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DIETFURT: Im Dienste der Bergbevölkerung tätig

Die Wahl des Präsidenten, ein Rückblick über die Entstehung der Genossenschaften für ländliches Bauen (GLB) sowie ein Referat über die Folgen von Kriechstrom in landwirtschaftlichen Gebäuden gehörten zur 52. Hauptversammlung der GLB Neckertal-Toggenburg.
Anna Gasser
Der abtretende GLB-Präsident Röbi Näf (links) erhält an der Versammlung vom neu gewählten Präsidenten Andreas Lusti symbolisch den Präsidenten-Bauhelm. (Bild: Anna Gasser)

Der abtretende GLB-Präsident Röbi Näf (links) erhält an der Versammlung vom neu gewählten Präsidenten Andreas Lusti symbolisch den Präsidenten-Bauhelm. (Bild: Anna Gasser)

Anna Gasser

redaktion@toggenburgmedien.ch

Präsident Röbi Näf, der seit 35 Jahren für die GLBs tätig ist, begrüsste 59 Mitglieder sowie Gäste und Mitarbeiter und führte zügig durch die Versammlung.

Die GLB bezeichnet sich selber als eine «Selbsthilfegenossenschaft mit dem Bestreben, den Mitgliedern und Kunden preisgünstiges Bauen zu ermöglichen». Ihr Ursprung liegt in den 1930er-Jahren, als die Bergbevölkerung wegen der Weltwirtschaftskrise und dem Einbruch des Viehexports in Not geriet. Eine parlamentarische Gruppe setzte sich für die 1943 erfolgte Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Bergbauern ein, aus der die Berghilfe entstand. 1962 folgte die Gründung der ersten GLBs. Es setze eine rasante Entwicklung vom unkomfortablen Wohnraum und kleinstrukturierten Ställen zu einem Bauboom und wachsendem Interesse an landwirtschaftlichen Bauten ein. 1969 entstand die Vorläuferin der GLB Toggenburg-Neckertal, welche 2019 ihr 50-jähriges Bestehen feiert.

Hohe Auslastung als Herausforderung

Geschäftsführer Werner Näf führt mit den Vorstandsmitgliedern Röbi Näf, Andreas Lusti, Köbi Bleiker, Christian Züst und Max Roth die GLB. Unterstützt werden sie von Sekretariatsmitarbeiterin Monika Näf, welche die bisherige Angestellte Melanie Jung nach zweijähriger Tätigkeit ablöst. Die Auslastung der GLB sei hoch, es herrschten kurzfristige Arbeitsvergaben und eine grosse Konkurrenz auf dem Markt, was eine Herausforderung für das Unternehmen sei. So sei konstantes Arbeiten möglich, so Näf. Die Mitarbeitersuche gestalte sich schwierig, aber man habe mit Michi Wickli einen ausgebildeten Maurer gefunden, der die bisherigen Baustellenleiter Sandro Huser und Alpár Fülöp entlasten soll.

Den grossen Einsatz gewürdigt

Werner Näf erläuterte, die GLB arbeitet nicht gewinnmaximierend, sondern kostendeckend. Die heute schweizweit 25 aktiven GLBs erzielen mit 22000 Mitgliedern sowie mit 700 ständigen und 300 Teilzeitmitarbeitern rund 190 Millionen Franken Umsatz.

Nach der Erläuterung der Jahresrechnung 2017 folgte der von Andreas Iten vorgelesene Bericht der Geschäftsprüfungskommission. Die Anträge der GPK wurden einstimmig angenommen. Haupttraktandum waren die Wahlen. Lusti verlas das Rücktrittsschreiben von Präsident Röbi Näf, der sich nach dreijähriger Amtsdauer zusammen mit Walter Huser, GPK-Mitglied, aus der GLB verabschiedet. Köbi Bleiker, langjähriger Weggefährte von Näf, liest den Werdegang des Manns der ersten Stunde der GLB vor.

Röbi Näf wurde 1983 von der GLB Krinau in den Vorstand gewählt. Von 1985 bis 1998 war er Aktuar, dann Präsident. Der Zusammenschluss der GLB Krinau und Wattwil und die Entstehung der GLB Toggenburg erfolgte unter kompetenter Mitarbeit von Näf; er präsidierte sie bis ins 2009 und vollzog dann den Zusammenschluss mit der GLB Mogelsberg zur GLB Neckertal-Toggenburg. Von 1999 bis 2015 war er ihr Vizepräsident, dann bis heute Präsident. Lusti verabschiedete Röbi Näf mit grossem Dank und übergab ihm symbolisch den «Präsidenten-Bauhelm» und ein Geschenk. Pius Föllmi, Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für das Berggebiet (SAB), die Dachorganisation der GLBs, überbrachte dem abtretenden Näf einen Schrittzähler und eine Flasche Wein aus Kanton Aargau.

Einstimmige Wahlen in den Vorstand

Die Vorstandsmitglieder Roth, Bleiker, Lusti und Züst wurden einstimmig wiedergewählt. Als fünftes Vorstandsmitglied wurde Markus Koller, Münchwilen, vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Röbi Näf hiess den vorstandserfahrenen Mann herzlich willkommen. Andreas Lusti wurde als neuer Präsident der GLB vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Der landwirtschaftliche Betriebsleiter und Restaurateur ist seit drei Jahren in der GLB tätig und hofft auf gute Zusammenarbeit mit dem starken Vorstand. Ebenfalls einstimmig wurden die bisherigen GPK-Mitglieder Roland Merz und Andreas Iten sowie neu Ueli Betschart, Lütisburg, gewählt. Mitarbeiter Istvan Husar wurde für seine fünfjährige Tätigkeit in der GLB mit einem Geschenk geehrt.

Nach Abschluss der bereits 52. Hauptversammlung folgte ein aufschlussreiches Referat von Hanspeter Eisenhut, Wäger Elektro AG, Waldkirch, über die Problematik der Kriechströme in landwirtschaftlichen Gebäuden, welche bei den Tieren zu enormen Problemen und wirtschaftlichen Einbussen führen können. Zu später Stunde genossen die Anwesenden ein Essen aus der Küche des Rössli-Wirtes und anregende Gespräche trugen zum Erfolg der Versammlung bei.

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