Ebnat-Kappler feiern vierten Sieg in Serie

Der Viertligist Ebnat-Kappel reitet weiter auf der Erfolgswelle: Mit einem 4:1 (1:0) wurde Weesen II am Samstag zu Hause auf dem Untersand besiegt. Damit konnten die Toggenburger Fussballer ihren vierten Sieg in Serie feiern.

Walter Züst
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FUSSBALL. Grund zum Anstossen hatte das Team um Trainer Jürg Stadelmann nach dem Spiel vom Samstag gleich mehrfach: Übernahme der Tabellenführung (jedenfalls für gut 21 Stunden), Guido Landert, dem eine Woche zuvor noch Spalier gestanden wurde, kehrte vom Ehehafen ins Team zurück und der abwesende Roger Blatter, der bisher erfolgreichste Torschütze, erlebte gleichentags erstmals Vaterfreuden.

Optimaler Start, dann Leerlauf

Die Ebnat-Kappler Fussballer starteten konzentriert und erfolgreich. Tobias Anderegg glänzte mit einem direkt verwandelten Freistoss aus 22 Metern in seiner «Spezialdisziplin» und brachte die Platzherren bereits nach acht Minuten in Führung (1:0). Besser hätte es nicht beginnen können. Weil der kämpferische Tabellendrittletzte sich dadurch aber nicht allzu sehr beeindrucken liess, die Ebnat-Kappler sich zu viele Fehler im Spielaufbau leisteten und in der Passgenauigkeit und der Ballkontrolle erstaunlich viel Mühe bekundeten, entwickelte sich das Ganze zu einer eher mühsamen Angelegenheit. Hinzu kam, dass auch die hinterste Linie der Toggenburger nicht immer souverän auftrat und auch die Weesener zu ihren Chancen kamen (13., 23. und 38. Spielminute). Mehr Potenzial hatten allerdings die Torchancen der Ebnat-Kappler: Mikulanin vertändelte allein vor dem Torhüter (42.), bei Brunners Distanzschuss hatte sich der letzte Mann der Gasterländer mächtig zu strecken.

Stäheli zündet den Turbo

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit war im Team der Platzherren wenig Überzeugung auszumachen. Im Gegenteil: Nach einer Tändelei in der Hintermannschaft hätte gut und gerne auch der Ausgleichstreffer fallen können. Dann zündete Stäheli den Turbo und brachte den nötigen Schwung ins verkrampfte Spiel der Ebnat-Kappler. In der 56. Spielminute liess der wieselflinke Mann auf der rechten Aussenbahn den Gegenspieler mit einer Finte aussteigen und zog unwiderstehlich Richtung Tor. Einzig mit dem Abschluss wollte es noch nicht klappen. Vier Minuten später passte aber alles. Mikulanin spielte den tollen Pass, Stäheli zog los und schlenzte das Leder ins weite Toreck (2:0). Es kam noch besser: Qalaj profitierte von einem bösen Aussetzer in der Weesener Innenverteidigung und konnte die Führung in der 68. Spielminute auf 3:0 ausbauen. Das Spiel war entschieden, aber noch nicht gelaufen. Eine Viertelstunde vor Schluss zeigte der Schiedsrichter nach einem Zweikampf im Ebnat-Kappler Strafraum auch für die Weesener überraschend auf den Elfmeterpunkt und gab so Thoma die Gelegenheit zur Resultatverschönerung (3:1). Für den letzten Farbtupfer waren schliesslich die Ebnat-Kappler besorgt. Die schwache Abwehr nach einem Qalaj-Versuch wurde zur idealen Vorlage für Steiner, der nur noch einzuschieben brauchte (4:1).

Ein Pflichtsieg, mehr nicht. Die Ebnat-Kappler bemühten sich vergeblich, Ruhe ins Spiel zu bringen, und leisteten sich zu viele Fehler. Es gibt noch ein paar Dinge zu verbessern. Eine gute Gelegenheit, an der Stabilität zu arbeiten, bietet der Cup-Match vom kommenden Samstag gegen Zweitligist Rebstein.

Matchtelegramm: Ebnat-Kappel I – Weesen II 4:1 (2:0). – Untersand. – 65 Zuschauer. – SR: Van Tan Huynh. – Tore: 8. Anderegg 1:0. 60. Stäheli 2:0. 68. Qalaj 3:0. 75. Thoma 3:1 (Penalty). 86. Steiner 4:1. Ebnat-Kappel: Rohner; Rütsche (76. D. Aerne), Hinterberger, Büsser, S. Brunner; Stäheli, Anderegg, Landert (82. Mikulanin), Mikulanin (70. Elezi); Qalaj (86. Tschumper), Tschumper (46. Steiner).

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