Dubiose Geschäftemacher

Pünktlich zur Weihnachtszeit sind sie in Einkaufszentren und Fussgängerzonen anzutreffen: Zahlreiche, Geld sammelnde Organisationen.

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WATTWIL. «Es gibt viele, seriöse Institutionen, die auf diese Weise auf ihr Anliegen aufmerksam machen und die Spenden auch dem angegebenen Zweck zukommen lassen», sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen gegenüber dem Toggenburger Tagblatt. Aber leider hätte die Polizei in den letzten Jahren eine Zunahme dubioser Sammelaktionen feststellen müssen.

Nach Verwendungszweck fragen

Häufig würden solche Personen oder Personengruppen einen seriösen Eindruck machen. «Sie haben beispielsweise vorgedruckte Formulare, wo sie den Namen, die Adresse und die Höhe der Spende notieren würden», sagt Hanspeter Krüsi. Wenn man aber nach dem Verwendungszweck der Spende frage, müsse man ganz genau zuhören. Denn häufig würden wenig glaubwürdige, nur vage Geschichten erzählt, wenn es sich um eine dubiose Sammelaktion handle, so der Sprecher der Polizei. In einem solchen Fall sollte man sich höflich verabschieden und gehen.

Einzahlungsscheine nützen

Doch gebe es auch andere Möglichkeiten, um sich gegen Betrüger abzusichern. «Seriöse Organisationen verteilen immer Informationsmaterial, in dem die Organisation vorgestellt wird und es somit auch klar ersichtlich wird, wohin das gespendete Geld fliesst», sagt Hanspeter Krüsi. Zudem würden solche Institutionen oder Vereine auf Anfrage Einzahlungsscheine mitgeben, was dubiose Geschäftemacher nicht mache würden – die wollen das schnelle Geld, so Hanspeter Krüsi. «Die Polizei kann und will den Menschen nicht verbieten, Geld zu spenden, zumal viele, sehr gute Organisationen auf Spenden angewiesen sind», betont Hanspeter Krüsi. Dennoch sei gegenüber unbekannten Institutionen Vorsicht geboten. «Im Zweifelsfalle soll man auf der Strasse nichts geben und die Einzahlungsscheine benutzen, die jetzt häufig in der Post sind», sagt Hanspeter Krüsi. (uh)