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EBNAT-KAPPEL: Grünes Licht für Kiosk beim Skilift Tanzboden

Die Genossenschafter des Skilifts Tanzboden stimmten vergangenen Freitag an ihrer Generalversammlung dem Ersatzneubau ihres Kiosks zu. Dieser soll sich in die Umgebung und die Landschaft einfügen.
Patricia Wichser
Rechts das Kioskprojekt und links die Diskussionen dazu. Martin Frei (rechts) hält an Nachhaltigkeit und Innovation fest. (Bild: Patricia Wichser)

Rechts das Kioskprojekt und links die Diskussionen dazu. Martin Frei (rechts) hält an Nachhaltigkeit und Innovation fest. (Bild: Patricia Wichser)

Patricia Wichser

redaktion@toggenburgmedien.ch

Martin Frei, Verwaltungsratspräsident des Skilifts Tanzboden, lieferte saubere Fakten an der ausserordentlichen Generalversammlung im evangelisch-reformierten Kirchgemeindezentrum Ebnat-Kappel: der Zustand des alten Kiosks, die Argumente für das Projekt, die strategischen Überlegungen und die Vorabklärungen zu Kosten und Finanzierung. Die Gesamtkosten und die Finanzierung wurden dann aber seitens Genossenschafter doch kritisch hinterfragt. Eigentlich gaben sie eher oranges statt grünes Licht: Der Antrag des Verwaltungsrates wurde in abgeänderter Form angenommen: Nicht 172730 Franken (plus/minus zehn Prozent) soll der Bau kosten, sondern maximal 172730 Franken.

Bald ein Sicherheitsrisiko

Martin Frei klärte den Zustand des bestehenden Kiosks im Herbst mit einem Ingenieur ab. Resultat: Vor allem die Sonnenterrasse könnte schon bald zum Sicherheitsrisiko werden. Mit dem Fundament (Pfeilerbefestigung) steht es gar nicht zum Besten. «Dazu kommt, dass die Küche sanierungsbedürftig ist und der Arbeitsplatz nicht mehr dem heutigen Standard genügt», schildert der Verwaltungsratspräsident die Situation. Das Grundstück wurde 2017 erworben, daher ist der Abbruch und ein neues Projekt möglich. «Wir gingen zunächst auch von einem Kleinprojekt aus. Ein Gartenhäuschen oder auch die Variante Container wurde geprüft. Schlussendlich mussten wir einsehen, dass wenn etwas gebaut werden soll, dann muss es nachhaltig sein und Freude bereiten», argumentierte Martin Frei.

Der Neubau soll sich der Umgebung, der Landschaft einfügen. Daher arbeitete die Projektgruppe mit Res Bächler, Rudolf Fässler, Daniel Hartmann, Roman Holenstein, Hans Looser, Martin Frei, Christian Dellenbach, Christian Vetsch, Anneliese Bleiker und Beni Kuratli, mit verschiedenen Umweltverbänden zusammen und wählten als Architekten Jörg Rüesch, welcher ein Fachmann im Heimatschutz ist.

Mehrwert dank Investition

Mit der Investition wird ein Mehrwert des Tanzbodens erzielt. Man hat an Attraktivität gewonnen. Besonders Familien, welche im eher schattigen Hang skifahren, dürften einen warmen Gastraum schätzen. Die Projektgruppe arbeitete mit «Ski Alpin-Abfahrtstempo»: Am 12. Januar war der Kick-off, dann folgten Vorprojektstudien und nach eineinhalb Monaten stand das Projekt mit Architekt Jörg Rüesch. Anfang März wurde die Baueingabe gemacht. Im Mai stünde die Finalisierung bevor, im Juni die Baufreigabe, im Juli die Arbeitsvergaben und der Abbruch, im August der Aufbaustand und am kommenden 11. November ist das Eröffnungsfest geplant.

Der Neubau misst 9,2 Meter auf fünf Meter, bietet im ­Gastraum Platz für 20 Personen, eine Sonnenterrasse, ein kleines ­Reduit und einen funktionellen Küchenbereich. Die Fassade ist aus Holz vorgesehen und eine grosse Glaswand ermöglicht es, auch im Gastraum das Panorama zu geniessen. Der Unterbau ­besteht aus Beton-Stahlpfeilern. Der Architekt bescheinigte eine ­approximative Kostenschätzung von 172730 Franken. Alleine die Rohbau-Summe wird auf 103000 Franken geschätzt (Montagebau in Holz (89000 Franken), Baumeisterarbeiten, Stahlbeton, Stahlbau).

Aus finanziellen Eigenmitteln

Martin Frei erklärte, dass die Genossenschaft ein Vermögen von 380000 Franken besitzt (das Genossenschaftskonto miteinberechnet). Ein weiteres Ziel wäre, dass in nächster Zeit die Anzahl Anteilscheinzeichnung erhöht würde und dass einiges an Bauarbeiten in Eigenleistung erarbeitet würde. Er betonte hier aber auch, dass die Handwerker in der Region berücksichtigt würden und kein Preisdumping betrieben werde.

Die Finanzen waren auch das Hauptthema bei der anschliessenden Umfrage. Gibt es die nächsten Jahre noch weitere Investitionen? Reicht das Eigenkapital dann noch aus für finanzielle Notfälle oder schneearme Winter? Gibt es keine günstigere Variante? Warum ist es nur eine approximative Kostenrechnung? Warum gibt es keine grössere Beteiligung seitens Gemeinde? Martin Frei zeigte sich zuversichtlich den approximativen Betrag nicht zu überschreiten, gerade weil noch Eigenleistung miteinspielt und dass man teilweise günstigere Alternativen prüfen würde (Elementbau).

Die Genossenschafter blieben etwas skeptisch und erreichten, dass der Antrag des Verwaltungsrates mit einem Kostendach verriegelt wurde. Der Antrag für den Kapitalbezug mit einem Kostendach von 172730 Franken für den Bau des Kiosks, aus den vorhandenen flüssigen Mitteln der Genossenschaft zu entnehmen und damit den Kiosk gemäss präsentiertem Projekt zu bauen, stiess bei der Mehrheit der 50 anwesenden Genossenschafter auf Zustimmung. Das Kioskprojekt ist dem 11. November 2018 ein Stück ­näher.

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