Dorfchronik – Tradition seit 1934

BÜTSCHWIL. Jedes Jahr sucht die Museumsgesellschaft Bütschwil einen Chronisten, der das Geschehen im Dorf, der Gemeinde und der Welt festhält. Damit diese Person unbeirrt ihrem Tun nachgehen kann, wird ihr Name jeweils bis kurz vor der Präsentation der abgeschlossenen Arbeit geheim gehalten.

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BÜTSCHWIL. Jedes Jahr sucht die Museumsgesellschaft Bütschwil einen Chronisten, der das Geschehen im Dorf, der Gemeinde und der Welt festhält. Damit diese Person unbeirrt ihrem Tun nachgehen kann, wird ihr Name jeweils bis kurz vor der Präsentation der abgeschlossenen Arbeit geheim gehalten. Dies ist gemäss Angaben der Museumsgesellschaft Bütschwil «einzigartig im Kanton St. Gallen».

Die Berichterstatterin oder der Berichterstatter setzt den Schwerpunkt ihrer/seiner Arbeit selbst. Die Chronik ist in der Regel ein Schriftstück, sie kann aber auch als Film, Präsentation oder Bilderserie aufgearbeitet werden. Auch der Briefstil, Gedichte und humorvolle Passagen sind erlaubt. Ebenso darf kommentiert und gewertet werden. «Mit dieser Vorgehensweise entsteht Jahr für Jahr ein einmaliges, unverwechselbares Stück zusammengefasste Geschichte», heisst es dazu seitens der Museumsgesellschaft. Wurden ursprünglich ausschliesslich Geschichten aus Bütschwil notiert, so gehören seit der Fusion 2013 auch Ereignisse aus Ganterschwil dazu.

Die Dorf- und Gemeindechronik ist ein Erbe der Monatsgesellschaft Bütschwil, die 2002 aufgelöst wurde. Seit der Eingliederung des Vereins in die Museumsgesellschaft Bütschwil obliegt es deren Vorstand, jährlich die 1934 von der Monatsgesellschaft ins Leben gerufene Chronik herauszugeben. Die Chronikbeauftragte Margrit Scherrer muss daher jedes Jahr jemanden aus der Gemeinde finden, der dieses Amt übernimmt. Es ist auch möglich, sich freiwillig als Chronistin oder Chronist bei der Museumsgesellschaft Bütschwil zu melden.

Aufbewahrt werden die Chroniken im Kulturgüterschutzraum der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil. (aru/pd)

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