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EBNAT-KAPPEL: Giesskanne oder Kompromiss

Die Revision der Sozialversicherungen kommt im September an die Urne. Von Befürwortern und Gegnern werden die unterschiedlichsten Meinungen präsentiert.
Stefan Füeg
Engagierte Diskussion: Dario Sulzer, Gesprächsleiter Urs M. Hemm sowie Simon Seelhofer (von links). (Bild: Stefan Füeg)

Engagierte Diskussion: Dario Sulzer, Gesprächsleiter Urs M. Hemm sowie Simon Seelhofer (von links). (Bild: Stefan Füeg)

Zwei Protagonisten, Dario Sulzer von der SP und Simon Seelhofer von der FDP, der eine für ein Ja an der Urne, der andere für ein Nein, erläuterten an einer Podiums­diskussion in Ebnat-Kappel vorgestern Montagabend ihre Meinungen.

Wo liegen die Vorteile, wo liegen Nachteile der Vorlage, dies versuchte Gesprächsleiter Urs M. Hemm, der stellvertretende Chefredaktor des «Toggenburger Tagblatts», von den Gesprächspartnern zu erfahren. Dies unter Einbezug des Publikums. Worum geht es? Da waren sich die beiden Referenten einig. «Immer mehr Personen werden immer älter, dies belastet die Sozialversicherungen, die müssen immer länger Renten bezahlen.» Wobei beide darauf hinwiesen, dass zum Glück die Bevölkerung älter werde und diesen Lebensabschnitt geniessen könne.

In der Vorlage soll für Neurentnerinnen und -rentner der monatliche Betrag um 70 Franken steigen, gleichzeitig soll das Rentenalter für die Frauen auf 65 angehoben werden, die Mehrwertsteuer «minim» erhöht und der Umwandlungssatz in der 2. Säule gesenkt werden. Die geplante Erhöhung um 70 Franken monatlich war denn auch im Publikum das grosse Problem, respektive die grosse Aufregung. «Warum wird da wieder mal mit der Giesskanne angerichtet, ­warum erhalten auch Millionäre diese Erhöhung», so oder ähnlich tönten die Argumente. Klar sei dies, so Sulzer, nicht gerade das Gelbe vom Ei, aber es habe im Parlament ein Kompromiss gesucht und gefunden werden müssen. Simon Seelhofer kritisierte dies. Und erwähnte, dass nach einer allfälligen Annahme der Vorlage die AHV langsam, aber sicher finanziell ausbluten werde. Spätestens im Jahr 2030 würden Milliardenlöcher entstehen. Sein Kontrahent auf dem Podium, Dario Sulzer, wollte dies wiederum nicht stehen lassen und meinte, dass mit der jetzigen Vorlage eben genau dies vermieden werde. Im Saal des «Löwen» war nach Abschluss des Podiums eigentlich nur eines klar: Dass weiterhin viel in der Schwebe bleibt. Niemand, auch die beiden Referenten nicht, weiss, wie es nach einem Ja oder Nein im September an der Urne in ein paar Jahren aussehen wird.

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