Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Diese Flächen haben Potenzial»

Lösungen  Andres Scholl, Leiter der kantonalen Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz, bestätigt, dass diese Bahnböschungen, die sich aus der Vogelperspektive «wie eine Perlenkette» über die Landschaft legen, für die Ökologie und Natur bedeutungsvoll seien. «Diese Flächen haben Potenzial und sind eine Chance.» Zur Bewirtschaftung von Bahnböschungen werden, wie Andres Scholl weiss, oft Mulchgeräte eingesetzt. Diese Geräte schneiden und zerkleinern das Schnittgut in einem Arbeitsgang. Das an sich rationelle Vorgehen hat den Nachteil, dass es unzählige der dort lebenden Kleintiere tötet. Wird das Schnittgut, wie es die Appenzeller Bahnen tun, zudem liegen gelassen, schadet das der Flora. «Es bildet sich so etwas wie ein Teppich, der den Boden düngt und die Pflanzenvielfalt hemmt.» Andere Geräte, wie sie zum Teil die SBB benützen, mähen und saugen das Gemähte gleich ein – besser für die Pflanzenvielfalt, aber nachteilig für Insekten und Kleintiere. Auch Gehölz im Bahnbereich sollte gemäss Andres Scholl zeitlich gestaffelt und abschnittsweise geschnitten werden. Ihm sei bewusst, dass sich für die Appenzeller Bahnen aus dem Dienstbetrieb grosse Herausforderungen an die naturgerechte Pflege von Borden stellen würden, seien diese nun technischer oder sicherheitsrelevanter Art. «Aber es gibt Lösungen. Es muss nicht immer die ganze Böschung sein, die gemulcht und damit intensiv gepflegt wird, man könnte es bei bestimmten Orten auch bei einem Streifen direkt beim Gleis belassen.» Als Leiter der Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz wäre Andres Scholl bereit, in Zusammenarbeit mit den Appenzeller Bahnen für die Böschungen einen Pflegeplan zu erstellen und diesen anschliessend begleitend und beratend umzusetzen helfen. (eg)

Andres Scholl, Leiter kantonale Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz, Bild von 2018

Andres Scholl, Leiter kantonale Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz, Bild von 2018

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.