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Die Pionierin feiert ihren 90.

2018 gilt als Kulturerbejahr. Gleichzeitig feiert die Begründerin der Teufener Grubenmann-Sammlung, Rosmarie Nüesch-Gautschi, ihren 90. Geburtstag. Grund für eine kleine Feier.
Astrid Zysset
Rosmarie Nüesch-Gautschi zusammen mit Matthias Tischhauser, Präsident der Stiftung Grubenmann-Sammlung. (Bild: ASZ)

Rosmarie Nüesch-Gautschi zusammen mit Matthias Tischhauser, Präsident der Stiftung Grubenmann-Sammlung. (Bild: ASZ)

Eine Gratulation wäre zu früh. Rosmarie Nüesch-Gautschi aus Teufen feiert erst am 24. Dezember ihren 90. Geburtstag. Dennoch entschied sich der Stiftungsrat der Grubenmann-Sammlung zu einer kleinen Feier. Diese fand heute in der Kirche Trogen statt. Passend. Denn das Jahr 2018 wurde von der Europäischen Kommission als Kulturerbejahr ausgerufen. «Wir von der Grubenmann-Stiftung haben uns dem Erhalt der Baukultur verschrieben», so Präsident Matthias Tischhauser. Und die Grubenmann-Stiftung ist untrennbar mit Rosmarie Nüesch-Gautschi verknüpft.

Die ehemalige Denkmalpflegerin und Architektin hat während sechs Jahrzehnten die im 18. Jahrhundert erbauten Werke der Familie Grubenmann erforscht, viel Wissen zusammengetragen und damit den Grundstein für die Sammlung gelegt. Aufgrund ihres Engagements wird sie auch oftmals nur «Frau Grubenmann» genannt. «Diese Bezeichnung greift aber zu kurz», so Tischhauser anlässlich seiner Ansprache. Er nennt Rosmarie Nüesch-Gautschi eine Pionierin. Sie war das erste Mädchen in der technischen Abteilung der Kantonsschule, war eine der ersten Frauen an der ETH und wurde zur ersten Kantonsrätin gewählt. «Eine Frauenrechtlerin der ersten Stunde», so der Präsident der Stiftung Grubenmann-Sammlung weiter. «Sie hat Unglaubliches geleistet.»

Baukunst, die Fachleute noch heute beeindruckt

Rosmarie Nüesch-Gautschi lauschte gespannt den Worten Tischhausers, schüttelte verlegen den Kopf und meinte schliesslich: «So viel Lob für mich. Das ist doch nicht nötig.»

Auch bald 300 Jahre nach der Blütezeit der Familie Grubenmann staunen Fachleute noch immer über deren Kunst im Bereich Brücken- und Kirchenbau und besuchen die Sammlung im Zeughaus Teufen. Berühmt war die Familie aufgrund ihres statischen Könnens. Lange vor dem Aufkommen der mathematischen Berechnungen hierzu schafften es die Grubenmanns, grosse Dachkonstruktionen ohne Säulen zu fertigen.

Die Kirche Trogen gilt als eines der letzten Bauwerke der Familie. Erbaut wurde sie von 1779 bis 1782 von Hansueli Grubenmann. Jener verstarb 1783. «Er war während der Bauzeit schon ein alter, kranker Mann», so Nüesch-Gautschi. Lange stand Hansueli im Schatten seines älteren Bruders Jakob, da die Familie immer als Ganzes in Erscheinung trat. «Hansueli hat zuvor nie eine eigene Kirche gebaut.» Die Kirche in Trogen zeichnet sich durch einen relativ schmalen Chorraum, die Haube auf dem Dach, den farbigen Stuck und die Sandsteinfassade aus. Dies sind aber nicht alles Ideen von Hansueli Grubenmann. Der Einfluss der Familie Zellweger ist augenscheinlich – bis hin zum Gemälde oberhalb des Chorraums, auf welchem Ursula Zellweger Gott am nächsten zu sein scheint.

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