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«Ebnat-Kappel bietet für alle etwas»

Mit der Stelle als Bahnhofvorstand in Ebnat-Kappel übernahm Markus Beeler das Verkehrsbüro und kam in den Vorstand des Verkehrsvereins. Nach 18 Jahren als Präsident übergibt er das Amt nun an Patrick Zollinger.
Sabine Schmid
Markus Beeler übergibt das Präsidentenamt nach 18 Jahren. (Bild: Sabine Schmid)

Markus Beeler übergibt das Präsidentenamt nach 18 Jahren. (Bild: Sabine Schmid)

Sie haben sich seit 25 Jahren im Vorstand des Verkehrsvereins Ebnat-Kappel engagiert, seit 1998 als Präsident. Mit welchem Gefühl geben Sie das Amt nun weiter?

Markus Beeler: Ich gebe das Präsidium mit Freuden weiter, denn in den vergangenen 25 Jahren konnte ich einiges erreichen, und das erfüllt mich mit Stolz. Mit Patrick Zollinger haben wir einen tollen Nachfolger gefunden, der den Verein weiterführt. Er bringt das notwendige Know-how mit und das «Gspüri» für das Dorf und die Bevölkerung. So gesehen bin ich erleichtert, dass ich die Verantwortung des Amts abgeben kann. Damit die Übergabe reibungslos klappt, werde ich aber noch ein Jahr lang im Vorstand mitarbeiten.

Welches war für Sie das tollste Erlebnis?

Beeler: Am eindrücklichsten war die Übertragung der Fernsehsendung «Bsuech in…» Anfang der 1990er-Jahre direkt vom Bahnhofplatz in Ebnat-Kappel. Der ganze Platz war vollbesetzt, die Dorfvereine sind aufgetreten, und die Stimmung war grandios. Nebenbei hat die Bodensee-Toggenburg-Bahn, mein damaliger Arbeitgeber, einen Pendelzug auf den Namen Ebnat-Kappel getauft. Eine besondere Erinnerung ist zudem, dass sich der Moderator Kurt Zurfluh in der Stube unserer Wohnung im Obergeschoss des Bahnhofs für die Fernsehsendung umgezogen hat.

Warum lohnt es sich, nach Ebnat-Kappel zu reisen?

Beeler: Es lohnt sich, ins Toggenburg zu reisen. Ebnat-Kappel ist besonders, weil das Dorf grösser ist und in die bewachsenen Hügel eingebettet ist. Mit den Wanderwegen, dem Sinnepark und der Badi im Sommer sowie dem Skilift und der Loipe im Winter bietet Ebnat-Kappel etwas für alle. Aber auch wer Ruhe sucht, ist in Ebnat-Kappel richtig. Zudem ist das Dorf zentral gelegen und kann von einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr profitieren.

Wie hat sich der Tourismus in den vergangenen Jahren verändert?

Beeler: Der Trend, weniger lange Ferien zu machen, hat sich auf die Übernachtungszahlen ausgewirkt. Viele Hotels, darunter auch der Kapplerhof, mussten schliessen. Wir haben in Ebnat-Kappel zum Glück noch einige Skihäuser und rund 200 Ferienhäuser, die nach wie vor gut belegt sind. Die damit eingenommenen Kurtaxen sind eine wichtige Einnahmequelle für den Verkehrsverein.

Welche Bedeutung hat der Verkehrsverein in Ebnat-Kappel heute?

Beeler: Der Verkehrsverein ist sowohl für die Gäste als auch für die Bevölkerung da. Er übernimmt verschiedene Aufgaben: Er unterhält die Wanderwege, schaut zu den Bänkli, druckt Prospekte und führt den Veranstaltungskalender und vertritt das Dorf gegen aussen. Dazu organisiert der Verkehrsverein die Bundesfeier sowie Empfänge für Vereine und Persönlichkeiten. Er stellt sicher, dass die Leute die Informationen bekommen, die sie sich wünschen. Ich finde es gut, dass diese Arbeiten nicht von der Gemeinde gemacht werden, denn im Verein steckt wirklich Herzblut dahinter.

Also sind Sie überzeugt, dass es einen Verkehrsverein braucht.

Beeler: Ja. Wir sind zwar seit der Schliessung des «Kapplerhofs» finanziell von der Gemeinde abhängig. Aber wir konnten in den vergangenen Jahren immer wieder Mitglieder für den Vorstand finden, die sich engagieren. Dafür braucht es Enthusiasmus, und es zeigt mir, dass die Ebnat-Kappler den Verkehrsverein als notwendig betrachten.

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