«Druck liegt beim Gegner»

Im Cup-Achtelfinal empfangen die Erstligistinnen des FC Bühler morgen zum zweitenmal einen Gegner aus der NLA. Warum sich Bühler Chancen ausrechnet, sagt Trainer Aykut Sakarya.

Mea Mc Ghee
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Aykut Sakarya Trainer der Erstligistinnen des FC Bühler (Bild: mc)

Aykut Sakarya Trainer der Erstligistinnen des FC Bühler (Bild: mc)

Herr Sakarya, mit dem FC Yverdon Féminin gastiert morgen um 14 Uhr zum zweitenmal im diesjährigen Cupwettbewerb ein Gegner aus der NLA auf der Göbsimühle in Bühler. Wie wichtig war der 4:2-Sieg in der zweiten Hauptrunde gegen die Frauen des FC St. Gallen?

Aykut Sakarya: Der Sieg hat das Selbstvertrauen der Spielerinnen enorm aufgebaut. Sie haben gemerkt, dass auf dem Kunstrasen in Bühler vieles möglich ist. Zuletzt haben wir in der Meisterschaft dreimal in Serie gewonnen. Wir sind in Form. Ob es für eine weitere Cup-Überraschung reicht, werden wir sehen.

Die gegnerischen Teams haben oft Probleme, auf dem Kunstrasen ins Spiel zu finden. Was spricht noch für den FC Bühler?

Sakarya: Das Cupspiel gegen St. Gallen besuchten über 300 Zu- schauerinnen und Zuschauer. Diese Unterstützung hat unser Team motiviert. Ich hoffe gegen Yverdon erneut auf eine tolle Kulisse und bin aufgrund der Rückmeldungen optimistisch.

Wie bereitet sich Bühler auf das spezielle Spiel vor?

Sakarya: Wir trainierten diese Woche dreimal, wie immer. Im Abschlusstraining haben wir einen Fokus aufs Penaltyschiessen gelegt. Speziell ist, dass wir am Matchtag im Restaurant Sonne zum Spaghettiessen eingeladen sind. Nachdem wir Kohlenhydrate getankt haben, werden wir ein Footing absolvieren – danach sind wir bereit.

In der zweiten Hauptrunde fehlten mit Belinda Bischof, Aline Riesen und Michèle Wüst drei Teamstützen. Wie sieht die Verletztenliste aktuell aus?

Sakarya: Bischof und Riesen fehlen weiter, dazu fällt Sarah Wyss aus, die sich diese Woche verletzt hat. Michelle Wüst ist wieder dabei. Gegenüber der Partie gegen St. Gallen werde ich nur auf einer Position umstellen.

Bühler steht erstmals in den Achtelfinals des Schweizer Cups. Was bedeutet dies für den Verein?

Sakarya: Die Freude und der Stolz sind bei allen gross. Ein Spieler der ersten Herrenmannschaft hat für die Homepage extra einen Trailer produziert, das ist toll. Der Einzug in die Runde der besten 16 ist eine schöne Belohnung für die jahrelange gute Arbeit, die im Verein in der Förderung der Mädchen und Frauen geleistet worden ist.

Was wissen Sie über den morgigen Gegner FC Yverdon Féminin?

Sakarya: Ich habe das Team bei der 0:5-Niederlage gegen GC beobachtet. Obwohl Yverdon zurück lag, kämpften die Spielerinnen bis zum Schluss. Das hat mich beeindruckt.

In der Tabelle der NLA steht Yverdon an drittletzter Stelle, Ende Oktober wurde der Trainer gewechselt. Ein Vorteil für Bühler?

Sakarya: Unser grösster Vorteil ist, dass wir als Unterklassiger nichts zu verlieren haben. Ich habe einige Schwachstellen im Spiel der Westschweizerinnen entdeckt. Nach dem Trainerwechsel spielt Yverdon ein neues System, daher sind Rückschlüsse schwierig. Sicher ist, die Spielerinnen wollen sich mit viel Einsatz für die Stammelf empfehlen.

Wie gross sind Bühlers Chancen?

Sakarya: 50:50. Der Druck liegt bei den Gegnerinnen, und unsere Motivation ist gross. Ich erwarte ein umkämpftes Spiel, bei dem die Tagesform entscheiden wird.

Was braucht es für eine weitere Cup-Überraschung?

Sakarya: Wir wollen uns auf unsere Stärken fokussieren und erneut ein frühes Tor erzielen. Dazu müssen wir die Konzentration hoch und die Fehlerquote tief halten. Kurz: Eigenfehler vermeiden und gegnerische Fehler ausnutzen.

Worauf freuen Sie sich?

Sakarya: Auf das ganze Cup-Erlebnis mit einem tollen Ambiente. Und darauf, dass der Ball häufiger in Yverdons Netz ist als in unserem.

Im Cupspiel gegen den FC St. Gallen bejubelten die Bühlerinnen bereits in der 13. Minute das erste Tor. Das wollen die Erstligistinnen auch im Achtelfinal gegen NLA-Vertreter FC Yverdon Féminin erleben. (Bild: mc)

Im Cupspiel gegen den FC St. Gallen bejubelten die Bühlerinnen bereits in der 13. Minute das erste Tor. Das wollen die Erstligistinnen auch im Achtelfinal gegen NLA-Vertreter FC Yverdon Féminin erleben. (Bild: mc)