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Die Preise steigen seit März 2016

Strommarkt In der Schweiz können Stromkonsumenten den Lieferanten frei wählen, wenn sie über 100 Megawattstunden pro Jahr brauchen, also Firmen und Elektrizitätswerke. Sie können Preise frei mit den Lieferanten aushandeln. Haushalte müssen ihren Strom vom lokalen Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) beziehen. Die volle Marktöffnung war für 2014 und für 2018 versprochen worden. Wann und ob sie kommt, ist unklar.

Andreas Jossi, CEO von RWT Regionalwerk Toggenburg in Kirchberg, erklärt, wie die meisten EVU Strom einkaufen. Strom werde an der European Energy Exchange (EEX) in Leipzig oder per Telefon gehandelt. Der Strommarkt sei ein Terminmarkt. Heute werde Strom für 2018 gehandelt. Man könne in der Regel bis drei Jahre im Voraus einkaufen, sagt er. Das RWT arbeite mit der Elektra Birseck, einem der grösseren Schweizer Stromhändler, zusammen.

Von Anfang 2012 bis Ende 2015 fiel der Preis für sogenannte Bandenergie an der EEX von 64 Franken pro Megawattstunde, bis er Boden fand. Seit März 2016 legte er wieder zu, von 27 auf 47 Franken für die Lieferung im Jahr 2018. Letzte Woche verstärkte sich der Aufwärtstrend. Der Strompreis hängt von diversen Faktoren ab. So verteuert ein starker Euro den Strom hierzulande. Um die Ausschläge abzufedern, kauft das RWT viermal im Jahr eine Basismenge ein. Das bewährt sich laut Andreas Jossi.

Das Verbrauchsprofil bestimmt den Preis

Am billigsten sei die Bandenergie. Kunden mit einem konstanten Verbrauch könnten billiger einkaufen als grössere Kunden mit schwankender Nachfrage. Die Spotpreise seien werktags zwischen 24 Uhr und sechs Uhr morgens sowie am Wochenende am tiefsten, sagt Andreas Jossi. Die EVU analysierten den tageszeitlichen Bedarf ihrer Kunden. Wer nachts viel Strom brauche, etwa Bäcker oder Käser, könne im Markt tiefere Preise erzielen als ein Industriebetrieb, der morgens die Maschinen anlaufen lasse und sie abends ausschalte.

Das RWT bietet den Industriekunden Rabatte an, im Tausch gegen eine Prognose des Strombedarfs und gegen die Verpflichtung, drei Jahre lang den Strom beim RWT zu kaufen. Laut Andreas Jossi ist das RWT für Industriekunden mit einem Bedarf von rund 150000 Kilowattstunden im Jahr einer der günstigsten Anbieter in der Schweiz. (mkn)

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