«Die vier Jahre gingen schnell vorüber»

19 junge Elektromonteure konnten am Mittwochabend im Berufsbildungszentrum Herisau ihre Diplome entgegennehmen. Die Berufslehre sei dank des Praxisbezugs ein Erfolgsmodell, sagte Landammann Carlo Schmid in seiner Ansprache.

Johannes Wey
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Die Besten: Christoph Preisig, Samuel Weber und Lukas Hauser erreichten die Note 5,2, Reto Christen 5,6 (v.l.). (Bild: jw)

Die Besten: Christoph Preisig, Samuel Weber und Lukas Hauser erreichten die Note 5,2, Reto Christen 5,6 (v.l.). (Bild: jw)

herisau. Am Mittwoch wurden im Berufsbildungszentrum Herisau die Lehrdiplome an 19 junge Elektromonteure überreicht. Zu Beginn der Veranstaltung, die in ungezwungenem Rahmen in der Cafeteria stattfand, zeigte sich Lukas Sutter, Leiter der Grundausbildung, beeindruckt vom Engagement und der Ausdauer der Schüler.

Kein leichter Königsweg

Der stillstehende Landammann und Bildungsdirektor Innerrhodens, Carlo Schmid, bezeichnete die Berufslehre als den Königsweg für die meisten Schulabgänger.

Er gratulierte den jungen Berufsleuten auch im Namen der Bildungsdirektoren aus Ausserrhoden und St. Gallen zu ihrem Eifer: «Es ist nicht immer leicht, sich in jungen Jahren, wenn einem der Kopf nach anderem steht, in die Ohm'schen und Kirchhoff'schen Gesetze zu vertiefen.» Im Anschluss ergriff Schmid die Gelegenheit, um als «alter Bildungsdirektor» einige Gedanken zur Berufsbildung zu äussern.

«Der Fortschritt in Technik und Wirtschaft führt dazu, dass die Berufsbildung nichts Statisches sein darf, sondern etwas Lebendiges sein muss», sagte Schmid. Die Bildung an den Berufsschulen müsse den Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechen, nicht umgekehrt. Die duale Berufsbildung mit Praxis am Arbeitsplatz und Theorie in der Berufsschule sei ein Erfolgsmodell. Deshalb dürfe man den Lehrbetrieben die Ausbildung nicht durch immer neue Vorschriften erschweren.

Es sei nämlich nicht nur eine Freude, Lehrlinge auszubilden, «es ist auch ein Aufwand, und hie und da hat man auch Ärger mit diesen jungen Leuten», sagte Schmid.

Ex-Klassenchef Reto Christen gab den Anwesenden einen Überblick über die vier Jahre, «die sehr schnell vorübergegangen sind», und überreichte Geschenke an die Lehrer, quasi als Wiedergutmachung dafür, dass die Schüler «nicht immer die Ringsten» waren.

Ehrung der Besten

Vor der Diplomübergabe wurden die vier Schüler mit den besten Resultaten geehrt. Rang zwei teilten sich Lukas Hauser, Christoph Preisig und Samuel Weber mit einer Note von 5,2. Erfolgreichster Lehrabgänger war Reto Christen, der eine Note von 5,6 erreichte. Christen wurde darüber hinaus von seinen Mitschülern der «Teamplayer»-Preis für hohe Sozialkompetenz überreicht.