Die Ruhe ist schon fast vorbei

Mehrere Vereine im Toggenburg haben die Vorbereitung zur Rückrunde bereits in Angriff genommen. Vorderhand stehen Laufen und Hallentraining im Vordergrund. Erster sportlicher Höhepunkt ist das Regiomasters am Sonntag in St. Gallen mit Bazenheider Beteiligung.

Beat Lanzendorfer
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Der Kunstrasen auf der Bütschwiler Sportanlage Breite wird in den kommenden Wochen intensiv genutzt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Kunstrasen auf der Bütschwiler Sportanlage Breite wird in den kommenden Wochen intensiv genutzt. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. In den zwei höchsten Ligen beginnt die Rückrunde im Februar. St. Gallen empfängt zum Auftakt am 7. Februar den FCZ. Zwei Tage später steht dann für die Wiler der erste Ernstkampf an. Sie heissen in der heimischen IGP-Arena Leader Wohlen willkommen. Mehr Zeit bleibt den regionalen Fussballern, um in Form zu kommen. Ihr Kampf um Punkte wird am ersten Aprilwochenende lanciert. Trotzdem herrscht bei einigen schon rege Betriebsamkeit.

Frauen beginnen zuerst

Bei den NLB-Frauen aus Kirchberg war der Übergang fliessend. Salih Oezdemir, Nachfolger des zurückgetretenen Trainers Martin Zgraggen, begrüsste seine Spielerinnen am 2. Dezember zum ersten Training auf dem Sandplatz. Mit dieser Kadenz ging es weiter, denn im alten Jahr standen noch neun weitere Einheiten auf dem Trainingsplan. Das neue Jahr wurde dann mit der Organisation des Frauenfussballfestivals in der Bazenheider Ifanghalle lanciert. Um das Projekt Ligaerhalt in die richtigen Bahnen zu lenken, wird von den Frauen bis zum Start der Meisterschaft am 22. Februar in Schlieren viel abverlangt. Allein im Januar sind zwölf Trainingseinheiten vorgesehen. Hinzu kommen vier Testpartien, die entweder auf dem Kunstrasen in Wil oder in Bütschwil gespielt werden.

Für das Trainingslager reist die Mannschaft nicht wie üblich ins Ausland. Vom 31. Januar bis 4. Februar geht's in die Innerschweiz nach Morschach. Wieder zurück im Toggenburg, sollen weitere acht Trainingseinheiten dazu beitragen, am 22. Februar die Topform abrufen zu können. Die Mannschaft zieht voll mit und ist überzeugt, dass sie sich trotz schwieriger Lage in der Nationalliga B halten kann.

Bazenheid am Regiomasters

Bazenheid-Trainer Heris Stefanachi begrüsste seine Akteure am letzten Dienstag zur ersten Laufeinheit. Ein erstes Highlight folgt mit der Teilnahme beim Regiomasters am nächsten Sonntag in der Kreuzbleiche in St. Gallen. Drittligist Fortuna St. Gallen organisiert den Anlass zum 25. Mal und konnte ein hochkarätiges Teilnehmerfeld verpflichten. In der Gruppe 3 duellieren sich die Bazenheider mit Gastgeber Fortuna (10 Uhr), Altstätten (12 Uhr) sowie Turnierfavorit Brühl (14 Uhr). Eine Woche später sind die Alttoggenburger dann Gastgeber beim Bossart Sport Hallenmasters in der Ifanghalle. Mit Trainingspartien gegen die SV Schaffhausen (24. Januar, auswärts) und Sirnach (30. Januar in Wil) wird der erste Monat der Vorbereitung abgeschlossen. Für den Februar sind die Trainingsspiele in Arbon (14.) und Bassersdorf (27.) vorgesehen. Letzter Test vor dem Trainingslager in Malta (14. bis 21. März) ist die Partie beim Zweitligisten Rapperswil-Jona. Der Start zur Rückrunde erfolgt dann am 4. April auswärts gegen Calcio Kreuzlingen. Das Ziel ist klar definiert: Mit einem Punkt Rückstand auf Leader Uzwil heisst dies klar und deutlich «Aufstieg».

Fondueplausch in Kirchberg

Nach dem schnellen Abgang von Trainer Ruedi Eisenhut dürfte es an Sportchef Andreas Breitenmoser und Co-Trainer Bruno Tschirky liegen, mit der Mannschaft die konditionellen Grundlagen zu erarbeiten. Im Januar übt man sich allerdings noch in Zurückhaltung, denn es wird lediglich viermal, jeweils am Montag, in der Lerchenfeldhalle trainiert. Sehen kann man die Spieler der 1. Mannschaft trotzdem, denn sie organisieren morgen Freitag und übermorgen Samstag jeweils von 17 bis 24 Uhr ihren beliebten Fondueplausch im Clubhaus. Das erste Testspiel ist am 18. Februar in Weinfelden fixiert. In wärmere Gefilde geht's dann zwischen dem 14. und 18. März. Das Trainingslager wird in Valencia durchgeführt.

Freiwilliges Training

Beim FC Bütschwil ist das Training bis Ende Januar freiwillig. Pflichtprogramm für Fans und Spieler ist hingegen der Spaghettiplausch, den die 1. Mannschaft seit Jahren in der Dorfturnhalle auf die Beine stellt. Gekocht wird am Samstag von 11.30 bis 22 Uhr. Anschliessend kehrt vorerst wieder Ruhe ein, denn der offizielle Trainingsbeginn erfolgt am Dienstag, 3. Februar. Mit drei Testspielen im März bereitet sich die Mannschaft auf den Cupschlager gegen Tägerwilen (28. März) vor. Zur Erinnerung: Bütschwil benötigt wie Wattwil Bunt noch zwei Siege, um in die Hauptrunde des Schweizer Cups vorzustossen. Der eigentliche Rückrundenbeginn startet dann am 4. April in Schmerikon.

Ebnat-Kappler Turniersieg

Zwei Schlagwörter werden bei den Ebnater Frauen im Januar und Februar grossgeschrieben: Ausdauer und Kraft. Dies hielt sie aber nicht davon ab, mit dem Sieg der Kategorie «regional» beim Fussballfestival der Kirchberger Frauen auch am Ball ein Ausrufezeichen zu setzen. Die nächsten Spiele sind erst wieder im März vorgesehen. Im gleichen Monat wird auch ein Trainingslager in Kempten (D) durchgeführt. Laut Peter Schrepfer müssen sich die Spielerinnen aber nicht zwei Monate gedulden, bis sie wieder einen Ball sehen. «Wenn wir in der Halle sind, werden wir selbstverständlich auch Fussball spielen», meint er mit einem Schmunzeln. Über die Aktivitäten der anderen Vereine wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.