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Doppelte Premiere geglückt

Mit einer Hommage an die im letzten Jahr verstorbene Autorin Lina Hautle-Koch feiert am Freitag die «Alte Stuhlfabrik» ihre Eröffnung. Die Jugenderinnerungen eines Nachbarn der Autorin verleihen dem Stück eine zusätzliche Dimension.
Johannes Wey
Berta (Lionella Sturzenegger) sträubt sich gegen die Beziehung ihrer Stieftochter mit einem Knecht. (Bild: jw)

Berta (Lionella Sturzenegger) sträubt sich gegen die Beziehung ihrer Stieftochter mit einem Knecht. (Bild: jw)

HERISAU. Bereits vor der Premiere zu «Wüescht tue chont derzue», einer Hommage an Lina Hautle-Koch, waren die rund 380 Karten ausverkauft – sehr zur Freude von Marcel Steiner, Mitbetreiber des Kleintheaters und Verleger der 25 Theaterstücke Hautles. Die Premiere war zeitgleich auch Premiere für das neue Herisauer Kleintheater. «Lina Hautle-Kochs Stücke sind zeitlos. Ich bin froh, dass wir dazu beitragen können, sie zu erhalten», sagte Steiner während der Begrüssung am Freitagabend in der «Alten Stuhlfabrik» in Herisau. Ein halbes Jahr vor ihrem Tod hatte Lina Hautle-Koch die Rechte an ihren Bühnenstücken an den Appenzeller Verlag abgetreten.

An einem Tag geschrieben

Mit «Wüescht tue chont derzue» führten die Laiendarsteller um Regisseurin Christa Furrer Lina Hautle-Kochs erstes Theaterstück auf. Auf Anfrage des Jodelclubs Alpeblueme Herisau hatte sie es 1967 an einem einzigen Nachmittag geschrieben. Das Stück erzählt die Geschichte von Bethli, deren Stiefmutter die Liebe zwischen ihr und Hans verhindern will, da sich eine Beziehung zwischen einer Bauerntochter und einem Knecht nicht geziemt – in ihrer Jugend hatte die Stiefmutter als Magd dieselbe Erfahrung machen müssen.

Unterbrochen wurde das Stück von den Auftritten von Hansueli Nef aus Urnäsch, der mit Erzählungen aus seiner Kindheit als Nachbarsjunge von Lina Hautle-Koch und anderen Anekdoten die Erinnerung an die im letzten Jahr verstorbene Autorin wachrief.

Zufriedene Regisseurin

Beim Publikum stiess die Premiere auf Anklang, und die Darstellerinnen und Darsteller wurden nach dem Stück unter Applaus mehrmals auf die Bühne gerufen, wobei sie zum Schluss von Yvonne Steiner, Produktionsleiterin und Präsidentin des Vereins Kulturprojekte, und Regisseurin Christa Furrer begleitet wurden. Letztere zeigte sich nach dem Stück sehr zufrieden mit «ihren» Schauspielern. «Die Premiere verlief angesichts der wenigen Proben sehr gut. Wir haben glücklicherweise Leute im Team, die schon oft gespielt haben», so Furrer. Besonders erfreut war die Regisseurin darüber, dass der krankheitsbedingte Ausfall von Verena Schmid mühelos hatte kompensiert werden können. Claudia Wirth spielte die Rolle der Lissi überzeugend. Auf dem Erreichten ausruhen will sich Christa Furrer bei den verbleibenden Vorstellungen am nächsten Wochenende aber nicht: «Es gibt immer noch Steigerungspotenzial. An allen Ecken.»

Für die Vorstellungen am nächsten Wochenende sind noch wenige Karten im Appenzeller Medienhaus erhältlich.

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