Die neue Hängebrücke verbindet Kantone, Dörfer und Menschen

Zwischen Grub AR und Grub SG gibt es seit dem Frühling einen Brückenschlag über das Mattenbachtobel.

Mea McGhee
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Die Hängebrücke über das Mattenbachtobel zieht seit April 2019 viele Wanderer an.

Die Hängebrücke über das Mattenbachtobel zieht seit April 2019 viele Wanderer an.

(Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Eine 180 Meter lange Hängebrücke überspannt das Mattenbachtobel in rund 40 Metern Höhe und verbindet seit dem Frühling die beiden Dörfer Grub. Am 26. April wird der Brückenschlag gefeiert. «Die Hängebrücke ist ein Sinnbild für ein neues Miteinander», sagt Katharina Zwicker, Gemeindepräsidentin von ausserrhodisch Grub, anlässlich des Einweihungsfestes. «Die Brücke verbindet Menschen, Dörfer und Kantone», heisst es weiter.

Gelungenes Jubiläumsprojekt

Der Mattenbach bildet die Grenze zwischen den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen und trennt Grub AR von Grub SG. Gemeinsam und mit finanzieller Unterstützung der jubilierenden St. Galler Kantonalbank, sowie einem Beitrag des Kantons St. Gallen ist das Bauwerk realisiert worden. Früher führte der Wanderweg durchs Tobel. Unwetter haben ihn mehrmals beschädigt. Auf Anregung von Einwohnern entstand die Bewerbung für das Projekt im Rahmen des 150 Jahr-Jubiläums der St. Galler Kantonalbank. «Die Brücke hat eine gesellschaftliche und kulturelle Relevanz, sie ermöglicht neue Perspektiven und sie ist nachhaltig», so Albert Koller, Mitglied der Bankleitung. Je 221000 Franken steuern die beiden Gemeinden bei. 180 Personen dürfen sich gleichzeitig auf der Brücke aufhalten. Die Besucherfrequenz der ersten Monate übertrifft die Erwartungen der Bauherrschaft. Viele Wanderer geniessen den Nervenkitzel und die Tiefsicht.