EBNAT-KAPPEL: Absolute Lieblinge an der «Bächen-Chilbi»

Mit vielen Auftritten wurden die Gäste der «Bächen-Chilbi» am Sonntag musikalisch und gesanglich verwöhnt. Einen Topauftritt legten die Rickner Buebe hin.

Beatrice Bollhalder
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Die Rickner Buebe Tobias Bachofen, Florin Ziegler sowie Matthias Rüegg (von links) sangen an der «Bächen-Chilbi» von der Liebe.

Die Rickner Buebe Tobias Bachofen, Florin Ziegler sowie Matthias Rüegg (von links) sangen an der «Bächen-Chilbi» von der Liebe.

Beatrice Bollhalder

redaktion@toggenburgmedien.ch

Ein junges talentiertes Trio, die Rickner Buebe, waren die absoluten Lieblinge an der diesjährigen «Bächen-Chilbi». Die Gastgeber der Chilbi haben als ­Speerchütz die Chilbibesucher unterhalten. Mit dabei waren auch der Jodelclub Thurtal, das Jodlerduett Baiz aus dem Allgäu sowie zwei Alphornspieler.

Die relativ kühlen Temperaturen – im Gegensatz zu den vergangenen Wochen – und auch der Nieselregen haben am Sonntag viele Fans von Jodelgesang und volkstümlicher Musik nicht davon abgehalten, auf die schattenhalb gelegene Bächen zu wandern. Angesagt war die jährliche Chilbi auf der Alp oberhalb von Ebnat-Kappel. Die Familie von Köbi Roth hat eingeladen und gerade die Bauernfamilien aus dem Tal mussten es sich nicht lange überlegen, da an diesem Tag ohnehin nicht ans Emden gedacht werden musste. Im extra aufgestellten Zelt konnte der Tag bei viel Musik und Gesang genossen werden.

Verständliches aus dem Allgäu

Und gleich der Auftakt liess aufhorchen. Auf der Bühne haben sich Tobias Bachofen, Florin Ziegler und Matthias Rüegg mit ihren Schwyzerörgeli positioniert. Die zwischen 13 und 15 Jahre alten Musikanten spielten eine Melodie um die andere. Die Rickner Buebe, so nennen sie sich, erfreuen schon seit ein paar Jahren die Freunde volkstümlicher Musik. Die Nachwuchsformation kam beim Publikum sehr gut an, beim Stück «Alls was bruuchsch uf dr Wält, das isch Liebi» sang es gar mit.

Bekannte Jodellieder und Naturjodel stimmte der Jodelclub Thurtal schliesslich an. Allerdings glaubte es ihnen keiner, als sie sangen, dass es jetzt z’Alp geht. Denn auch zwischen Wildhaus und Alt St. Johann – von dort stammen die Jodler – hat man sein Vieh schon längst auf die Alp getrieben.

Einen anderen, aber durchaus verständlichen Dialekt, brachte das Jodlerduett Baiz mit. Susanne und Konrad Baiz stammen aus dem Allgäu. Sie sind Bekannte der Gastgeberfamilie und statteten damit einen Gegenbesuch im Toggenburg ab. Die beiden lieben das Singen. Ausserdem betreiben sie einen Bauernhof und damit fehlte es ihnen nicht an Gesprächsthemen in dieser Runde. Gerold Scherrer, der häufig bei seinen Wanderungen ein Alphorn mitträgt und es bei Bedarf erklingen lässt, wurde an der «Bächen-Chilbi» von einem Kollegen unterstützt. Köbi Zollinger hat zur Freude der Gäste sein Instrument ebenfalls auf die Alp getragen.

Die beiden unterhielten die Zuhörer mit schönen Melodien. Als alle Gäste begrüsst und verpflegt waren, hatten auch die Gastgeber endlich Zeit für einen Auftritt. Köbi Roth betrat mit seinen beiden Töchtern Maja Roth und Marianne Tschumper-Roth die Bühne. Als Speerchütz bezaubern die drei schon seit Jahren mit schönen Jodelgesängen. Und auch am Sonntag bekam das Trio viel Applaus.

Abwechselnd betraten die verschiedenen Formationen die Bühne und unterhielten das Pu-blikum bis zum frühen Abend.