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Drei Wochen Kunst in Kalberhalle

Zum dritten Mal führen Mirjam Hadorn und Martin B. Fricker in Lichtensteig die Kunst-Tage durch. Wiederum sind während dreier Wochen Werke von unterschiedlichen Künstlern zu sehen. Der Erfolg entscheidet, wie es weitergeht.
Sabine Schmid
Mirjam Hadorn zeigt ein Bild der aus Albanien stammenden Luzerner Künstlerin Kadrie Rodenhäuser. (Bild: Sabine Schmid)

Mirjam Hadorn zeigt ein Bild der aus Albanien stammenden Luzerner Künstlerin Kadrie Rodenhäuser. (Bild: Sabine Schmid)

LICHTENSTEIG. Drei Jahre lang haben sich Mirjam Hadorn und Martin B. Fricker Zeit gegeben für die Kunst-Tage Lichtensteig. Danach wollen sie beurteilen, ob sie diese Ausstellung in Zukunft weiterhin im Städtli durchführen möchten oder nicht. «Wenn das Interesse bei der Bevölkerung und den Kunstschaffenden spürbar vorhanden ist, dann führen wir sie sicher weiter», sagt sie. Abhängig sei der Entscheid von der Anzahl Besucherinnen und Besucher. Diese seien schliesslich relevant, wie sich die Kunst-Tage entwickeln würden.

Format hat sich bewährt

Bereits zweimal hat sich das Format der Kunst-Tage bewährt. Während drei Wochen – vom 2. bis 20. September – verwandelt sich die Kalberhalle in eine Galerie. Dort zeigen jeweils zwei Künstler während einer Woche ausgewählte Werke als zwei Einzelausstellungen. In der zweiten und der dritten Woche ändert sich nicht der Rahmen, wohl aber die Ausstellung, denn neue Künstler können diese Plattform nutzen.

«Das Publikum erhält so eine maximale Abwechslung sowie eine grosse Dichte gezeigter Werke respektive Künstler», erklärt Martin B. Fricker. «Jeden Tag gibt es etwas Neues zu sehen und zu erfahren, ein wiederholter Besuch der Kunst-Tage lohnt sich also ganz gewiss.» Jeweils am Mittwoch wird die Ausstellung mit einer Vernissage eröffnet. Am Donnerstag und Freitag finden die Künstlertage statt, welche die Aussteller selber bestreiten und ihre Gäste einladen. Am Samstag steht ein Kunst-Abend mit Essen und Trinken auf dem Programm und am Sonntag schliesst die jeweilige Ausstellung.

«Integration über Kunst»

Mirjam Hadorn und Martin B. Fricker stellen die Kunst-Tage jeweils unter ein Motto. In diesem Jahr – passend zu den Wahlen auf nationaler Ebene – haben sie sich für «Integration über Kunst» entschieden. «Wir haben Künstlerinnen und Künstler mit Migrationshintergrund eingeladen», sagt Mirjam Hadorn. Sie definieren sich und ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft zu wesentlichen Teilen über ihr kreatives Schaffen.

Aussteller aus aller Welt

In der ersten Woche stellen die aus Albanien stammende Luzernerin Kadrie Rodenhäuser und der in Basel wohnhafte Deutsche Jochen Teichert ihre Bilder aus. In der zweiten Woche präsentieren die Zugerin Luz Maria Molinari mit Wurzeln in Peru und der aus Tschechien stammende Petr Beránek ihre Werke. Auch die dritte Woche steht im Zeichen der Malerei mit der Ausstellung der in Appenzell wohnhaften Israeli Haviva Jacobson und dem Portugiesen Artur de Sousa, der in Lichtensteig seine Zelte aufgeschlagen hat. Die Ausstellungsmacher sind gespannt, wie sich das Publikum und speziell die an den Künstlertagen eingeladenen Gästen durchmischen. «Fast zwangsläufig wird die Frage der Integration und die diesbezügliche Funktion von Kunst ins Zentrum rücken», hofft Martin B. Fricker.

Ziel ist Schwellenabbau

Die Erfahrungen, die Mirjam Hadorn und Martin B. Fricker in den vergangenen Jahren gemacht haben, weisen darauf hin, dass gerade an den Kunst-Tagen die Schwelle zur Kunst tief ist. Immer wieder kommen Menschen spontan in die Kalberhalle, sehen sich die Werke an und treten in den Dialog mit den Künstlern und den anderen Ausstellungsbesuchern. Im Vergleich zu den anderen Jahren kommen die Ausstellungsräume nicht gleich daher. Nur ein Teil wird für die Ausstellung genutzt, im hinteren Teil wird es eine Überraschung geben, die an der ersten Vernissage am 2. September verraten wird.

www.kunst-tage.ch

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