EBNAT-KAPPEL: Perfektes Wetter für die Viehschau

341 Tiere wurden am vergangenen Samstag in Ebnat-Kappel an der Viehschau den Experten gezeigt. Höhepunkt war auch in diesem Jahr die Wahl der Miss.

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Die sennische Auffuhr zum Schauplatz ist immer eine Augenweide. (Bild: PD)

Die sennische Auffuhr zum Schauplatz ist immer eine Augenweide. (Bild: PD)

Vergangenen Samstag war in Ebnat-Kappel Viehschau. Nach einer kalten Nacht erwachte ein wunderschöner Herbsttag. Schon früh machten sich die Ebnat-Kappler Bauern und Bäuerinnen mit ihren Tieren auf den Weg Richtung Viehschauplatz Gill. Kurz vor neun Uhr trafen die ersten dort ein. Einige Landwirte kamen sennisch zur Viehschau, was die vielen Besucher entlang der Hauptstrasse erfreute. Herrlich war es zu sehen, wie die Bauernfamilien ihre herausgeputzten Tiere zum Schauplatz brachten.

Fünf Experten rangierten 341 Tiere

Es waren insgesamt 14 Landwirte die mit total 341 Tieren auffuhren. Auf dem Schauplatz wurden die Tiere von den fleissigen Umbindern in Empfang genommen. Diese jungen Burschen hatten nun alle Hände voll zu tun. Denn es galt jedes Tier in der entsprechenden Abteilung anzubinden. Zügig kehrte auf dem Schauplatz Ruhe ein. Bald waren die Kühe und das Jungvieh an ihrem Platz.

Die fünf Viehexperten, welche vom Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen der Viehschau Ebnat-Kappel zugeteilt worden sind, hatten nun den Auftrag, jede der 36 Abteilungen zu rangieren. An die Arbeit machten sich Josef Fuster aus Wolfhalden, Marco Wildhaber aus Flumserberg, Markus Wickli aus Ennetbühl und Markus Dörig aus Haslen. Als Jungviehexperte amtete Gebi Zeller aus Niederbüren. Die Experten hatten ihre Arbeit mit Hilfe der Umbinder schnell erledigt. Die Bauern wollten nun wissen, wie ihre Tiere abgeschnitten haben, auf welchem Platz sie stehen. Auch neugierige Besucher liefen durch die Reihen der angebundenen Tiere und schauten sich die Kühe, Rinder, Galtlinge und Kälber an. Auf dem Platz war ein Stier anwesend. Die Festwirtschaft wurde auch dieses Jahr von der Trachtengruppe Ebnat-Kappel geführt. Die Helfer hatten viel Arbeit. Beim nachmittäglichen Sonnenschein und warmem Herbstwetter herrschte eine fröhliche Stimmung.

Gespanntes Warten auf die Vergabe der Preise

Um 13 Uhr begann das Nachmittagsprogramm. Ernst Bohl kommentierte die Programmpunkte. Im mit Stroh vorbereiteten Ring wurden viele Tiere von den Umbindern vorgeführt, und die Experten begründeten ihre Platzierungsentscheide.

Es wurden folgende Titel vergeben: Dä schönscht Jöhrlig, «Miss Rind», Fitness-Kühe, Schöneuter jüngere und Schöneuter ältere sowie Schönster Zweitmelk. Zum vierten Mal wurde auch ein Mutter-Tochter-Wettbewerb durchgeführt. Die Landwirte konnten jeweils eine Mutter mit ihrer Tochter präsentieren. Zwei Experten haben die Paare rangiert, welche die Erwartungen im Bezug auf die Zusammengehörigkeit erfüllten. Als Höhepunkt wurde am Schluss die «Miss Ebnat-Kappel» gekürt. (pd)