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Schwägalp-Schwinget: Ein Fest mit besonderer Tragweite

Seit 18 Jahren wird das Schwägalp-Schwinget ausgetragen. Immer dabei: Alt Landammann Hans Diem. Seine Meinung über den Nutzen des Festes für das Appenzellerland und zu den Gefahren des Begehrtseins.
Bruno Eisenhut

Wenn am kommenden Sonntag die Schwinger am Schwägalp-Schwinget zusammengreifen, werden dies weit mehr als 10000 Zuschauer in der Arena mitverfolgen. In den vergangenen Jahren sind die Besucher des Trends wegen Jahr für Jahr mehr geworden. Einer der seit Beginn regelmässig dabei war, ist Ausserrhodens alt Landammann Hans Diem. Über viele Jahre hatte er als Vertreter der Regierung den Status «Ehrengast» inne. Man nimmt es ihm jedoch ab, wenn er sagt, dass er auch ohne spezielle Einladung Jahr für Jahr am Schwingfest teilgenommen hätte. Dies tut Diem nämlich auch fünf Jahre nach seinem Rücktritt noch immer. Zusammen mit seiner Frau, wie er betont.

Die Stimmung am Schwägalp-Schwinget könne besser nicht sein, erklärt der 69-Jährige. Das hochkarätige Teilnehmerfeld, das bunt gemischte Publikum sowie die exklusive Landschaft würden dazu beitragen. Als interessierter Verfolger des Schwingsports freut sich Hans Diem jeweils über die zahlreichen namhaften Schwinger, die den Muni und die Kränze unter sich ausmachen. Der ehemalige Landammann Ausserrhodens verweist aber auch auf die Bedeutung des Anlasses für den Kanton. «Der Werbeeffekt weit über die Kantonsgrenzen hinaus ist enorm», so Diem. Einerseits seien es die medial schweizweit verbreiteten Bilder vom Gebiet Schwägalp/Säntis, die dazu beitragen würden, andererseits bleibe allen Besuchern das Appenzellerland in bester Erinnerung. Die Tourismusorganisationen müssten für denselben Effekt sehr teure Werbekampagnen lancieren, ist Hans Diem überzeugt.

Vorsicht beim Sponsoring und bei Personalwechsel

Ob aller Sympathie zum Schwingfest, Hans Diem sieht auch Gefahren für den Grossanlass. Seines Erachtens ist der Zenit bezüglich Zuschauerkapazität erreicht. Die nicht unwesentlich vom Kanton mitfinanzierte Infrastruktur lasse diesen Umfang jedoch gerade noch zu. Zu beachten seien auch die Sponsoren, so Diem. Es sei nicht anders zu erwarten, dass diese einen persönlichen Nutzen aus ihrem Engagement ziehen wollen. «Im OK braucht es deshalb weiterhin charakterstarke Leute, welche den Mut haben, den Forderungen der Sponsoren nicht alles unterzuordnen». Personelle Wechsel innerhalb des Organisationskomitees müssten deshalb gut geplant werden, findet Hans Diem.

Wichtiges Erfolgsrezept: Seriöser Schwingsport

Weiter verfolgt der ehemalige Landammann die aktuellen Geschehnisse rund um den aktuellen Dopingfall von Martin Grab mit Sorge mit. «Am Beispiel des Radsports sieht man, wie das Vertrauen in die Sportler rasch sinken kann», so Diem. Zudem würden Gönner und Gabenspender einen sauberen Schwingsport erwarten. «Geht dieses Vertrauen verloren, sind die Sponsoren schnell weg», prophezeit der Festbesucher der ersten Stunde. Der Schwingerverband sei deshalb in seinen Konsequenzen gefordert, sagt er. Ein wichtiger Schritt ist aus Sicht von Hans Diem mit dem Beitritt zu Swiss Olympic erfolgt. Allem voran entscheidend für eine blühende Zukunft des Schwingsports und damit verbunden auch des Schwägalp-Schwingets ist für den ehemaligen Ausserrhoder Regierungsrat das Verhalten der Schwinger: «Solange der Schwingsport seriös bleibt, wird er sich im Hoch befinden».

Hans Diem hat nie dem OK des Schwingfests angehört. Dennoch darf er für sich in Anspruch nehmen, einen bemerkenswerten Anteil am Fest beigetragen zu haben. Als Regierungsrat hat er noch vor dem Bewerbungsprozedere beim Eidgenössischen Schwingerverband an der Anfangssitzung teilgenommen und seine Unterstützung zugesichert. «Später habe ich aus Überzeugung innerhalb des Regierungsrates die Mitfinanzierung der Tribüne vertreten. Mit Erfolg, wie die Arena von kommendem Sonntag beweist.

Hinweis

Das Schwägalp-Schwinget beginnt mit dem Schwingerzmorge ab 5.30 Uhr. Anschwingen: 8 Uhr. www.schwaegalp-schwinget.ch

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