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Die Post lügt uns an

Jörg Schmid

Am Dialoganlass vom 27. November 2017 – an dem erneut rund 120 Personen teilnahmen – versuchte die Post, uns eine Postagentur (wie bereits 2012) oder den Hauslieferdienst schmackhaft zu machen. Es wurde aber sofort klar, dass das niemand will und dies keine Lösungen für Urnäsch sind. Alle wollen die heutige Poststelle behalten. Zudem hat sich die Situation in den vergangenen fünf Jahren in der Region völlig verändert. Waldstatt wird geschlossen, Stein und Schönengrund sind bereits Postagenturen, Hundwil und Gonten haben nicht einmal mehr eine Postagentur. Ebenso hatten wir vor fünf Jahren noch eine Papeterie, heute haben wir wenigsten noch die Poststelle für die wichtigsten Büroartikel. Dass so eine Postagentur keine richtige Post ist, zeigt sich jetzt überall in der Schweiz, denn die Leute sind unzufrieden damit und in Bern hat man das Thema langsam auf dem Radar und will die Post mit ihren Schliessungen bremsen. Wahrscheinlich will deshalb die Post noch «wädli» alle Poststellen schliessen, nach dem Motto: «weg ist weg». Auch hat man in Bern herausgefunden, dass die Post mit falschen Zahlen die Poststellen schlecht macht. In Urnäsch wissen wir das bereits seit sechs Jahren. Damals hat uns die Post nämlich die Päcklizahlen gezeigt. Daraufhin ist ein Geschäftsmann aufgestanden und hat erklärt, dass er alleine mehr Päckli habe, als da aufgelistet wurden. Die Post hat dann erklärt, dass sie seine Päckli als Geschäftskunde nicht anrechnen. Fast der ganze Saal (450 Personen) hat laut gelacht. Die Post manipuliert also die Zahlen, die Post sagt, sie rechnen anders und ich sage, sie lügen uns an! Die Post müsste gemäss Postgesetz ortsübliche Öffnungszeiten anbieten, was sie in Urnäsch seit über fünf Jahren einfach nicht mehr macht. Unglaublich! Wir sind auch überzeugt davon, dass die Eigenwirtschaftlichkeit unserer Poststelle nach wie vor gegeben ist. Nur diese Zahlen hat noch niemand gesehen. Warum wohl? Hat es einen Grund oder rentiert vielleicht eine kleine Poststelle wie Urnäsch? Es kann doch nicht sein, dass wir im ganzen Hinterland für rund 25000 Einwohnerinnen und Einwohner nur noch eine einzige Poststelle in Herisau haben und uns dort die Beine in den Bauch stehen. Auch die Erreichbarkeit ist dann nicht mehr gewährleistet. 90 Prozent der Bevölkerung müssen zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine Poststelle innert 20 Minuten erreichen können – ein Grossteil der Hinterländer Bevölkerung hat aber gar keinen Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Auch das wäre ein Auftrag der Post. Es ist beschämend, wie man die kleineren Gemeinden systematisch kaputt macht. Und unsere Behörden?

Jörg Schmid

Chronbach 215, Urnäsch

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