Die Sonntagsrituale der Kandidaten

AUSSERRHODEN. Am Sonntag geht für die vier Ausserrhoder Kandidaten für das eidgenössische Parlament der Wahlkampf zu Ende. Jeder von ihnen gestaltet den grossen Tag etwas anders. Eines ist bei allen gleich: Sie wollen an der Wahlfeier des neuen Nationalrats teilnehmen.

Karin Erni
Drucken
Teilen

Der Herisauer SVP-Kandidat David Zuberbühler will den Sonntag ruhig angehen. «Zuerst schlafe ich so lange wie möglich aus. Ob das gelingt, weiss ich noch nicht. Vielleicht werde ich zum Schluss doch noch nervös», sagt er lachend. Am Morgen habe er nichts Spezielles vor, wolle die Zeit mit der Familie verbringen. Gegen Mittag macht er sich mit seiner Familie zum Wahlstübli im Regierungsgebäude auf. Mit dem Bekanntwerden der Resultate rechnet er gegen 15 Uhr. «Dann entscheidet sich, ob ich die Feier in Herisau geniessen kann.» Falls nicht, mache er sich auf den Weg nach Teufen oder Trogen, um dem Wahlsieger zu gratulieren. Den Tag will er im kleinen Kreis bei einem gemütlichen Znacht ausklingen lassen.

Brunch im Restaurant

Ganz unspektakulär geht es bei Markus Bänziger zu und her. «Das passt zu mir.» Er wird mit der Familie und engen Freunden gemeinsam einen Brunch in einem Lokal im Appenzeller Hinterland einnehmen. Anschliessend gehe es ins Wahlstübli. Bei einer allfälligen Wahl werde er sich in Teufen feiern lassen. Andernfalls werde er der Feier des Wahlsiegers beiwohnen.

Ausritt mit dem Pferd

Frischluft tanken ist bei Jens Weber am Morgen angesagt. Er will gemeinsam mit seiner Frau einen Ausritt mit dem Pferd unternehmen. Ein Frühstück mit seinen beiden Kindern steht ebenfalls auf dem Programm; ebenso wie das Üben für ein Konzert mit der Singschule St.Gallen als Tenor-Solist. Ab 12 Uhr wird Weber dann im Wahlstübli anzutreffen sein. Der Rest werde sich weisen: «Entweder Gratulationen entgegennehmen oder gratulieren.» Nach Bekanntwerden des Resultates der Nationalratswahlen werde er nach Trogen fahren zum Kantonsrats-Apéro um 16 Uhr und anschliessend an der Wahlfeier des neuen Nationalrates teilnehmen.

Auf den Säntis

Hoch hinaus geht es bei Ständeratskandidat Andrea Caroni. Er wird den Vorabend der Wahl mit der Familie im Berggasthaus Alter Säntis verbringen. «Im Jahr 2011 haben wir das erstmals gemacht. Damals wollte ich einen Strich unter den anstrengenden Wahlkampf ziehen. Auf dem Säntis ist man weg von allem und hat seine Ruhe. Das hat sich mittlerweile zu einem fixen Ritual entwickelt. Dieses Jahr machen wir das bereits zum fünftenmal. Wir verbringen auf dem Säntis einen gemütlichen Abend mit Jassen. Am nächsten Morgen geht's dann mit der Säntisbahn hinunter und direkt ins Wahlstübli. Beim Hinunterfahren hat man noch einmal den ganzen Kanton, für den man kandidiert hat, im Blick. Das ist ein schönes Gefühl.» Nachdem alle Resultate bekannt seien, werde er noch einmal kurz heimkehren, bevor er zur Wahlfeier des frisch gewählten Ausserrhoder Nationalrates aufbreche, so Caroni.

Aktuelle Nachrichten