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In Schwellbrunn droht eine Planungszone

Die Gemeinde Schwellbrunn verfügt über zuviel Bauland und muss auszonen. Nach welcher Methode die betroffenen Gebiete evaluiert werden, ist nun bekannt.
Astrid Zysset
Gemeinderat und Präsident der Ortsplanungskommission Markus Schmidli bei seinen Ausführungen. (Bild: ASZ)

Gemeinderat und Präsident der Ortsplanungskommission Markus Schmidli bei seinen Ausführungen. (Bild: ASZ)

1,1 Hektaren Bauland muss Schwellbrunn auszonen. So will es der Kanton. Der Richtplan, den Ausserrhoden nach dem Inkrafttreten des revidierten Raumplanungsgesetzes anpassen musste, sieht in den Gemeinden Schwellbrunn, Hundwil, Schönengrund, Trogen, Wald, Walzenhausen und Wolfhalden Auszonungen vor. Diese Flächen sollen in Gemeinden mit geringer Bauzonenkapazität im Gegenzug wieder eingezont werden.

Doch die Frage ist: Wo genau soll ausgezont werden? Welche Gebiete gehören in die Planungszone, die faktisch einem Bauverbot gleichkommt? Diese will die Gemeinde nämlich bis Ende Jahr erlassen. «Wer jetzt erwartet hat, er würde sehen, ob sein Land ausgezont wird oder nicht, kann gleich wieder nach Hause gehen», sagte Gemeinderat und Präsident der Ortsplanungskommission Markus Schmidli am Mittwochabend anlässlich einer Orientierungsversammlung im Restaurant Harmonie. Denn: Das sei nicht Gegenstand des Abends. Vorerst will der Gemeinderat lediglich die Methode aufzeigen, nach welcher die Gebiete ermittelt werden, die voraussichtlich in die Planungszone aufgenommen werden. «Wir möchten veranschaulichen, dass unsere Methode wertfrei und nach nachvollziehbaren Kriterien erfolgt», so Schmidli.

Insgesamt sind es fünf Kriterien, die berücksichtigt werden: Dauer der Einzonung, Stand der Erschliessung, allfällige Naturgefahren, die ÖV-Erschliessung und die Zentrums- wie auch Schulnähe. Jedes Bauland wird unter diesen Gesichtspunkten geprüft und mit einer Punktzahl versehen. Je höher diese ausfällt, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gebiet in die Planungszone aufgenommen wird. Hinzu kommen im Bedarfsfall «weiche» Kriterien wie die Lagequalität, die Grundstückerschliessung, ein möglicher Eingriff in die Landschaft und die Frage, ob die Bebaubarkeit eingeschränkt wäre. Dieses Verfahren wird nun von einem externen Fachmann auf das Gemeindegebiet von Schwellbrunn angewandt. Bis am Montag will jener seine Einschätzungen dem Gemeinderat vorlegen. Anschliessend werden die betroffenen Grundeigentümer informiert. Der Gemeinderat will an seiner Sitzung vom 5. Dezember die Planungszone sowie den Beschluss über die öffentliche Auflage erlassen.

Genügend Fläche zur Entwicklung bleibt übrig

Schmidli erläuterte, dass zwischen 1,5 und 1,6 Hektaren in die Planungszone aufgenommen werden. Denn lediglich 1,1 Hektaren würden Rechtsverfahren präjudizieren. Und zu viel Fläche sollte auch nicht betroffen sein, da sonst die Bautätigkeit in Schwellbrunn stark eingeschränkt würde. Insgesamt verfügt die Gemeinde über 5,8 Hektaren freies Bauland. Gemeindepräsident Hansueli Reutegger hielt den Anwesenden denn auch vor Augen, dass noch eine grosse Fläche übrig bleibe, um eine Entwicklung voranzutreiben. Nach der Planungszone steht bis Ende 2022 die Überarbeitung des Zonenplans und des Baureglementes an. Dann wird evaluiert, wo eine innere Verdichtung möglich ist.

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