Diem sieht Busa weiter in Herisau

Ob die Berufsunteroffiziersschule in Herisau bleibt, ist offen. Einer, der sich mit grossem Engagement für den Verbleib der Busa eingesetzt hat, ist der ehemalige Ausserrhoder Sicherheitsdirektor Hans Diem. Er verspürt keine Ernüchterung.

Patrik Kobler
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«Busa möchte in Herisau bleiben»: Der ehemalige Ausserrhoder Landammann Hans Diem pflegte ein enges Beziehungsnetz in der Armee. (Bild: Bruno Eisenhut)

«Busa möchte in Herisau bleiben»: Der ehemalige Ausserrhoder Landammann Hans Diem pflegte ein enges Beziehungsnetz in der Armee. (Bild: Bruno Eisenhut)

HERISAU. 15 Jahre lang war Hans Diem Sicherheitsdirektor von Appenzell Ausserrhoden. Ende Mai trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Während seiner Amtszeit hat er sich stets mit grossem Engagement für Herisau als Standort der Berufsunteroffiziersschule eingesetzt. Ernsthaft gefährdet war dieser 2002, als die Busa kurz vor dem Umzug ins Reppischtal stand. Mit geeinten Kräften konnten die beiden Appenzell sowie der Kanton St. Gallen den Umzug im letzten Moment verhindern.

Keine Ernüchterung

Nun ist die Zukunft der Busa in Herisau erneut in Frage gestellt. Bis 2018 bleibt sie hier, danach ist alles offen. Dass die Zukunft trotz seines Engagements ungewiss ist, ernüchtert Hans Diem nicht. Er war Präsident der Militärdirektorenkonferenz und kennt die Mechanismen.

Über die Ausgestaltung der Armee herrschen unterschiedliche Ansichten. Auf Bundesebene findet ein zähes Ringen statt: Der Bundesrat möchte jährlich 4,7 Milliarden Franken für die Armee einsetzen, das Parlament 5 Milliarden. «Bei 4,7 Milliarden müsste rund ein Drittel der Infrastruktur stillgelegt werden», sagt Diem. Ein für Ende 2013 angekündigtes Standortkonzept soll aufzeigen, welche Einrichtungen geschlossen werden müssten.

Infrastruktur bereitstellen

Seit die Busa in den 1970er-Jahren aufgebaut wurde, stellt sich immer wieder die Standortfrage. Bereits am Anfang konkurrierten Aarau und Herisau gegeneinander. Dass die Zukunft der Busa für die nächsten fünf Jahre gesichert ist, sieht Hans Diem deshalb als komfortable Situation. «Ich konnte den Standort über meine Amtszeit hinaus sichern», sagt er. Diem ist überzeugt, dass die Busa gerne in Herisau bleiben möchte. Allerdings seien Verbesserungen nötig. Schulkommandant Heinz Niederberger wünscht sich bessere Rahmenbedingungen (siehe Ausgabe vom 9. September). Die Schulungsräume befinden sich heute an unterschiedlichen Orten in der Gemeinde. «Der Regierungsrat hat nun Zeit, bis 2018 die gewünschte Infrastruktur bereitzustellen», so Diem. Es würden bereits Projekte geprüft.

Eines ist für Hans Diem klar: «Es kommt nichts von alleine.» Appenzell Ausserrhoden müsse sich weiterhin für den Standort Herisau einsetzen und das Beziehungsnetz pflegen.