Echte Solidarität?

Entgegnung auf die Gründung des Komitees zur 2. Auto-Gotthardröhre Ausgabe vom 28. Dezember 2015.

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Liebe Catherine Lieberherr, es ist wirklich rührend, wie Sie Ihre Solidarität der Tessiner und Urner Bevölkerung zukommen lassen. Nur ist das echte Solidarität? Kennen Sie die Verhältnisse im Urner Reusstal und in der Leventina, oder schreiben Sie einfach ab, was andere vor Ihnen schon zigfach behauptet haben? Mit Ihrer «Solidarität» verschonen Sie uns Urner nicht vor «mehr Staus, mehr Abgasen, mehr Lärm, beeinträchtigter Lebensqualität», sondern Sie bescheren uns genau das Gegenteil! Bringen verpflasterte Wiesen für überdimensionierte Verladeanlagen, die teilweise Aufhebung des Nachtfahrverbots, 17 Stunden täglich auf den Verlad wartende LKW mit laufenden Motoren die uns solidarisch zugedachte Lebensqualität? Unser Lebensraum im Reusstal ist schon sehr eingeschränkt (Autobahn, Bahnanlagen, Hochspannungsleitungen, Flusslauf). Sollen anstelle eines Lochs in Granit und Gneis zu bohren unsere schönsten Wiesen im Talboden verbetoniert werden? Die Bevölkerung des Urner Oberlands und des Urserntals hat sich in der Volksabstimmung von 2011 für einen Sanierungstunnel ausgesprochen, wohl wissend, dass sie bei einer Verladelösung im Umwegverkehr ersticken, ja chaotische Verhältnisse erleben müsste. Die Mehrheit des Urner Landrats, unsere drei Bundesparlamentarier, wie auch eine grosse Anzahl Persönlichkeiten, die in früheren Jahren Verantwortung für die Öffentlichkeit getragen haben, sind klare Befürworter für den Sanierungstunnel am Gotthard.

Wenn Sie sich also wirklich, wie Sie schreiben, «aus Liebe zur Natur und in Solidarität mit der Tessiner und Urner Bevölkerung» für eine sinnvolle, ökologische und nachhaltige Sanierung am Gotthard einsetzen möchten, müssen Sie sich für den Bau der zweiten Röhre, den Sanierungstunnel am Gotthard, aussprechen. Damit schützen Sie nicht nur unsern Lebens- und Wirtschaftsraum, sondern Sie machen auch den Gotthardtunnel sicherer. Und noch etwas: Sie setzen sich als Toggenburgerin, die ja auch in einer Randregion lebt, für den nationalen Zusammenhalt ein, und der ist gerade für uns Minderheiten wichtig. Die Urner und Tessiner danken Ihnen, wenn Sie am 28. Februar ein Ja in die Urne legen.

Max Büeler, Allenwindenweg 9, 6460 Altdorf

Der Klangwelt die Krone aufsetzen

Was bietet das Toggenburg? Eine wunderbare Landschaft mit einem schweizweit bekannten Klangweg, einer Klangschmiede, das Klangfestival und natürlich noch vieles mehr. Damit diese einzigartige Klanggeschichte zu Ende geschrieben werden kann, setzen wir nun der Klangidee mit dem Klanghaus die Krone auf. Ergreifen wir diese Chance. Den anderen die Idee des Klanghauses zu überlassen, wäre fahrlässig. Wir müssen uns bewusst sein, dass unsere in- und ausländischen Nachbarn nicht schlafen, und dann wird plötzlich ein Klanghaus im Vorarlbergischen oder im Appenzellischen stehen. Wollen wir das? Nein! Setzen wir die Idee des ersten Klanghauses um und generieren dem Toggenburg so mehr Einnahmen.

Während der nächsten Session des Kantonsrates wird die zweite Lesung zum Projekt Bau des Klanghauses Toggenburg stattfinden. Wenn der Kantonsrat zustimmt, wird im Herbst 2016 die Abstimmung sein. Doch vorerst möchten wir am 16. Januar 2016 in Nesslau der Bevölkerung im Toggenburg die Gelegenheit bieten, sich aus erster Hand informieren zu lassen und Antworten zu den Fragen rund ums Klanghaus zu erhalten.

Mit Ihrer positiven Haltung und Zustimmung zum Klanghaus, liebe Toggenburgerinnen und Toggenburger, setzen wir der Klangidee die Krone auf. Ich danke Ihnen für die Unterstützung. Das Toggenburg klingt nur gut, wenn die Toggenburger Bevölkerung sich voll für das Klanghaus einsetzt.

Imelda Stalder, Mitglied vorberatende Kommission, Gemeindepräsidentin Lütisburg

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