Die SVP und ihre Propaganda

Paul Signer ist gut, das wissen alle. Dass aber am Ausserrhoder Polithimmel in der Person von Frau Schmid aus Bühler ein neuer Stern aufgegangen ist, das habe ich erst von der SVP-Propagandamaschine erfahren.

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Paul Signer ist gut, das wissen alle. Dass aber am Ausserrhoder Polithimmel in der Person von Frau Schmid aus Bühler ein neuer Stern aufgegangen ist, das habe ich erst von der SVP-Propagandamaschine erfahren. Und sie strahlt immer heller, nur schon vom ersten zum zweiten Wahlgang hat sie sich derart gesteigert, dass sie ohne grosse Mühe die Probleme der Ausserrhoder Politik lösen wird. Bevölkerungswachstum und Sanierung der Finanzen sind für sie schon fast Routinesache. Und wenn das nicht reichen sollte, kann man ja den Gegenkandidaten schlecht machen. Sie sehen, die Propagandamaschine der SVP läuft wie geschmiert. Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob das alles auch stimmt. Es ist ja sowieso nur Propaganda.

Und in meinem Gedächtnis melden sich ein paar Begebenheiten rund um Frau Schmid, die mich an den Lobpreisungen der Propagandamaschine ernstlich zweifeln lassen. Vielleicht ist doch nicht alles Gold, was glänzt? In einem aber hat die Maschine recht: Jede Stimme zählt! Auch jede Stimme, die gar nicht zur Urne geht. Darum, liebe Wählerinnen und Wähler, nehmen sie an der Regierungsratswahl vom 7. April teil. Es kommt auf Sie an. Wählen Sie Paul Signer in den Regierungsrat. Da weiss man, was man hat!

Hansruedi Schläpfer

Rohrenstrasse 11, 9100 Herisau

Anstand im Wahlkampf

Aus fast allen SVP-Rohren wird gegenwärtig auf den Regierungsratskandidaten Paul Signer destruktiv und polemisierend geschossen, so erweckt es mir jedenfalls den Anschein in den Leserbriefspalten der Zeitung. Etwas mehr Sachlichkeit und Konstruktivität wären nicht nur angebracht, sondern ist ganz einfach Anstand.

Sachlichkeit, Anstand und dazu noch Scharfsinn sind Markenzeichen, die übrigens Paul Signer nicht nur kennt, sondern in seiner politischen Arbeit, die ich seit Jahren nahe miterlebe, konstruktiv einsetzt. Deshalb gebe ich nach wie vor Paul Signer meine Stimme und wünsche ihm jetzt und auch nach dem 7. April einen breiten Rücken.

Hans-Ulrich Sturzenegger

Scheibe 11, 9101 Herisau

Paul Signer für das Hinterland

Es darf doch nicht sein, dass Herisau und der Bezirk Hinterland nur noch einen Vertreter in der Kantonsregierung haben! Schon deshalb, aber nicht nur deshalb, wählen wir Paul Signer in den Regierungsrat

Arthur Bolliger

Speicherstrasse 76, 9053 Teufen

Vielfalt auch in der Regierung

Am 7. April stellen sich zwei verdiente Persönlichkeiten mit langjähriger Exekutiverfahrung für die Wahl in den Regierungsrat zur Verfügung. Ich entscheide mich mit Überzeugung für Inge Schmid, weil sie sich als junge Frau mit neuen Ideen pragmatisch für unseren Kanton und die Gemeinden einsetzen wird, und weil ich glaube, dass Vertreter unterschiedlicher politischer Ansichten in die Regierungsverantwortung eingebunden bleiben müssen, damit sich weiterhin die ganze Bevölkerung durch unseren Regierungsrat vertreten fühlt.

Samuel P. Plachel

Obstmarkt 7, 9100 Herisau

Wo bleibt die liberale Haltung?

Was heisst liberal? Dass man andere Meinungen und politische Gruppierungen einbindet und nach Wählerstärke berücksichtigt. Die Dominanz der FDP führt zu einem schlechten politischen Klima, reagieren wir, bevor es zu spät ist. Die FDP will allein regieren, aber reagieren muss das Stimmvolk! Darum wählen wir am 7. April Inge Schmid in den Regierungsrat.

Susanne Lindemann

Schützenbergstrasse 27A,

9053 Teufen

Regierungsrat zum Zweiten

Man muss nicht für die SVP sein und kann trotzdem einen Vertreter oder eine Vertreterin dieser Partei wählen. Nämlich dann, wenn man im Sinne unserer demokratischen Prinzipien für eine angemessene und faire Berücksichtigung der einzelnen Interessengruppen auf den verschiedenen politischen Ebenen ist. Ängste vor Extrempositionen sind unbegründet – das Regierungsratskollegium gewährleistet den nötigen Ausgleich.

Peter Germann

Saum 41, 9100 Herisau

Anonymer Brief in Waldstatt

Am Samstag haben einige (vielleicht alle?) Waldstätter einen persönlich adressierten, anonymen, Brief erhalten, worin von der Wahl von Andreas Gantenbein für das Gemeindepräsidium abgeraten und ein anderer Kandidat empfohlen wurde.

Der Brief ist unterschrieben mit «Waldstätter Wählerinnen und Wähler, die keinem politischen Verein angehören, für richtige Wahlen sind (auswählen möchten) und ein zuverlässig ausgeübtes Gemeindepräsidium wünschen».

Ich gehöre auch keiner Partei an, bin auch dafür, dass wir bei Wahlen eine Auswahl haben und möchte auch, dass unser Gemeindepräsidium zuverlässig ausgeübt wird. Gerne hätte auch ich eine Auswahl von Kandidaten, aber ich kenne für diese Wahl bis heute nur Andreas Gantenbein, der sich offiziell bereiterklärt hat, dieses sicher nicht einfache Amt in dieser sicher nicht einfachen finanziellen Lage zu übernehmen.

Ich werde mich auf jeden Fall hüten, in unserer Situation jemanden zu wählen, der von einer anonymen Gruppe vorgeschlagen wird. Wer garantiert mir, dass diese Person die Wahl überhaupt annehmen würde?

Ich würde es begrüssen, wenn sich die Kandidaten selber zur Wahl stellen würden oder von einem namentlich bekannten Komitee vorgeschlagen würde. Dann wüsste ich wenigstens, wem ich die Schuld geben kann, wenn die gewählte Person nicht den erhofften Erfolg bringt.

Ich hoffe, viele Waldstätter wählen eine Person, die sich offiziell zur Wahl stellt.

Martin Küng

Säntisstrasse 20, 9104 Waldstatt

Ist Klartext auch Wahrtext?

Klartext ist nicht unbedingt Wahrtext. Es erstaunt das Volk schon, mit welchen Mitteln ein Regierungsratskandidat unbedingt eine Wahl in den Regierungsrat erzwingen will. Da sind alle Mittel recht. Die Bürger werden abschätzig dargestellt. Und dann meint man noch, man bekomme deren Stimmen. Mit überdimensionierten Wahlplakaten, Sprüchen und organisierten Leserbriefen wird geworben, was das Zeug hält. Da wird das Blaue vom Himmel heruntergeschrieben. Mit Vorzügen und Schlagworten, dass sich die Balken nur so biegen. Auch wenn die Wahrheit und Ehrlichkeit auf der Strecke liegen bleibt. Alles nur Schall und Rauch. Biberli und Schoggihasen sollen die bittere Pille versüssen.

«Kennt die Anliegen der Bevölkerung sehr gut. Den Menschen und der Sache verpflichtet. Ich setze mich für Land und Leute ein.» Ja, da weiss die Bevölkerung von Bühler bestens, was alles stimmt und was nicht. Beim «Adressentheater» spürt man von all dem nicht viel. Und in anderen Angelegenheiten ist es nicht besser! Man nehme nur das Beispiel «Göbsimühli». Auch wieder so eine seltsame Geschichte aus Bühler. Da erhalten Wahlhelfer und Wahlspender extra Fristen für ihre Eingabe. Notabene nachdem die anderen Projekte schon vorliegen.

In diesem Klartext wird Willensstärke, Durchhaltewille mit Sturheit, Meinungsvielfalt mit dem Durchboxen der eigenen sturen Ideen verwechselt. Und einfach Frauenpower um jeden Preis? Diese Klartext-Zeitung ist eines Regierungskandidaten unwürdig. Eine solche Werbebroschüre zeugt nicht von Grösse, die man von einem Regierungskandidaten erwartet. Es ist mehr Schein als Sein.

Alfred Meier

Weid 33, 9055 Bühler

Ausgewogen oder Schlagseite?

Mit ihrer Gratiszeitung in alle Haushaltungen (22.3.13) versucht die SVP dem Ausserrhoder Stimmvolk «klar» aufzuzwingen, was gemäss ihrer SVP-Parteidoktrin unter «Ausgewogenheit» zu verstehen sei. Wen wundert's, dass man sich in vielen Häusern wundert.

Was soll dieser aufdringliche Albisgüetli-Stil von Blocher nun auch bei uns?

Mit unverhältnismässigem Geldaufwand hat sich in Ausserrhoden bis heute keine demokratisch denkende Wählerschaft gewinnen lassen. Die Blocher'sche Rechtfertigung für die notorischen Extrablätter seiner Partei ist in Ausserrhoden nämlich absolut unangebracht, denn schliesslich wurde die Flut der Leserbriefe von SVP-Mitgliedern in der Appenzeller Zeitung anstandslos publiziert !

Dass in Ausserrhoden die FDP die tragende Partei ist, hat seine gut verankerten Wurzeln in der Geschichte unseres Kantons. Die drei markanten historischen Wegpunkte sind nämlich folgende:

Lesegesellschaften (1830er- Jahre), Appenzellischer Volksverein (gegr. 1873 vom Landammann Arnold Roth, Teufen), FDP (gegründet 1910 von Landammann Arthur Eugster).

Die ausserrhodische FDP fusst auf dem bewährten Wirken der Lesegesellschaften und deren Dachorganisation, dem Volksverein, welche für die einfachen Leute, Bauern, Handwerker und Weber, hinsichtlich Volksbildung von grösster Bedeutung waren. Die auf liberalem Gedankengut aufbauende staatskundliche Orientierung war genau richtig für die Mentalität der Appenzeller. Es war darum nichts als logisch, dass die FDP eine unbestrittene Stellung erhielt, gewachsen auf erlebter und bewährter Tradition.

Betrachten wir dagegen die Entwicklung der SVP seit ihrer Abwandlung aus der ehemaligen BGB, so stellen wir fest: Die heutige SVP ist zu einer Rechtsaussenpartei mutiert, einer Mixtur aus dem Gedankengut der Republikanischen Partei des James Schwarzenbach und jenem von Christoph Blocher. Als solche ist diese Partei nicht dazu berufen, Ausgewogenheit herbeizuführen.

Die Frage nach echter Ausgewogenheit stellt sich – dannzumal allerdings ernsthaft – bei einer nächsten Vakanz. Im jetzigen Zeitpunkt ist der für Ausgewogenheit bürgende Kandidat jener der FDP: Paul Signer, der bewährte, unumstrittene Gemeindepräsident von Herisau

Arthur Sturzenegger

Gartenstrasse 18, 9038 Rehetobel

Sich mit fremden Federn schmücken

Wasserversorgung, Schule oder Feuerwehr sind Aufgaben der Gemeinde. Diese werden von Kommissionen und Gemeinderat betreut. Dass die (gut bezahlte) Präsidentin das als Ganzes im Griff hat, ist zu erwarten.

Nun aber erfahren wir im «klARText», dass alles, was in Bühler in den letzten Jahren gemacht wurde, ganz spezielle Leistungen von Inge Schmid sind. Die Realität ist anders. Hauptstrasse und Hochwasserschutz waren Projekte des Kantons, die Gemeinde musste sich entsprechend dem Gesetz beteiligen. Wir haben keine Gemeindestrassen, denn diese gehören den Flurgenossenschaften und werden durch die Gemeinde subventioniert. Die Liegenschaftsanierung Altersheim hat die Genossenschaft in Angriff genommen. Die Fernwärmeversorgung wurde an die EKZ vergeben.

Die Gemeindefinanzen sind nur dank glücklichen Zufällen (Nationalbankgold und grossen Erbschaftssteuern) einigermassen im Lot. Dazu wurde auch Gemeindeeigentum verkauft.

Mit der Adressenrevision ging Frau Schmid ja wirklich «neue Wege», denn mit ihrer «Liebe zum Land» wären die Flurnamen in der Gemeinde aus den Adressen verschwunden! Der Abschnitt über die Adressen verunglimpft zudem alle, die sich in dieser Sache engagiert haben (wir zählen uns auch dazu).

Rudolf und Ursula Steiner

Mempfel 33, 9055 Bühler

Anonymität weckt Misstrauen

Wo sind diese Personen, die am Samstag nach der Gemeindeversammlung vom 20. März per Post anonym einen Brief verschicken und einen Teil der Einwohner sagen möchten, wie sie abzustimmen haben?

Wieso können sich diese Personen an einer Gemeindeversammlung nicht persönlich zeigen und ihre Vorschläge unter das Volk bringen?

Wenn drei Landwirtschaftsvertreter zwei zu viel sind, wo befinden sich dann die ernst zunehmenden Wahlvorschläge?

Ulrich, Ueli und Martin Mock

Ulrich, Ueli und Martin Mock

Unterwaldstatt, 9104 Waldstatt

«E Regierig wo loset was dä Bürger sät»

«Säget er mehr: Was gsächtet er wachse im Mischwald vo Parteiä?

Au dei wachsed ä kee Oschtereier.

Ganz wichtig isch, dass mehr i üserem Rodä,

Lüt i d'Regierig dönd holä,

wo volksnöch ond liebevoll i Wort ond Tat

au loset was dä Bürger sät.

Den hemer Fredä, ond mönd kä Owort off die Anderä richtä.

Den chömer ganz fredlech mitenand prichtä.

Denn bruchts au kenn Parteiäwald,

no gschtantni Menschä, das bruchet mehr halt.»

Huldi Trindler

Hinterdorf 5, 9055 Bühler

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