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Direktzahlungen gingen zurück

Der Bauernverband Appenzell Ausserrhoden ist gesund. Allerdings bedauerte dessen Präsident Ernst Graf den Rückgang der Direktzahlungen. Im Milchmarkt wünschte er sich eine bessere Zusammenarbeit aller.
Martin Brunner
Präsident Ernst Graf ehrte Alfred Stricker, Ruedi Hohl und Hans Brülisauer. (Bild: mbr)

Präsident Ernst Graf ehrte Alfred Stricker, Ruedi Hohl und Hans Brülisauer. (Bild: mbr)

TEUFEN. «Im Jahr 2015 sind die Direktzahlungen in unserem Kanton deutlich zurückgegangen», sagte der Präsident Ernst Graf an der Delegiertenversammlung des Bauernverbandes Appenzell Ausserrhoden (BVAR) in Teufen. «Der Grund sind die massiv tieferen Übergangsbeiträge.» Allerdings freute er sich gleichzeitig, dass viele Bauern diesen Rückgang durch die Teilnahme an Sonderprogrammen wie der graslandbasierten Produktion und der Landschaftsqualität etwas entschärfen konnten.

Keine Freude bereitete ihm der Milchmarkt. Da in der EU mit vollen Kräften Milch zu tiefen Preisen produziert werde, drücke dies über den liberalisierten Käsemarkt auf den Schweizer Preis, erklärte er. Für eine Verbesserung dieser Situation müsse die ganze Produktionskette zusammen agieren, was im Moment nur bedingt funktioniere. Ihn störte, dass die Preisabschläge bei den Produzenten kaum bei den Konsumenten angekommen seien. Die verarbeitende Industrie hingegen vermelde Rekordgewinne. Auf der administrativen Ebene sah er immer noch Potenzial zur Verbesserung. In den einen Bereichen erfolge ein Abbau in homöopathischen Dosen, während der Aufwand in anderen erhöht werde.

Ein Sitz bleibt vakant

Für eine weitere Amtsdauer wählten die Delegierten den Präsidenten Ernst Graf und die Vorstandsmitglieder Aline Raschle, Beat Brunner, Stefan Freund, Matthias Tobler, Bruno Walser und Walter Zellweger. Ein Sitz bleibt vakant, da sich niemand dafür motivieren liess. Ernst Graf ehrte das ehemalige Vorstands- und neue Regierungsmitglied Alfred Stricker für seine Arbeit im Vorstand. Ebenso lobte er Ruedi Gloor, der nach 36 Jahren im Landwirtschaftsamt pensioniert wurde, und Hans Brülisauer, der die Agrisano-Versicherung seit 20 Jahren leitet.

Bruno Walser präsentierte für den Verband, das Marktwesen und den Betriebshelferdienst gesunde Jahresrechnungen mit einer komfortablen Vermögenslage. Die Geschäftsführerin Priska Frischknecht freute sich, dass 72 Personen aus dem Kanton AR Ende November 2015 an der Demonstration in Bern teilgenommen haben. Sie erwähnte zudem Hans Eugster, der den Ausserrhoder Alpkataster überarbeitet hatte, die Feier für 30 Jahre «Schule auf dem Bauernhof» und den Schafmarkt in Teufen, den erstmals der BVAR organisiert hatte.

Inlandproduktion erhöhen

«Der Zeit voraus» nannte Urs Schneider die Initiative zur Ernährungssicherheit des Schweizer Bauernverbandes. Der stellvertretende Direktor betonte, dass der rückläufige Selbstversorgungsgrad gestoppt werden müsse. Deshalb gehe es in diesem Zukunftsprojekt um Förderung der inländischen Produktion. Zudem könnten bei einer Annahme die Perspektiven der Jungen verbessert werden. Laufe alles rund, so könne das Schweizer Volk Anfang bis Mitte 2017 darüber abstimmen.

Marianne Koller als Regierungsrätin und Leiterin des Bau- und Landwirtschaftsdepartementes AR will sich einsetzen, dass die freiwerdenden Gelder aus dem Schoggigesetz der Landwirtschaft weiterhin zur Verfügung stehen werden. Zudem sprach sie sich gegen Kürzungen bei den Direktzahlungen aus.

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