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Ausserrhoden trotzt der Trockenheit

Seit Wochen freuen sich Herr und Frau Schweizer über das schöne Wetter. Während die Hitze in anderen Landesteilen Massnahmen erfordert, sieht man im Appenzellerland die Situation gelassen.
Alessia Pagani
Auch im Appenzellerland führen die Gewässer – im Bild der Wissbach – momentan wenig Wasser. Bild: PAG

Auch im Appenzellerland führen die Gewässer – im Bild der Wissbach – momentan wenig Wasser. Bild: PAG

Im Tessin herrscht ein absolutes Feuerverbot in Waldesnähe; die Gemeinde Glarus Nord legt rund 30 ihrer 93 Brunnen trocken; der Kanton Thurgau verhängt ein Wasserentnahmeverbot und siedelt Fische um – während das anhaltend schöne Wetter der vergangenen Wochen in vielen Landesteilen zu Trockenheit führt, ist die Lage im Appenzellerland (noch) entspannt.

«Bis jetzt hat das schöne Wetter keinen Einfluss auf Natur und Landschaft in Ausserrhoden»,

sagt Heinz Nigg vom kantonalen Amt für Raum und Wald. Längere Abschnitte mit hohen Temperaturen und verhältnismässiger Trockenheit seien in dieser Region zwar eher selten, aber durchaus normal. «Die Situation für Flora und Fauna ist noch nicht problematisch.» Auch für Fische und Wasserpflanzen seien die Lebensbedingungen – dank verhältnismässig tiefer Wassertemperaturen – noch immer gut.

Risiko von Überschwemmungen steigt

Während Tiere und Pflanzen im Appenzellerland mit den Temperaturen und der Trockenheit offenbar gut zurecht kommen, sinken die Wasserpegel der Bäche und Flüsse. Wie Karlheinz Diethelm vom Amt für Umwelt ausführt, sind die Wasserstände gegenwärtig tief. «Es sind aber noch keine Gewässer trocken gefallen.» Die Wasserführung im Appenzellerland steige bei Regen schnell an. «So sind kurze heftige Gewitterregen an den Gewässern sofort sichtbar», sagt Diethelm. Dies allerdings nur kurzfristig. "Für einen nachhaltig höheren Abfluss in Bächen und Flüssen bedarf es eines langanhaltenden Regens, welcher die Böden durchfeuchtet", so Diethelm.

«Unsere Wasserspeicher werden in der Regel erst im Winterhalbjahr mit längeren Niederschlägen wieder aufgefüllt.»

Weil die Böden momentan sehr trocken seien, könne partiell das Risiko von Überschwemmungen ansteigen. Die Notwendigkeit, ein Wasserentnahmeverbot auszusprechen, sehen die Experten vorerst nicht.

In den Ausserrhoder Wäldern herrsche zwar eine mässige Waldbrandgefahr, was bei den jetzigen Verhältnissen allerdings nicht aussergewöhnlich sei. Heinz Nigg appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung, im Umgang mit Grillfeuern und Feuerwerk die nötige Vorsicht walten zu lassen. Zudem sind gemäss kantonalem Waldgesetz Grillfeuer im Wald und in Waldnähe nur an bewilligten Feuerstellen und an anderen geeigneten Orten erlaubt – sofern keine Waldbrandgefahr herrscht.

Noch ist nicht klar, wie es mit dem Abfeuern von Böllern am 1. August aussehen wird. «Ob allenfalls ein Feuerwerksverbot ausgesprochen werden muss, hängt vom weiteren Verlauf der Witterung ab.»

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