Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Diese Routen im Appenzellerland bevorzugen Wanderexperten

Unzählige Wanderrouten aller Schwierigkeitsklassen durchziehen das Appenzellerland. Wanderfreunde geben Einblick in ihr Wanderverhalten.
Alessia Pagani
Der Wanderboom führt dazu, dass auf gewissen Routen im Appenzellerland an schönen Tagen Hochbetrieb herrscht. Es gibt Wege, dies zu umgehen. (Bild: Michel Canonica)

Der Wanderboom führt dazu, dass auf gewissen Routen im Appenzellerland an schönen Tagen Hochbetrieb herrscht. Es gibt Wege, dies zu umgehen. (Bild: Michel Canonica)

Herbstzeit ist Wanderzeit. Wenn sich die Blätter an den Bäumen langsam verfärben, Nebelschwaden über das Flachland ziehen und morgens die Tautropfen an den Grashalmen glitzern, zieht es Naturliebhaber und Wanderfreunde gleichermassen ins Freie. Die klare Luft lässt den Blick weit in die Ferne schweifen. Und wo wird sich dieser Weitblick besser geniessen lassen, als im Appenzellerland?

Auf 810 Kilometern lässt sich die Ausserrhoder Hügellandschaft auf unterschiedlichen Routen aller Schwierigkeitsklassen erkunden. Dem nicht genug, bietet auch Innerrhoden eine grosse Anzahl schöner Wanderwege. Die "Appenzeller Zeitung» nimmt die Herbstzeit zum Anlass, um bei Wanderfreunden und -experten in der Region nachzufragen, welches ihre Lieblingswanderroute ist, was auf ihren Touren keinesfalls fehlen darf und wie sie mit dem Wanderboom im Appenzellerland umgehen.

Monika Bodenmann, Präsidentin Appenzellerland Tourismus AR

Start direkt vor der Haustüre

Monika Bodenmann-Odermatt (Bild: PD)

Monika Bodenmann-Odermatt (Bild: PD)

Meine Lieblingsroute fängt direkt vor meiner Haustüre in Waldstatt an. Sie führt vorbei an der Feuerstelle «Oberer Grund», auf dem Panoramaweg «Klus» nach Schwellbrunn, auf den Sitz und wieder zurück. Das Ziel ist natürlich ein gemütlicher Einkehr bei Vreni und Ernst Alder auf dem Sitz, ein schöner Ort um zu Verweilen und die Seele baumeln zu lassen. Mit dabei habe ich immer meine Sonnenbrille, Geld zum Einkehren und mein Natel. Bewegung inspiriert mich und ist für mich eine Gute-Laune-Sache; beim Wandern entstehen die besten Gespräche, darum wandere ich am liebsten in Gesellschaft. An sonnigen Herbsttagen kann es vor allem an den Wochenenden vorkommen, dass die bekanntesten Wanderstrecken vielbegangen sind; als Tourismuspräsidentin freue ich mich natürlich über viel Betrieb bei uns.


Guido Buob, Geschäftsleiter Appenzellerland Tourismus AI

Den Gedanken freien Lauf lassen

Guido Buob (Bild: PD)

Guido Buob (Bild: PD)

Der Start meiner Lieblingswanderung ist in Wasserauen. Mit der Luftseilbahn geht es hoch auf die Ebenalp, wo es im Gasthaus in der Regel einen ersten Kaffee gibt. Dann geht's via Schäfler – Messmer – Ageteplatte – Meglisalp zum Seealpsee und zurück nach Wasserauen. Ich wandere nicht gern alleine – meine Frau, Freunde oder sonst eine Begleitung ist immer mit dabei. Ich schätze die Zeit für Gespräche in einer wunderbaren und unbeschwerten Umgebung. Zudem kann man endlich einmal wieder den eigenen Gedanken freien Lauf lassen. Man wird im hektischen Geschäftsalltag zu oft fremdbestimmt und frei zu denken ist manchmal gar nicht so einfach. Der Wander-Boom stört mich nicht. Würden mich die vielen Leute stören, könnte ich ja ausweichen und einen Weg benützen, der weniger begangen wird.


Marcel Steiner, Verleger Appenzeller Verlag

Touristische Hotspots meiden

Marcel Steiner (Bild: PD)

Marcel Steiner (Bild: PD)

Meine Lieblingsroute führt von Heiden über Oberegg auf den St. Anton und wieder zurück. Die leichte 3 ¼-stündige Wanderung führt ein gutes Stück dem ausgeschilderten Gesundheitsweg entlang. Sie ist im Herbst besonders reizvoll, wenn über dem Rheintal Nebel liegt. Einkehrmöglichkeiten gibt es viele, besonders zu empfehlen ist ein Besuch in der «Rütegg», wo einst der orte-Verlag zu Hause war und wo Wirtin Irene Bosshart nebst Nussgipfeln ebenso gerne Bücher verkauft. Ich bin mehrmals wöchentlich wandernd unterwegs, sei es als Fotograf von Bildkalendern oder als Ausgleich zum Büroalltag. Der Wanderboom beeinflusst mein Verhalten insofern, als dass ich touristische Hotspots meide oder sie frühmorgens oder spätabends besuche. Dass viele Menschen gerne wandern, ist doch eigentlich erfreulich.


Urs von Däniken, Präsident Appenzell Ausserrhoder Wanderwege

Wanderung als Ideengeber

Urs von Däniken (Bild: PD)

Urs von Däniken (Bild: PD)

Von Eggerstanden über den Bildsteinkopf zum Forstseeli, den Diepoldsauer Schwamm und den Zapfen in den Reespass und über den Fähnerenspitz zurück – das ist meine Lieblingsroute. Mein Handy mit der App von SchweizMobil ist ständiger Begleiter. So habe ich immer eine Wanderkarte dabei, kann Fotos machen und im Notfall Hilfe anfordern. Und bin flexibel, wenn ich eine neue Wegvariante ausprobieren will. Beim Wandern steht für mich das Erlebnis in der Natur im Vordergrund. Landschaften erleben, Kultur erfahren und die Vielfalt der Natur erkunden bereichert ungemein. Auch kann man entspannen und gut nachdenken – die besten Ideen für Projekte habe ich immer auf Wanderungen. Ich möchte als Wanderleiter den Kunden eine Gegend zeigen, die sie ohne mich vielleicht nicht entdecken würden.


Ruth Rüesch, Wanderleiterin, Appenzell Ausserrhoder Wanderwege

Auf unbekannten Wegen gehen

Ruth Rüesch (Bild: PD)

Ruth Rüesch (Bild: PD)

Auf unbekannten Wegen gehen Am liebsten wandere ich von Lustmühle aus über die Frölichsegg und Waldegg nach Speicher, dann über Töbeli- und Säglibach nach Trogen. Es ist eine Wanderung mit schönen Aussichtspunkten auf Säntis und Bodensee. An Wochenenden ist dies jedoch eine viel begangene Route und die «Waldegg» ein beliebtes Ausflugsrestaurant. Einen Rucksack mit einer Flasche Mineralwasser, einem Apfel, Nüssen und Trockenfrüchten sowie mein Handy habe ich immer dabei. Zudem eine Regenjacke, Sonnenschutz und etwas Geld. Ich brauche jeden Tag Bewegung, egal wie das Wetter ist, und liebe Wanderungen auf einer Krete mit Aussicht. An Wochenenden und in der Ferienzeit weiche ich bei schönem Wetter gerne auf weniger bekannte Routen aus und meide Bergbahnen und bekannte Bergrestaurants.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.