Eberle im Regenwald

Eberle AG, das Herisauer Unternehmen für Garten- und Landschaftsbau, hat zum zweiten Mal im Masoala-Regenwald des Zoos Zürich einen Grossauftrag ausgeführt. Es ist ein viel beachteter Baumkronen-Weg entstanden.

René Bieri
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Vor dem Modell eines der beiden Stahltürme für den Baumkronen-Weg in der Masoala-Halle des Zoos Zürich stehen (von links) Projektleiter Toni Eberle, Martin Bauert, Kurator des Zoos Zürich, sowie Erwin Schlatter, Bauleiter bei der Eberle AG.

Vor dem Modell eines der beiden Stahltürme für den Baumkronen-Weg in der Masoala-Halle des Zoos Zürich stehen (von links) Projektleiter Toni Eberle, Martin Bauert, Kurator des Zoos Zürich, sowie Erwin Schlatter, Bauleiter bei der Eberle AG.

HERISAU. Der 30. Juni 2003 war im Zoo Zürich der Tag der mit Spannung erwarteten Eröffnung der weltweit grössten Regenhalle. Seither erleben die Besucherinnen und Besucher einen der tier- und pflanzenreichsten Lebensräume live. In der Masoala-Halle finden sich Tiere und Pflanzen, die auf der Masoala-Halbinsel in Madagaskar mit ihrer stark bedrohten Artenvielfalt leben. Der Masoala-Regenwald im Zoo Zürich ist in Bezug auf seine Grösse und die Authentizität weltweit einzigartig. Über einen gewundenen Hauptweg entdecken die Besucher den Regenwald und die sich frei bewegenden Tiere. Diese Attraktion stösst bei Besuchern und in Fachkreisen auf grosses Interesse und hat zu einer nachhaltigen Steigerung der Besucherzahlen im Zoo Zürich beigetragen.

Halle bepflanzt

Eberle Herisau erhielt damals gegen eine starke Zürcher Konkurrenz den Auftrag. «Einerseits haben wir mit dem Preis mithalten können, doch entscheidend war die angebotene technische Lösung und das logistische Konzept», sagte Toni Eberle damals gegenüber der Appenzeller Zeitung. Rund 800 bis 13 Meter hohe Bäume, 1200 Kleinbäume, 10 000 Kleinpflanzen, 2000 Wasserpflanzen sowie 3000 Orchideen wurden vom Eberle-Team in der grossen Halle gesetzt.

Blick in die obere Etage

Zehn Jahre nach der Einweihung des Masoala-Regenwaldes ist nun ein für die Besucher begehbarer Baumkronen-Weg entstanden. Denn: Was sich im Masoala-Regenwald auf Augenhöhe abspielt, ist für die Besucher des Zoos gut zu beobachten. Das Treiben in den oberen Etagen ist hingegen nicht immer so einfach einsehbar. Doch auch diesen Einblick ist nun möglich. Nach den guten Erfahrungen vor zehn Jahren haben die Verantwortlichen des Zoos Zürich für die technisch anspruchsvollen Arbeiten wiederum die Herisauer Firma Eberle Landschaftsbau als Totalunternehmer beauftragt. Somit war das Ostschweizer Unternehmen für die Projektabwicklung von der Planung bis zur Fertigstellung verantwortlich und koordinierte nicht nur alle am Bau beteiligten Firmen, sondern übernahm auch einen wesentlichen Anteil der Ausführungsarbeiten.

Weg durch die Baumkronen

Die beiden 18 und 10 Meter hohen Stahltürme wurden mit einem Baumkronen-Weg verbunden. Die Stahlkonstruktion ist mit madagassischen Pflanzen begrünt und in den Regenwald integriert. In der Mitte des grossen Turmes wird ein Baum in die Höhe wachsen, so dass die Besucher des Zoos entlang eines Baumstammes in die Kronenschicht aufsteigen können.

Seit Herbst war eine Bauequipe von Eberle mit dem Projektleiter Toni Eberle und dem örtlichen Bauleiter Erwin Schlatter an der Arbeit.

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