Die Stadt Wil soll Hürden abbauen

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Wil «Unser Bürgergesetz ist das strengste in Europa», sagte Arber Bullakaj, SP. Mangelnde Kenntnisse über das Einbürgerungsverfahren, hohe Kosten sowie ausgrenzende Initiativen hielten viele Menschen davon ab, in der Schweiz Einbürgerungsgesuche zu stellen. Bullakaj reichte deshalb eine Interpellation beim Stadtrat ein, in welcher er vom Stadtrat wissen wollte, ob dieser gewillt sei, Hürden bei der Einbürgerung abzubauen. In seiner Antwort hält der Stadtrat fest, dass es ihm ein Anliegen sei, die Mitsprache der gesamten Bevölkerung zu unterstützen und verwies dabei auf das seit Juni geltende Reglement über den Partizipations-Vorstoss. Dieser bilde ein effektives Instrument, mit denen sich Jugendliche und Personen ausländischer Staatsbürgerschaft beteiligen könnten. Darüber werde in Wil eine Willkommenskultur gepflegt, die mit der Neuzuzügerbegrüssung beginne. Personen, welche vom Ausland her nach Wil ziehen würden, würden zusätzlich zu einem Erstgespräch eingeladen.

«Die Interpellation von Arber Bullakaj hat uns dazu inspiriert, den Horizont zu erweitern», sagte Stadtpräsidentin Susanne Hartmann. Der Stadtrat reagiert mit zwei Massnahmen. So werden künftig auch junge Migrantinnen und Migranten, welche die Kriterien für die Einbürgerung erfüllen, zur Jungbürgerfeier eingeladen. An der Feier sollen Eckpunkte des Einbürgerungsverfahrens aufgezeigt werden. Ausserdem hat der Stadtrat beschlossen, Ende November 3300 Schreiben an Personen zu versenden, welche die Kriterien zur Einbürgerung erfüllen, um sie auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen. Arber Bullakaj zeigte sich mit der Beantwortung und den Massnahmen zufrieden. (gia)