Dünne Luft, Schneeballschlacht und Zäuerli für Eishockeyaner aus China

Eine Delegation Eishockeyspieler aus China hat am Mittwoch Bergluft auf dem Säntis geschnuppert. Nebst der Aussicht zeigten sich die Mitglieder des Teams China beeindruckt von einer musikalischen Darbietung.

Gwendoline Flückiger
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Die Mitglieder des Teams China besuchen vor dem Eishockeyspiel gegen den SC Herisau den Säntis. (Bilder: Erich Brassel)

Die Mitglieder des Teams China besuchen vor dem Eishockeyspiel gegen den SC Herisau den Säntis. (Bilder: Erich Brassel)

Das Team China weilt im Rahmen eines Förderprojekts seit September und bis März in der Schweiz. Am Mittwoch besuchten die Eishockeyaner im Vorfeld des «Länderspiels» gegen den SC Herisau den Säntis. Die Mannschaft ist von Magglingen aus auf die Schwägalp gefahren, wo sie gemeinsam mit dem «Boli-Schuppel» aus Urnäsch und Roger Künzler, Initiant des Spiels SCH – China, die Schwebebahn auf den Berg genommen hat.

Diskussion über Musik beider Länder

Die Spieler waren von der langen Hinfahrt hungrig und freuten sich, dass es oben angekommen zuerst Mittagessen gab. Als das erste Gericht kam, zeigten einige der jungen Spieler, dass sie «en Guete» sagen können. Nach dem Essen durfte die Delegation aus China erstmals ein «Zäuerli» hören. «Die Spieler finden diese Musik sehr eindrücklich», so die Dolmetscherin des Teams, Jingfan Zhou. Es klinge so, als ob Begleitinstrumente verwendet würden, obwohl alles nur mit den Stimmen gemacht wird. Diese Feststellung startete eine Diskussion über traditionelle Musik in der Schweiz und in China.

Der Ausflug wird bestens dokumentiert.

Der Ausflug wird bestens dokumentiert.

Später trotzten die Spieler der Kälte und wagten sich hinaus auf die Aussichtsplattform. Trotz starken Nebels am Morgen war das Wetter am Nachmittag ideal für einen Besuch auf dem Säntis. Die Sonne schien, und die Aussicht reichte von den österreichischen Alpen bis an den Zürichsee. Allerdings war der Wind bissig kalt, und alle waren um ihre Winterjacken froh. Die Kälte hielt die Spieler und Trainer Köbi Kölliker jedoch nicht davon ab, zahlreiche Bilder mit ihren Handys zu schiessen. Einige warfen sich sogar gegenseitig in den Schnee. Schliesslich kam es zu einer Schneeballschlacht, welche den Teammitgliedern viel Spass bereitete. Inmitten dieses Gelächters und Schneeballwerfens landete allerdings ein Mobiltelefon im Schnee.

Grosser Spass in eisiger Umgebung

Danach war es bereits Zeit, ins Tal zurückzukehren, da sich das Team für das Spiel am Abend vorbereiten musste. Doch bevor die Hockeyaner den Berg verliessen, durften sie ein weiteres «Zäuerli» hören. Die Abfahrt dauerte wegen des starken Windes länger als erwartet. Doch dadurch hatte das Team China reichlich Zeit, ein letztes Mal die Aussicht zu geniessen. «Ich finde die Landschaft wunderschön», so Spieler Yanchao Liu. Ihm gefalle die Schweiz besonders wegen der schönen Natur und der guten Luft. Ausserdem sei er von der Menge an Schnee auf dem Säntis beeindruckt. «Wir haben im Norden Chinas auch Schnee aber nicht so viel», sagte der Pekinger Student. An der Talstation angekommen, verabschiedeten sich die Eishockeyaner und fuhren mit dem Car nach Herisau.

Temperatur: frostig, Aussicht: top.

Temperatur: frostig, Aussicht: top.