Nur ein Kandidat für drei freie Sitze in Wald: In der Vorderländer Gemeinde fehlt es es an Interessenten für den Gemeinderat

Bis jetzt kandidiert nur Christian Frehner am 15. März für den Gemeinderat Wald. Nun könnte eine Reduktion von sieben auf fünf Mitgliedern ein Thema werden.

Jesko Calderara
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In den letzten Jahren war es in Wald schwierig, Freiwillige für den Gemeinderat zu finden.

In den letzten Jahren war es in Wald schwierig, Freiwillige für den Gemeinderat zu finden.

Bild: David Scarano

Dieses Mal ging es kurz. Während die letzte öffentliche Versammlung in Wald fast bis Mitternacht dauerte, war am Dienstagabend bereits nach 45 Minuten Schluss. Grund dafür: Nebst Christian Frehner, der bereits im Vorfeld der Wahlversammlung seine Kandidatur bekanntgegeben hatte, meldeten sich keine weiteren Bewerber für den Gemeinderat. Rückblick: Seit einiger Zeit sind im Gemeinderat zwei Sitze vakant. Zudem hat Helmut Westermann Freund seinen Rücktritt per Ende Mai eingereicht. Die Ergänzungswahl findet am 15. März statt.

In dieser für die Gemeinde schwierigen Zeit wolle er seinen Beitrag leisten, begründete Frehner vor den rund 30 anwesenden Bürgern in der Mehrzweckanlage seine Motivation. Er wolle sich nun für die Gesellschaft einsetzen, abgesehen davon habe die Freiwilligenarbeit immer schon einen hohen Stellenwert in seinem Leben gehabt. Unter anderem leistete er 20 Jahre lang Feuerwehrdienst. Beruflich war Frehner während über drei Jahrzehnten bei der Stiftung Waldheim als Heimleiter tätig. Mittlerweile ist der 67-Jährige pensioniert.

Der Gemeinderat soll verkleinert werden

Der Gemeinderat Wald arbeitet seit Beginn des laufenden Amtsjahres am 1. Juni 2019 in Unterbesetzung. Zurzeit leitet Gemeindeschreiberin Lina Graf interimistisch die Technische Kommission, Gemeinderätin Enza Welz hat zusätzlich das Ressort Altersheim übernommen. Die Doppelvakanz habe zu einer Mehrbelastung aller Gemeinderäte geführt, sagte Gemeindepräsidentin Edith Beeler. Sie will in den nächsten Wochen weitere Gespräche führen mit Einwohnern, welche für die freien Ämter in Frage kommen. Bis anhin hätten alle angefragten Personen aus zeitlichen Gründen abgesagt, sagte Beeler.

Weil die Suche immer schwieriger wird, könnte eine Reduktion des Gemeinderates von sieben auf fünf Mitgliedern zum Thema werden. Gleichzeitig würde man das Pensum des Gemeindepräsidiums erhöhen. Heute beträgt es 35 Prozent. Innerhalb des Gemeinderats gebe es solche Überlegungen, führte Beeler aus. Dazu müsste zuerst die Gemeindeordnung angepasst werden. Dies soll aufgrund der begrenzten Ressourcen erst dann in Angriff genommen werden, wenn die laufende Überarbeitung des Personalreglements abgeschlossen ist.