal zahlreiche Gratulationen und Wünsche entgegennehmen konnte.