EBNAT-KAPPEL: Glasfaser-Erschliessung kommt voran

Auf Montag, 26. März, hatte die Dorfkorporation Ebnat-Kappel zu ihrer Korporationsversammlung eingeladen. 57 Stimmbürgerinnen und -bürger kamen.

Kathrin Bucher-Schwarz
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Eine der 16 POP-Hauptverteiler-Kabinen. (Bild: PD)

Eine der 16 POP-Hauptverteiler-Kabinen. (Bild: PD)

In einem ersten Teil berichtete Betriebsleiter Thomas Rütsche über einige aktuelle Themen. So zeigte er zum Beispiel auf, dass die Dorfkorporation Ebnat-Kappel sämtliche Hochspannungsleitungen bereits seit zwei Jahren vollständig verkabelt hat und es auch bei der Niederspannung nur noch drei Prozent Freileitungen gibt. Danach fragte er die Anwesenden, ob sie eine Ahnung hätten, wie viele Strassenbeleuchtungs-Kandelaber die Dorfkorporation betreibt. Es sind 704 Stück, davon sind seit letztem Jahr die ersten 16 mit LED-Leuchten bestückt. Unter dem Thema Wasserversorgung zeigte er Bilder von speziellen Situationen im Leitungsbau. In der ARA wurde vergangenes Jahr das Blockheizkraftwerk (BHKW) ersetzt. Mit diesem wird aus Faulgas nebst Wärme auch Strom produziert.

Einen Schwerpunkt im Jahr 2017 bildete das Glasfaserprojekt. In sechs Monaten wurde bereits rund die Hälfte der 125 Kilometer Netzkabel durch die Firma Arnold AG eingezogen und durchgespleisst. Diese Arbeiten sollten diesen Herbst abgeschlossen werden können. Damit das bestehende Kabelfernseh-Netz abgeschaltet werden kann, müssen ebenfalls die erforderlichen Anpassungsarbeiten in den einzelnen Wohnungen durch die Dorfelektriker-Firmen ausgeführt sein. Diese umfangreichen Arbeiten, deren Kosten die Dorfkorporation Ebnat-Kappel vollständig übernimmt, werden bis gegen Ende 2019 dauern. Als Spezialität von Ebnat-Kappel erwähnte Thomas Rütsche, dass die Dorfkorporation als eines der wenigen Versorgungsunternehmen proaktiv auch die Aussengebiete mit Glasfasern erschliesst. So war dies zum Beispiel Ende 2017 bei sämtlichen 35 Liegenschaften im Gebiet Hüsliberg-Vogtberg bereits der Fall. Voraussetzung für das Erschliessen ist das Vorhandensein der Rohranlage. Wie Thomas Rütsche zu Beginn bei der Stromversorgung erwähnte, ist dies dank dem hohen Verkabelungsgrad schon heute fast überall erfüllt. Damit das ganze Projekt in der kurzen Zeit von zweieinhalb Jahren durchgezogen werden kann, sind sämtliche Beteiligten weiterhin stark gefordert.

Im zweiten Teil führte der Präsident, Walter Scheiwiller, durch die offizielle Versammlung. Dabei waren nicht mehr viele Erklärungen notwendig, da die wichtigsten davon schon im Jahresbericht 2017 erwähnt sind. Die Stimmbürger genehmigten Rechnung und Budget ohne Wortmeldungen. Unter Varia wurden die zwei neuen Mitarbeiter, Beat Anderegg (Klärwerkmeister) und Roger Bösch (Betriebsassistent) vorgestellt. Sie und das weitere Personal sowie die Verwaltungsratsmitglieder standen auch während des anschliessenden Apéros für Fragen zur Verfügung.

Kathrin Bucher-Schwarz