Düsel und Schlegel überzeugen

Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich am letzten Sonntag vor nahezu 4000 Zuschauern 150 Nachwuchsschwinger zum Saisonhöhepunkt, dem Eidgenössischen Nachwuchsschwingfest in Aarburg.

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Marcel Räbsamen, Damian Ott, Erwin Weber, Samuel Düsel, Sämi Schlegel, Beni Schlegel, Michael Lieberherr, Patrick Stadelmann (v. l.). (Bild: pd)

Marcel Räbsamen, Damian Ott, Erwin Weber, Samuel Düsel, Sämi Schlegel, Beni Schlegel, Michael Lieberherr, Patrick Stadelmann (v. l.). (Bild: pd)

NACHWUCHSSCHWINGEN. Samuel Giger im Jahrgang 1998, Peter Beer und Ronny Schöpfer im Jahrgang 1999 und Lukas Döbeli im Jahrgang 2000 feierten die Tagessiege in ihrer Kategorie. Samuel Düsel und Sämi Schlegel erkämpften sich den Doppelzweig für den Toggenburger Schwingerverband.

Zwei Doppelzweige

Als die 150 Jungschwinger am Morgen die Arena in Aarburg mit ihrem Team betraten, hatte der eine oder andere Jungschwinger bereits eine gewisse Nervosität. Dies machte sich auch in den ersten Gängen bemerkbar. So kam es, dass die Entscheidung in der jüngsten Kategorie bereits in den ersten Sekunden fiel. Mit dieser Nervosität hatten auch Samuel Düsel und Sämi Schlegel zu kämpfen. Der Wiler Düsel musste im ersten Gang gegen Marcel Wenger, Bruder des Schwingerkönigs Kilian, antreten und verlor in der ersten Minute. Sämi Schlegel seinerseits verlor seinen ersten Gang gegen den späteren Festsieger Lukas Döbeli ebenso. Trotz seiner Grösse von 1,92 Meter und den 90 Kilogramm fand er gegen den 109-Kilo-Mann aus dem Aargau kein Rezept beim Anschwingen. Die beiden Sennenschwinger liessen sich durch diese Niederlage nicht einschüchtern und gewannen den zweiten Gang souverän. Schlegel machte mit Fabian Staudenmann kurzen Prozess, Düsel besiegte den Südwestschweizer Grégory Marièthoz am Boden. Vor der Mittagspause musste sich Strassenbau-Lehrling Düsel noch eine Niederlage im dritten Gang schreiben lassen. Patrick Betschart beförderte ihn platt ins Sägemehl. Auch für den «Hemberger» Schlegel war der dritte Gang mit einem Punktverlust gezeichnet. Gegen Remo Blatter aus dem Berner Schwingerverband fand er kein Rezept und musste die Punkte teilen.

Nach der Pause ging der Schwingbetrieb um 13 Uhr wieder weiter. Der Doppelzweig war für diverse Jungschwinger noch in Reichweite. Samuel Düsel und Sämi Schlegel liessen nichts mehr anbrennen und besiegten ihre drei Gegner am Nachmittag gekonnt. Kantischüler Schlegel landete nach sechs Gängen im Schlussrang 3b. Düsel seinerseits im vierten Schlussrang. Somit sicherten sich beide den begehrten eidgenössischen Doppelzweig. Dem Wiler Damian Ott fehlte am Schluss genau das berühmte «Vierteli» für die Auszeichnung.

Sieben Zweige, ein Festsieg

Insgesamt wurden 46 Zweige in den drei Kategorien verteilt. Der Innerschweizer Schwingerverband erkämpfte sich 19, der Berner 15, die Ostschweizer 7, die Südwestschweizer 3 und die einheimischen Nordwestschweizer 2 Doppelzweige. Mit Samuel Giger in der ältesten Kategorie sicherten sich die Ostschweizer einen Sieg. Die Innerschweizer und Berner feierten den Sieg im Jahrgang 1999 und die Nordwestschweizer in der jüngsten Kategorie.

Dank des Erfolgs von Giger «verschönert» sich die Bilanz der Ostschweizer leicht. Der Thurgauer dominierte das Fest von der ersten bis zur letzten Sekunde und hatte am Schluss einen Vorsprung auf den Zweitklassierten von 1,5 Punkten. Bei den Nordostschweizer Schwingern hatten diverse die Chance auf den Doppelzweig.

Verlust von zwei Zweigen

Am Schluss waren dann auch einige Ostschweizer nur knapp hinter dem Auszeichnungsrang klassiert. Für den Nordostschweizer Schwingverband bedeutet dies, dass ein Verlust von zwei Doppelzweigen gegenüber dem letzten Eidgenössischen Nachwuchsschwingfest zu verzeichnen ist. Trotzdem war die vierte Austragung des Eidgenössischen Nachwuchsschwingertages für alle Beteiligten ein imposantes Erlebnis. (pd)