Grösste E-Mobil-Rallye der Welt macht Zwischenstopp in Trogen

Auf dem Schulareal der Kantonsschule tummeln sich am Montag für einmal nicht nur Schüler, sondern auch verschiedenste Fahrzeuge. Grund dafür ist die Wave Trophy, die grösste rollende E-Mobil-Veranstaltung der Welt.

Alessia Pagani
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Weit ist der Weg, abwechslungsreich die Strecke: Die Fahrer verschaffen sich nach der Ankunft in Trogen einen Überblick auf der Karte. (Bild: Alessia Pagani)

Weit ist der Weg, abwechslungsreich die Strecke: Die Fahrer verschaffen sich nach der Ankunft in Trogen einen Überblick auf der Karte. (Bild: Alessia Pagani)

Ein Zeichen gegen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und den Klimawandel setzen und zeigen, dass die E-Mobilität eine sinnvolle Lösung für die Zukunft ist – das ist das Ziel der Wave Trophy. Die grösste rollende E-Mobil-Veranstaltung der Welt machte am Montag Zwischenhalt an der Kantonsschule Trogen. Organisiert wurde der Event durch die Kanti Trogen, die Schülerorganisation und die Energiekommission der Mittelländer Gemeinde.

Auf dem Schulareal konnten sich Schülerinnen und Schüler, Behörden und die interessierte Bevölkerung einen Überblick über die Vielfalt von elektrisch betriebenen Fahrzeugen machen. Mit am Start waren auch wenige Motorräder, einige E-Bikes und ein Lieferwagen. Die Anwesenden erfuhren Wissenswertes über den Energieverbrauch und die Reichweiten und konnten den Fahrern Fragen stellen, welche ihnen schon lange unter den Nägeln brannten.

Die Fahrerinnen und Fahrer preisen ihre E-Mobile dem Publikum an. (Bild: Alessia Pagani)

Die Fahrerinnen und Fahrer preisen ihre E-Mobile dem Publikum an. (Bild: Alessia Pagani)

Für die Verantwortlichen der Kantonsschule Trogen war der Zwischenstopp der Wave Trophy auf dem Schulareal eine gute Möglichkeit, den Jugendlichen die Thematik näher zu bringen. «Unsere Idee war es, einen schulischen Schwerpunkt auf dieses Thema zu setzen», sagte der Medienverantwortliche der Kantonsschule, Nicolai Kozakiewicz. So hätten die Kanti-Verantwortlichen darauf geachtet, dass während des zweistündigen Zwischenstopps in Trogen alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit erhielten, die Fahrzeuge zu begutachten – bevor es nach einer kurzen Zwischenverpflegung am Nachmittag für die Fahrer weiterging via Eschen im Fürstentum Liechtenstein und Chur nach Flims.

1600 Kilometer quer durch 26 Kantone

Die «World Advanced Vehicle Expedition», wie die Wave eigentlich heisst, feiert ihre zehnte Ausgabe mit einer wahren Tour de Suisse. Sie ist am Samstag, 15. Juni, in Reinach bei Basel gestartet und führt noch bis 22. Juni quer durch alle 26 Kantone. Zu bewältigen sind 1600 Kilometer. Rund 63 E-Fahrzeuge, aufgeteilt in drei Gruppen, stehen dieses Jahr am Start. Mitmachen können sowohl Private wie auch Unternehmen. Die Teams erwartet ein abwechslungsreiches Programm – mit schönen Landschaften und Stopps in den verschiedensten Städten, auf Passhöhen und bei Unternehmen. «Es ist eine wunderschöne Möglichkeit, die Schweiz zu entdecken», sagt Teilnehmer Adrian Devenish, der seinen Nissan bei der Fahrerparade ebenso anpreist wie die übrigen Teilnehmer ihre E-Flitzer. Dies nicht von ungefähr: An jedem der rund 40 Orte, durch welche die Wave Trophy führt, werden Besucher aufgefordert, die Fahrzeuge zu bewerten. Als Siegprämie winkt ein Pokal. Auch müssen die Fahrerinnen und Fahrer sicherstellen, dass die Energie, die sie während der Wave verbrauchen, mit Solarenergie ins Netz eingespeist wird.

Die E-Mobil-Rallye entstand im Auftrag der UNO an Louis Palmer, der vor zehn Jahren als erster Mensch mit einem Solarmobil die Erde umrundet hatte. Dafür wurde er 2011 mit dem UN-Award «Champions of the Earth» ausgezeichnet. Das Motto hinter der E-Mobil-Rundfahrt heisst: «Dabei sein ist alles – let’s move the world!»

Hinweis

Weitere Informationen unter: www.wavetrophy.ch