Die Schützen haben Ja gesagt

Sowohl die Mosnanger als auch die Mühlrütner Schützen haben am Freitagabend ihre Zustimmung zur «Heirat» gegeben. An der Fusionsversammlung hat man sich für «300 M Sport Mosnang-Mühlrüti» als neuen Namen entschieden.

Beatrice Bollhalder
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Hanspeter Widmer, Sandra Fust, Michael Senn, Eveline Senn, Josef Müller, Armin Breitenmoser, Sepp Meile, Roger Eigenmann und Manfred Widmer (von links) bilden den neuen Vereinsvorstand. (Bild: Beatrice Bollhalder)

Hanspeter Widmer, Sandra Fust, Michael Senn, Eveline Senn, Josef Müller, Armin Breitenmoser, Sepp Meile, Roger Eigenmann und Manfred Widmer (von links) bilden den neuen Vereinsvorstand. (Bild: Beatrice Bollhalder)

MOSNANG. Ein weiterer Schritt ist geschafft. An den separat abgehaltenen Vereinsversammlungen haben die Mosnanger Schützen einstimmig und die Mühlrütner mit einer Gegenstimme einer Fusion der beiden Vereine zugestimmt. Anwesend waren auf beiden Seiten je zwölf Mitglieder. An der anschliessenden Fusionsversammlung wurde nicht nur der Vorstand für den fusionierten Verein bestellt. Auch das Bestimmen eines neuen Namens oder die Genehmigung der Statuten standen auf dem Programm.

Beide Vereine gewinnen

Mosnang hatte in der jüngsten Vergangenheit immer weniger lizenzierte Mitglieder, verfügt aber über eine zweckmässige Anlage. In Mühlrüti wird das sportliche Schiessen, das viel Training in allen drei Stellungen verlangt, nach wie vor von einem schönen Grüppchen betrieben, verfügt aber nicht über eine komfortable Anlage. Gerade die Möglichkeit, dass in Mosnang in allen Stellungen trainiert werden kann, hat die Mühlrütner dazu bewogen, auf die von den Mosnangern vor eineinhalb Jahren vorgeschlagene Fusion positiv zu reagieren. Gemeinsam hofft man, auch wieder genügend Teilnehmer für die Durchführung eines Jungschützenkurses zu finden. Auch wenn einige Mitglieder des MSV Mühlrüti mit Wehmut an die Zeit in ihrem kleinen Stand zurückdenken werden, sehen sie doch realistisch in die Zukunft. Am Freitagabend wurde nun also das definitive Ja-Wort abgegeben. Im kommenden Frühling wird der sportliche Startschuss des fusionierten Vereins fallen.

Miteinander den Weg gehen

An der Fusionsversammlung, die Hanspeter Widmer als Tagespräsident abwickelte, wurden die Statuten, die an einer Informationsveranstaltung bereits vorbesprochen worden sind und die nur noch geringfügige Änderungen erfuhren, genehmigt. Für einen künftigen Vereinsnamen wurden von Eveline Senn drei Vorschläge gemacht und Josef Müller, Präsident der SG Mosnang, brachte einen weiteren ins Spiel. Im Ausschlussverfahren wurde schliesslich der Sieger erkoren, nämlich «300 M Sport Mosnang-Mühlrüti». Die Kassiere der beiden Vereine haben ein provisorisches Budget erstellt, bei dem man von 15 lizenzierten Mitgliedern ausging. Den vorgeschlagenen Jahresbeiträgen wurde schliesslich einstimmig zugestimmt. Beide Schützenvereine absolvierten in den letzten Jahren ein mit etwa gleich vielen auswärtigen Schiessanlässen bestücktes Jahresprogramm. Einzig wie die einzelnen Wettkämpfe gewertet wurden, wich voneinander ab. Auch in Zukunft wird man an der Gruppenmeisterschaft und der Ostschweizerischen Mannschaftsmeisterschaft teilnehmen.

Von der Politischen Gemeinde, der das Schützenhaus gehört, wurde ein Mietvertrag unterbreitet, der noch fertig ausgehandelt werden muss. Dieser kann weder von der Gemeinde noch vom Verein gekündet werden, solange das Schützenhaus für die sportliche Ausübung benutzt wird. Der normale Unterhalt muss, wie bisher, von den Mitgliedern selber bewerkstelligt werden.

«Der Weg in die Zukunft ist nicht betoniert und nicht geteert und so manch steiniger Pfad wird noch vor uns sein», führte Hanspeter Widmer aus, aber man werde den Weg gemeinsam gehen. Einige Details, wie etwa dass die bisher zum Ehrenmitglied erkorenen Personen auch künftig diesen Status behielten, seien bereits geklärt. Was mit Fahnen, Vereinsakten und Utensilien geschehen soll, sei ebenfalls bereits festgelegt. Dass mit einem neuen gemeinsamen Kleidungsstück der Zusammenhalt nach aussen markiert wird, versteht sich. Einstimmig und ohne Enthaltungen wurde der Fusionsbeschluss gefasst.

Neun Vorstandsmitglieder

Für den Vorstand des neuen Vereins haben sich neun Mitglieder zur Verfügung gestellt. Für die Übergangszeit sei dies praktisch, meinte Hanspeter Widmer, der zum Präsidenten von «300 M Sport Mosnang-Mühlrüti» gewählt worden ist. Ihm zur Seite stehen Josef Müller (Vizepräsident), Michael Senn und Manfred Widmer (Aktuar), Eveline Senn (Kassier), Sandra Fust (Schiessprogramm), Roger Eigenmann (Jungschützenleiter), Armin Breitenmoser (Schiessbuchführer) und Sepp Meile (Standwart). Für die Geschäftsprüfungskommission stellen sich Jürg Casanova und Bruno Senn zur Verfügung. Letzterer steht auch als Fähnrich im Einsatz. Mit Martin Widmer konnte an diesem Abend gleich ein Ersatzfähnrich bestimmt werden. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt.

Mehrheitlich hat man sich anschliessend dafür ausgesprochen, ein kantonales Schützenfest zu besuchen. Nur welches? Zur Wahl standen Appenzell Innerrhoden, Solothurn, Nidwalden und das Tessin. Die abgegebenen Stimmen entfielen fast ausschliesslich auf den südlichsten Kanton. Es ist geplant, damit eine zweitägige Vereinsreise zu verbinden. Der Verein wird ausserdem an der Hulftegg-Stafette eine Gruppe stellen. An den ersten beiden Märzwochenenden ist zudem ein Ausschiessen im Schiessstand Mühlrüti geplant. Damit wird das Ende der 144jährigen Geschichte des MSV Mühlrüti besiegelt.