Die Obstacles entschärfen

Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) stellt eine zunehmende Tendenz von Unfällen in Snowparks fest. Diesen Trend kann die Bergbahnen Wildhaus AG in ihrem Funpark Snowland.ch nicht bestätigen, sagt Jürg Schustereit, Leiter Marketing.

Drucken
Teilen

Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) stellt eine zunehmende Tendenz von Unfällen in Snowparks fest. Diesen Trend kann die Bergbahnen Wildhaus AG in ihrem Funpark Snowland.ch nicht bestätigen, sagt Jürg Schustereit, Leiter Marketing.

Wie häufig kommt es im Funpark von Snowland.ch zu Unfällen?

Schwere Unfälle sind im Funpark die Ausnahme, aber wir sind natürlich nicht gefeit davor. Stürze, die leichtere Verletzungen wie Knochenbrüche oder Verstauchungen nach sich ziehen, gibt es immer wieder.

Haben Sie als Betreiber des Funparks einen Einfluss darauf?

Ja, wir können viel für die Sicherheit tun. Wir signalisieren klar, welche Line für die Anfänger ist, welche mittelschwer ist und die Pro-Line, welche ausschliesslich von Könnern befahren werden soll. Dazu kommt, dass wir beim Bau von Hindernissen aus Schnee mit der richtigen Neigung beim Absprung und bei der Landezone einiges entschärfen können. Bei festen Obstacles können wir die Sicherheit kaum beeinflussen. Hier ist das Verletzungsrisiko bei Stürzen geringer, ähnlich wie in einem Skatepark in der Stadt.

Könnten Sie den Zugang zum Funpark einschränken?

Wir haben ja seit Jahren den Zugang so gestaltet, dass man aktiv in den Funpark hineinfahren muss, man landet nicht zufällig dort. An schönen Tagen wird unser Funpark stark frequentiert, und dann steigt insbesondere bei ungeübten Fahrern das Sturz- und Verletzungsrisiko – quasi Sonntagsskifahrer mit wenig bis keiner Erfahrung.

Kann man das Fahren über solche Hindernisse lernen?

Ja, seit bald zehn Jahren führt Snowland.ch zusammen mit der Schneesportschule Wildhaus Freestyle-Kurse durch. Zudem trainieren Kinder und Jugendliche der JO Freestyle des SSC Toggenburg regelmässig im Snowland.ch und bereiten sich dort auf Wettbewerbe vor. Ich finde es sehr wichtig, dass Freestyle-Interessierte sich über Kurse und unter Anleitung dem faszinierenden Sport annähern.

Wie gross ist das Sicherheitsbewusstsein bei den Fahrern?

Für die eigene Sicherheit ist entscheidend, dass man sich langsam an die Sprünge herantastet. Mit einer Besichtigung und Testsprüngen gelangt man zu einer reellen Einschätzung. Der Anlauf auf die Hindernisse und auch die Landung variieren mit der unterschiedlichen Schneebeschaffenheit stark. Die meisten Nutzer unseres Funparks sind sich des Risikos bewusst, und es gibt nur wenige, die aus der Reihe tanzen und ihr Können überschätzen. Ich denke, hier hat die Präventionsarbeit geholfen. Skifahrer und Snowboarder sind bezüglich des Verletzungsrisikos im Funpark sensibilisiert worden. (sas)

Aktuelle Nachrichten