Die Seelsorgeeinheit Oberes Toggenburg rückt immer näher

39 Kirchbürger von insgesamt 740 Stimmberechtigten (5,3 Prozent) der Katholischen Kirchgemeinde Neu St. Johann versammelten sich nach dem Sonntagsgottesdienst im Pfarreisaal zur Kirchbürgerversammlung.

Franz Steiner
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Präsident Titus Schmid (Bild: Franz Steiner)

Präsident Titus Schmid (Bild: Franz Steiner)

NEU ST. JOHANN. «Es gibt einige Leute, die meinen, dass die Kirche nur aus Rom besteht und von da aus <regiert> wird. Häufig ist diese Meinung der Anlass, die Kirche zu verlassen. Dabei ist viel wichtiger, dass die Kirche vor Ort lebt, dass man teilnehmen sollte und sich in irgendeiner Weise mit einbringt. Mit dem Rückgang der geweihten Seelsorger sind wir gefordert.» Mit diesen Worten eröffnete der im 18. Jahr als Kirchgemeindepräsident fungierende Titus Schmid die Versammlung. Und gerade auf die kommende Seelsorgeeinheit mit den Pfarreien von Ebnat-Kappel, Neu St. Johann, Stein, Alt St. Johann und Wildhaus steht ein gerüttelt Mass Arbeit an, um diese Zusatzbelastung mit der Inkraftsetzung im nächsten Jahr erfolgreich umsetzen zu können. Sie soll mit Stichtag 25. Mai 2014 beginnen. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 21 516 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 113 900 Franken. Zum guten Abschluss beigetragen haben im Wesentlichen Minderausgaben beim Unterhalt des Ostflügels, beim Seelsorge- und Dienstpersonal, in der Kirchenmusik, beim Religionsunterricht und beim kirchlichen Leben. Dies macht deutlich, dass die Sparschraube auch in der Kirche nicht Halt macht.

Im Budget 2013 werden Mehrausgaben von 72 600 Franken erwartet, welche aus der Reserve gedeckt werden können. Die allgemeine Umfrage wurde nicht benutzt, hingegen verdankte Guido Fritschi als Vizepräsident des Kirchenverwaltungsrates die immense Arbeit, welche Präsident Titus Schmid leistet, besonders auch im Hinblick auf die Verschmelzung der katholischen Kirchgemeinden.

Eine lebendige Pfarrei

Im Weiteren erwähnte der Präsident das Mitarbeiteressen und hoffte, auch für die Zukunft noch mehr Freiwillige für die Pfarrei gewinnen zu können. «Die Tätigkeiten des Pfarreirates sind während des ganzen Jahres mit all den Aktivitäten spürbar», ermunterte Titus Schmid zur aktiven Gestaltung eines prosperierenden Kirchenlebens in der Gemeinde. Kirchenchorleiterin Doris Sutter hat per Ende 2012 gekündigt. Ein Nachfolger ist bereits in Sicht. Unter der Leitung von Doris Sutter sind die zwei Kirchenchöre Ebnat-Kappel und Neu St. Johann zu einer Chorgemeinschaft zusammengewachsen. Anlässe wie Johannisfest, Osterzmorge oder Rorate mit Morgenessen sind immer gut besucht und sind Zeichen einer lebendigen Pfarrei. Pfarrer Thomas Thalmann gibt zu bedenken, dass es künftig noch schwieriger wird, Stellvertreter im kirchlichen Dienst zu finden. Auch haupt- und nebenamtliche Katechetinnen oder Pastoralassistenten sind eine rare Berufsspezies geworden. Dieser Tatsache gilt es in Zukunft Rechnung zu tragen.

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