Dritte Kirchberger Niederlage in Serie

FUSSBALL. In Spiel 1 nach dem Abschied von Trainer René Bosshart unter der Woche bezieht Kirchberg beim 2:3 gegen Neckertal-Degersheim die nächste Niederlage. Nach fulminanter Aufholjagd verpassten es die Alttoggenburger, trotz bester Chancen ein Tor nachzulegen.

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FUSSBALL. In Spiel 1 nach dem Abschied von Trainer René Bosshart unter der Woche bezieht Kirchberg beim 2:3 gegen Neckertal-Degersheim die nächste Niederlage. Nach fulminanter Aufholjagd verpassten es die Alttoggenburger, trotz bester Chancen ein Tor nachzulegen. Weil Bütschwil und Linth gleichzeitig nicht gewinnen konnten, verbleibt Kirchberg mit drei Punkten über dem Strich.

Schwache erste Halbzeit

Dass die Geschehnisse der turbulenten Woche der Mannschaft zugesetzt haben, war in der ersten Halbzeit nicht zu verbergen. Betreut von «Zwei»-Trainer Charly Warmbrodt, starteten die Gäste zwar gut in die Partie. Kuhns scharf getretenen Eckball kratzte Ebneter von der Linie, anschliessend brachte Sewo den Ball nicht im Tor unter. Wenig später scheiterte Schönenberger nach einem schönen Querpass von Kuhn mit seinem Schuss ebenfalls am reaktionsschnellen Neckertaler Torwart.

Verunsicherte Kirchberger

Nach anfänglichen Problemen im Spielaufbau kamen die Gastgeber mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel. Vor allem über die linke Seite kombinierten sich die agilen Offensivkräfte immer wieder durch, nach mehreren erfolglosen Flanken schien es nur eine Frage der Zeit, bis das 1:0 fallen würde. Zunächst rettete Marro nach einer Serie von Eckbällen mehrmals mirakulös. Nach gut zwanzig gespielten Minuten fiel dann aber das längst in der Luft liegende Tor. Wieder ging es für die Gastgeber über links sträflich leicht runter an die Grundlinie, das Zuspiel zur Mitte verwertete Nico Lehmann.

Sie war zuvor schon spürbar; nach dem Rückstand brach die Verunsicherung auf Kirchberger Seite endgültig durch. Viele Spieler schienen sich in sich zurückzuziehen, einige Köpfe senkten sich. Nach dem 2:0 durch den bei einem Freistoss völlig alleingelassenen Manzo kam der Pausenpfiff für Kirchberg einer Erlösung gleich.

Anderes Gesicht

Nach Wiederanpfiff konnte der an der Linie mitfiebernde Ex-Trainer Bosshart Kirchbergs dringend benötigte Leistungssteigerung beobachten. Mit weiten Bällen gelang es den Gästen besser, das Mittelfeld zu überbrücken und in Strafraumnähe zu kommen. Den Anschlusstreffer brachte dann aber eine Energieleistung eines Einzelnen. Bürge lief nach einem Rückpass Torwart Ebneter an, welcher, so unter Druck gesetzt, den Kirchberger Stürmer anschoss. Der Ball kullerte ins Tor, und Kirchberg war plötzlich wieder dran. Neckertal brach in dieser Phase ein, nur zehn Minuten später drückte Sewo den Ball im Nachsetzen zum 2:2 über die Linie. Nach dem Ausgleich vergaben Di Bella und Schweizer beste Torchancen, so dass schliesslich die Gastgeber das bessere Ende für sich behalten konnten. Nach einem Pass in die Tiefe enteilte Bosshard den Kirchberger Verteidigern, behielt vor Marro die Nerven und schob ein zum entscheidenden 3:2. So erschreckend die Vorstellung in der ersten, so beeindruckend war die Kirchberger Aufholjagd in der zweiten Halbzeit. Licht und Schatten dieser Tage bei den Alttoggenburgern! Die Cup-Pause kommt gerade recht, um der zuletzt arg durchgeschüttelten Mannschaft etwas Ruhe zu verschaffen. Das nächste Pflichtspiel wird zu einer weiteren Bewährungsprobe. Die Mannschaft gastiert am 24. September bei Leader Eschenbach. (pd)

Matchtelegramm: FC Neckertal-Degersheim – FC Kirchberg 3:2 (2:0) – Oberstufenzentrum – 100 Zuschauer – Tore: 22. Lehmann 1:0, 33. Manzo 2:0, 55. Bürge 2:1, 66. Sewo 2:2, 86. Bosshard 3:2. Neckertal: Ebneter; Pondini, Gübeli, Koster (75. Britt), Tanner; S. Lehmann (75. Huyhn), Muric, N. Lehmann, Manzo; Bosshard, Lenherr. Kirchberg: Marro, Nagel, Rohner, Schweizer, Brändle; Schönenberger, Sewo, Kellenberger (76. Gähwiler), Kuhn, Schefer; Bürge (70. Di Bella) Gelbe Karten: 76. Kellenberger, 77. Lehmann, 82. Nagel. Kirchberg ohne: Iten, Dal Molin, Keller (verletzt), Bouwmeester, Jenny (abwesend), Widmer (Armee).