Dörig steht als Präsident bereit

Die Mitglieder des Patentjägervereins Appenzell Ausserrhoden wählen Urs Dörig in den Vorstand. Er soll im kommenden Jahr die Nachfolge von Stefan Frischknecht antreten – und einen Generationenwechsel einleiten.

Michael Genova
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Urs Dörig ist der designierte Nachfolger von Stefan Frischknecht als Präsident der Ausserrhoder Patentjäger. (Bild: mge)

Urs Dörig ist der designierte Nachfolger von Stefan Frischknecht als Präsident der Ausserrhoder Patentjäger. (Bild: mge)

SCHWELLBRUNN. Die Suche nach einem obersten Jäger hat ein vorläufiges Ende. «Was ich kaum noch zu hoffen wagte, ist eingetreten», sagte Präsident Stefan Frischknecht an der Hauptversammlung der Ausserrhoder Patentjäger. Frischknecht präsentierte Urs Dörig, der 2017 das Präsidium übernehmen soll. Die Mitglieder wählten ihn am Freitagabend einstimmig in den Vereinsvorstand.

Dörig muss Vorstand verjüngen

Urs Dörig ist Geschäftsführer der Dörig Käsehandel AG in Urnäsch und wird im kommenden Jahr pensioniert. «Ohne eine Nebenbeschäftigung wird das keine gefreute Pension», sagte Dörig über seine Motivation. Er wird die Zeit bis zur nächsten Hauptversammlung nutzen, um sich ins Amt einzuarbeiten. Dörig war in früheren Jahren Präsident des Ausserrhoder Hochjagdvereins. «Seine Aufgabe wird es sein, ab 2017 im Vorstand einen Generationenwechsel einzuleiten», sagte Stefan Frischknecht. Er rief die jüngeren Vereinsmitglieder dazu auf, sich der Verantwortung zu stellen.

Der Hegering Vorderland stellte einen Antrag zur Verlängerung der Jagd auf Rehkitze. Dies würde zur Beruhigung der Jagd und zu einer besseren Erfüllungsquote führen, so die Vorderländer. Die Mitglieder lehnten das Begehren jedoch mehrheitlich ab. Erfolg hatte der Hegering Mittelland mit seinem Wunsch nach einer Verlängerung der Jagd auf Füchse.

Reorganisation trifft auch Jäger

Ihren ersten Auftritt als oberste Jagdherrin hatte Regierungsrätin Marianne Koller-Bohl. Ein Mitglied wollte von ihr wissen, warum Amtsleiter Heinz Nigg die Funktionen des Oberförsters und Jagdverwalters in Personalunion ausübe. Koller antwortete: «Wir glauben, dass es dadurch mehr praktischen Nutzen als Kollisionen gibt.» Die Lösung habe sich aus der Reorganisation der Verwaltung ergeben.