Ebnat-Kappler 2:5 in Uznach – jetzt wird es ungemütlich

FUSSBALL. Nichts für schwache Nerven ist derzeit der Trainerjob in Ebnat-Kappel. Immer wieder neue Personalsorgen, diesmal mit einer Liste von Abwesenden, die so lang war wie jene der auf dem Matchblatt aufgeführten Kaderspieler.

Walter Züst
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Trainer Jürg Stadelmann ist derzeit nicht zu beneiden. (Bild: Walter Züst)

Trainer Jürg Stadelmann ist derzeit nicht zu beneiden. (Bild: Walter Züst)

FUSSBALL. Nichts für schwache Nerven ist derzeit der Trainerjob in Ebnat-Kappel. Immer wieder neue Personalsorgen, diesmal mit einer Liste von Abwesenden, die so lang war wie jene der auf dem Matchblatt aufgeführten Kaderspieler. So standen beim Gastspiel in Uznach neben zwei Spielern der zweiten Mannschaft (A. Ibraimi und Ch. Tschumper) auch drei Junioren in der Startformation. Dass die Mannschaft dem Absteiger aber auch so tüchtig einzuheizen verstand, verdient Respekt, zu Punkten reichte es trotzdem nicht. Neun Punkte Rückstand auf das verlustpunktlose Spitzenduo Bütschwil II und Wagen I, zwei Punkte vor dem Tabellenletzten Bazenheid II und auf gleicher Höhe mit dem Tabellenvorletzten Linth 04 IIIa – die Erfolglosigkeit der letzten Wochen führt den letztjährigen Tabellenzweiten Ebnat-Kappel I derzeit in eine «kleinere Krise».

Doppelschlag von Tschumper

Trainer Jürg Stadelmann: «Gut gekämpft, aber wieder nichts, was uns weiterbringen würde. Nach verpenntem Start mit zwei frühen Gegentoren reagierten die Jungs glänzend und arbeiteten sich mit zwei Treffern wieder heran. Das dritte Gegentor hätte nicht sein müssen und führte als Konsequenz die Entscheidung herbei.» Die Ebnat-Kappler wurden für den Kaltstart böse bestraft. Beim Freistoss in der 7. Minute liess Thoma den Ball nach vorne abprallen, die Verteidiger reagierten nicht, und Ameti war zur Stelle (1:0). Zwei Minuten später bekam die Hintermannschaft den Ball nicht weg, und die Gasterländer trafen im dritten Anlauf zum 2:0. Durch den Doppelschlag wachgerüttelt, suchten in der Folge auch die Toggenburger gezwungenermassen ihr Glück vermehrt in der Offensive. Yannis Tschumper nutzte zwei dieser Möglichkeiten: Beim Anschlusstreffer zum 2:1 leistete Steiner mit einer guten Flanke die Vorarbeit (31.), beim 2:2 in der 44. Spielminute glänzte erneut Steiner als Vorbereiter. Nach der Pause vermochten sich weder die Platzherren noch die Gäste entscheidende Vorteile zu verschaffen. Es brauchte einen Aussetzer in der Ebnat-Kappler Abwehrreihe, bis in dieser ausgeglichenen Phase Entscheidendes geschah. Die Gastgeber nahmen das Geschenk an und rissen die Führung wieder an sich. Es folgten jene Szenen, die für Aufreger sorgten. Zuerst «stahl» der Spielleiter den Gästen eine vielversprechende Vorteilsposition (78.), zwei Minuten später zog ein Uzner Stürmer aus Abseitsposition aufs Tor und erhöhte auf 4:2.

Fragwürdiger Ausschluss

Das 5:2 in der 88. Spielminute war nur noch Zugabe. Ärgerlicher war, dass Doppeltorschütze Yannis Tschumper wegen einer angeblichen Tätlichkeit vom unsicheren Schiedsrichter die rote Karte gezeigt bekam.

Matchtelegramm: Uznach I – Ebnat-Kappel I 5:2 (2:2). – Sportplatz Benknerstrasse. – 60 Zuschauer. – SR: Herbert Kessler. – Tore: 7. Ameti 1:0. 9. Buser 2:0. 31. Y. Tschumper 2:1. 44. Y. Tschumper 2:2. 71. Ameti 3:2. 80. Buser 4:2. 88. Ameti 5:2. Ebnat-Kappel: Thoma; Chr. Tschumper, A. Ibraimi, Blatter, Hug (30. Bucher); Stäheli, De Salvador, Anderegg, Steiner (80. Hinterberger); Roth (20. Y. Tschumper), Diener. – Abwesend: Landert, Büsser (Ausland), Mikulanin, Elezi, Rohner, Aerne, Fent (verletzt), Rütsche (Ferien) und Qalaj. Verwarnungen: Blatter, Anderegg, zweimal Gelb für die Platzherren; Ausschluss: Y. Tschumper (83.).