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Allein wohnen liegt im Trend: Im Appenzellerland steigt die Zahl der Singlehaushalte

In einem Drittel der Ausserrhoder Haushalte lebt nur eine Person – Tendenz steigend. Dafür gibt es diverse Gründe.
Jesko Calderara
Nicht nur in Ausserrhoden gibt es einen Trend zu kleinen Haushalten. Bild: APZ

Nicht nur in Ausserrhoden gibt es einen Trend zu kleinen Haushalten. Bild: APZ

Die Zahl der Einpersonenhaushalte in Appenzell Ausserrhoden steigt seit Jahren an. Dies zeigen die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Demnach war Ende 2018 jeder Dritte (33,6 Prozent) Haushalt im Kanton ein Singlehaushalt. Gar noch höher liegt der Anteil jener Haushalte, in denen zwei Personen leben. Er beläuft sich auf rund 34,5 Prozent. Seit 2010 hat die Zahl der Einpersonenhaushalte (+ 985) und der Zweipersonenhaushalte (+ 825) stark zugenommen. Insgesamt existieren in Ausserrhoden 23767 Privathaushalte. Die durchschnittliche Haushaltsgrösse liegt bei 2,29 Personen.

Ähnlich wie in Ausserrhoden präsentiert sich die Lage in Appenzell Innerrhoden. Auch im Nachbarkanton, der 5806 Privathaushalte zählt, leben immer mehr Menschen alleine oder höchstens zu zweit in einem Haushalt.

Individualisierung führt zu kleineren Haushalten

Im Gegensatz zum ländlichen Appenzellerland gibt es schweizweit bereits mehr Singlehaushalte als solche mit zwei Personen (siehe Grafik). Drei-, Vier- und Fünfpersonenhaushalte sind ohnehin seltener als die ersten beiden Kategorien. Eindrücklich ist der Vergleich zu früher: 1930 wohnten erst zwei Prozent der Schweizerinnen und Schweizer allein, hingegen mehr als die Hälfte der Bevölkerung in Haushalten mit fünf oder mehr Personen. Heute hingegen leben bereits 14 von 100 Ausserrhoderinnen und Ausserrhoder in Singlehaushalten.

Als Ursache für diesen Trend nennen Fachleute unter anderem die Individualisierung. Allein zu leben ist heute akzeptierter als früher. Wie man wohnt, ist zudem dynamischer geworden und verändert sich im Verlauf des Lebens immer öfter. Dazu kommt ein demografischer Grund. Da Frauen tendenziell älter werden, wohnen sie nach dem Tod des Ehemanns plötzlich allein.

Ausserrhoden altert überdurchschnittlich stark

Die neuste Statistik liefert auch interessante Erkenntnisse zur Struktur der Wohnbevölkerung. Dabei werden die demografischen Probleme Ausserrhodens einmal mehr deutlich. In den letzten 20 Jahren ist die Bevölkerungszahl nur um rund 2000 auf 55000 gestiegen. Weit dynamischer verlief dagegen das Wachstum in der übrigen Schweiz. So lebten vor 20 Jahren erst knapp 7,2 Millionen Menschen im Land, demgegenüber sind es heute bereits über 8,5 Millionen.

Auffallend an den vorliegenden Zahlen zu Ausserrhoden ist der Anstieg des sogenannten Altersquotienten. Diese Kennzahl gibt das Verhältnis der über 64-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen an. Für Ausserrhoden betrug der Altersquotient letztes Jahr 33 Prozent und lag damit über dem Schweizer Durchschnitt. Mit anderen Worten: Im Kanton wächst der Anteil der älteren Menschen im Vergleich zu den Erwerbstätigen stärker.

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