Schwingen
Bündner-Glarner und Thurgauer Kantonalschwingfest: Kuster, Schmid und Giger mit Topresultat

Mit dem Bündner-Glarner sowie dem Thurgauer Kantonalschwingfest wurden am vergangenen Wochenende zwei weitere Kranzfeste in der Nordostschweiz durchgeführt. Die angereisten Appenzeller konnten drei Topplatzierungen herausschwingen, hatten ansonsten aber insbesondere am Samstag hartes Brot zu essen.

Thomas Mock
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Thomas Kusters (vorne) bezog seine einzige Niederlage in Amriswil gegen Samir Leuppi.

Thomas Kusters (vorne) bezog seine einzige Niederlage in Amriswil gegen Samir Leuppi.

Bild: Lorenz Reifler

Mit dem Bündner-Glarner in Davos Sertig am Samstag sowie dem Thurgauer Kantonalschwingfest in Amriswil am Sonntag wurden am Wochenende zwei weitere Kranzfeste in der Nordostschweiz durchgeführt. Die Appenzeller konnten drei Topplatzierungen herausschwingen, hatten ansonsten aber, insbesondere am Samstag, hartes Brot zu essen.

Einer Niederlage haarscharf entrinnen

Der Hundwiler Dominik Schmid startete in Davos Sertig wenig verheissungsvoll in den Wettkampf, musste er doch gleich beim Anschwingen gegen den Schaffhauser Teilverbandskranzer Jeremy Vollenweider als Verlierer vom Platz. Mit drei Siegen und einer Punkteteilung hatte er aber seine Kranzaussichten nicht aus den Augen verloren. In einem intensiv geführten Kampf gegen den St.Galler Daniel Elmer war es Schmid, welcher einer Niederlage haarscharf entrinnen konnte. Der leicht verfrühte Jubel des St.Gallers brachte dem Ausserrhoder den entscheidenden Vorteil, sich gleich beim nächsten Griffefassen zu revanchieren. Mit einem mustergültigen Übersprung schaffte Schmid die Wende. Mit dem dritten Schlussrang konnte sich der Hundwiler über seinen zweiten Saisonkranz erfreuen.

Ebenso hatten Patrick Schmid, Andrin Poltera und der erst 18-jährige Neukranzer Rico Ackermann die Möglichkeit, um die Kränze zu kämpfen. Die Einteilung meinte es mit ihnen aber nicht sonderlich gut. So musste sich der Innerrhoder Schmid dem starken Teilverbandskranzer Lars Geisser beugen, während Poltera in einem gut geführten Kampf gegen den Glarner Eidgenossen Roger Rychen das Nachsehen hatte. Ackermann bekam es mit dem Berner Gast Heinz Habegger zu tun. In seinem letzten Gang seiner Schwingerkarriere entschied der Habegger den Gang für sich, während sich Ackermann hinter die Kranzgewinner reihen musste. Der Zürcher Eidgenosse Samir Leuppi entschied den Schlussgang gegen den bald 40-jährigen Bündner Roman Hochholdinger zu seinen Gunsten. Topfavorit Armon Orlik schied nach zwei gestellten Gängen bereits früh aus der Entscheidung.

Kuster und Giger mit Spitzenplatz

Am Thurgauer Kantonalschwingfest sorgten Thomas Kuster und Urs Giger für ausserordentliche Appenzeller Freuden. Mit je fünf Siegen klassierten sich auf den Schlussrängen zwei und drei. Während sich Kuster einzig dem Zürcher Eidgenossen Samir Leuppi beugen musste, hatte Giger gegen den späteren Co-Sieger Werner Schlegel das Nachsehen.

Das Notenblatt der beiden Schwinger lässt sich sehen. Kuster behielt bei seinen Siegen viermal die Oberhand gegenüber einem Kranzschwinger. Giger seinerseits dreimal, wovon auch gegen die beiden Thurgauer Teilverbandskranzer Michael Steiner und David Dumelin. Insbesondere der Sieg gegen Dumelin dürfte von besonderer Bedeutung sein, konnte sich der Thurgauer doch unlängst noch den Weissenstein-Bergkranz erkämpfen. Der dem Schwingklub Gais angehörende Luzerner Dominik Kammermann hatte ebenfalls noch die Möglichkeit zum Kranzgewinn. Die gute Ausgangslage gegen den Thurgauer Lukas Keller konnte der Sennenschwinger aber nicht nutzen, weshalb er am Ende doch noch hinter die Kranzgewinner gereiht wurde.

Samuel Giger startete in Amriswil nach einer Punkteteilung gegen den Sieger vom Samstag, Samir Leuppi, seine Aufholjagd und bezwang im fünften Gang den bis dahin unwiderstehlichen Toggenburger Werner Schlegel. Im Schlussgang reihte er auch seinen Klubkollegen Domenic Schneider unter die Verlierer. Für Giger ist es bereits der vierte Kranzfestsieg dieser Saison. Schlegel seinerseits verpasste zwar den Schlussgang, schloss aber dank der abschliessenden Maximalnote zu Giger auf und konnte nach dem Sieg am Appenzeller Kantonalen den zweiten Kranzfestsieg seiner Karriere feiern.

Das mit viel Hoffnung erwartete Comeback des Innerrhoder Eidgenossen Martin Hersche zerschellte bereits am Donnerstag, als er sich im Training erneut verletzte. Sowohl die Schwere der Verletzung als auch der weitere Saisonverlauf wird sich nach den medizinischen Abklärungen erst noch ergeben.

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