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Neue Ära der Herisauer Fasnacht wird eingeläutet

Die «Vereinigten Herisauer Guggenmusiken» sind Geschichte. Die Gemeinschaft wurde an der diesjährigen Hauptversammlung in den Fasnachtsverein Herisau umgewandelt. Dieser übernimmt sämtliche Dokumente und Utensilien sowie das Vermögen.
Der neu gewählte Vorstand: Ramona Koller, Michael Rechsteiner, Claudia Frischknecht (Co-Präsidentin), Chläus Dudle, Marco Hagmann (Co-Präsident), Stefan Kull, Esther Abderhalden und Kim Hofstetter (von links). (Bild: Bilder: PD)

Der neu gewählte Vorstand: Ramona Koller, Michael Rechsteiner, Claudia Frischknecht (Co-Präsidentin), Chläus Dudle, Marco Hagmann (Co-Präsident), Stefan Kull, Esther Abderhalden und Kim Hofstetter (von links). (Bild: Bilder: PD)

Im Casino Herisau fand am Wochenende die 16. Hauptversammlung der «Vereinigten Herisauer Guggenmusiken» (VHG) statt. Dies war zeitgleich die letzte. Die VHG wurde zum Fasnachtsverein Herisau umgewandelt und sämtliche Dokumente, das Lager mit vielen Fasnachtsutensilien sowie das Vereinsvermögen der VHG an den neuen Vorstand übergeben.

Abschied aus dem OK nach 30 Jahren

In seinem Jahresbericht blickte VHG-Präsident Vincenzo Zingali auf seine Zeit als Präsident der VHG zurück. Ihm gleich tat dies Andy Lehmann, Präsident des OK Gugge-Tröffe. 30 Jahre lang, seit der zweiten Austragung des Gugge-Tröffe 1988, war er im OK, vier Jahre davon als Präsident. «Ich verabschiede mich mit zwei lachenden Augen von der Herisauer Fasnachtsbühne und wünsche dem Fasnachtsverein viel Erfolg dabei, unser Dorf wieder zur Fasnachtshochburg zu machen.» Am Gugge-Tröffe, darin beinhaltet ist jeweils der grosse Umzug am Sonntag, der bisher alle zwei Jahre stattfand sowie das Monsterkonzert und diverse Guggenauftritte vor und nach dem Funken, wurde in den letzten 30 Jahren nicht viel geändert.

«Wir glauben, es ist Zeit, etwas neuem Platz zu machen und sind zuversichtlich, dass die Fasnacht Herisau mit dem Fasnachtsverein an Aufschwung gewinnt»,

sind sich die beiden Präsidenten einig.

Dass etwas an dem Prinzip der VHG geändert werden muss, wurde gemäss Medienmitteilung klar, als die Hilfsbereitschaft der Guggenmusiken, die jeweils mindestens ein Vorstandsmitglied stellen mussten, immer mehr nachliess. Nach dem Vorlesen der Schluss-, Rechnungs- und Revisorenberichte, gaben die Mitglieder der VHG ihren Rücktritt bekannt. Einige werden dem neuen Fasnachtsverein sowohl als Mitglieder aber auch im Vorstand erhalten bleiben.

Vorstand einstimmig gewählt

Der Vorstand des neuen Fasnachtsvereins wurde einstimmig gewählt. Neu wird der Verein durch ein Co-Präsidium von Claudia Frischknecht, die vielen aus der Guggenmusik Ziegelhöttler, dem Musikverein Herisau oder dem Kantonsrat bekannt sein dürfte und von Marco Hagmann übernommen. Hagmann ist Ur-Herisauer und hat die Fasnacht im Blut. Vor rund 30 Jahren war sein Grossvater ein Gründungsmitglied der VHG. «Mir liegt einfach etwas daran, dass wir eine tolle Fasnacht miteinander auf die Beine stellen können. Und ich bin zuversichtlich, dass uns das als Fasnachtsverein gelingen wird.»

Sechs Beisitzer wurden ebenfalls in den Vorstand gewählt. Kim Hofstetter, bekannt von den Fasnachtschaoten, die jeweils mit ihren Sujetwagen den Umzug bereichern, wird Kassierin. Esther Abderhalden übernimmt das Sekretariat, dieses hatte sie bereits bei der VHG inne. Stefan Kull, Wirt aus Herisau sowie Präsident der Guggenmusik Sauknapp, wird künftig für die Gastronomie an der Fasnacht zuständig sein. Chläus Dudle, seines Zeichens Herischrenzer, wird sich um den Bau kümmern. Michael Rechsteiner und Ramona Koller, beide im Vorstand der Guggenmusik «Izi bizi tini wini», sind für die Ressorts Unterhaltung und Medien zuständig.

Die ehemaligen Mitglieder wurden mit einer Kuhglocke beschenkt. Und ein besonderer Dank wurde auch an Bruno «Nöggi» Schiess, dem amtierenden Obergugger ausgesprochen, der sich für den Fasnachtsverein sowie die Findung des Vorstands eingesetzt hatte. Er selbst sowie ein Grossteil der bisherigen Mitglieder der VHG werden den Verein auf Wunsch beraten und unterstützen.

Neue Lokalität soll geschaffen werden

Das Ziel des neuen Vereins ist, die Fasnacht in Herisau zu erleben. Dazu soll vom Aschermittwoch bis am Blochmontag eine Lokalität geschaffen werden, in der die Fasnacht richtig gelebt werden kann. Viel mehr könne man aber noch nicht verraten, da es nun daran geht, die nötigen Bewilligungen einzuholen, Sponsoren zu finden sowie die Aufgaben im Verein zu konkretisieren. «Erste Gespräche mit der Gemeinde lassen uns aber zuversichtlich auf die Fasnacht blicken. Die Rückmeldungen auf unsere Idee sind durchwegs positiv», sagt Claudia Frischknecht.

Der Fasnachtsverein ist auf die Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Ob diese den Verein als Mitglieder, Gönner oder Helfer unterstützen können, ist noch offen. (pd)

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